Bhutans Bitcoin-Verkäufe und deren Auswirkungen
Die königliche Regierung von Bhutan hat weiterhin ihre Bitcoin-Bestände reduziert, was Fragen aufwirft, wie lange die Verkaufsaktivitäten des Landes nach monatelangen konstanten Abflüssen aus staatlich verbundenen Wallets andauern könnten. Berichten zufolge hat Bhutan seit Beginn des Jahres 2026 Bitcoin im Wert von über 200 Millionen Dollar verkauft.
Aktuelle Bestände und Verkaufsstrategie
Das Königreich hält nun etwa 3.400 bis 3.800 BTC, die je nach Marktpreisen und Wallet-Tracking-Schätzungen einen Wert von etwa 263 Millionen bis 272 Millionen Dollar haben. Die Bitcoin-Position Bhutans wurde durch staatlich unterstützte Mining-Operationen aufgebaut, die mit seinen Wasserkraftressourcen verbunden sind.
Zu ihrem Höhepunkt Ende 2024 wurden die Bestände des Landes auf fast 13.000 BTC geschätzt. Seitdem wurden mehr als 70 % dieses Bestands durch wiederholte Übertragungen abgezogen. On-Chain-Daten zeigen, dass Bhutan seit der Erfassung seiner Höchstbestände etwa 9.579 BTC verkauft hat.
Verkaufsmuster und Marktstrategie
Die letzte Übertragung betraf 100 BTC im Wert von fast 7,8 Millionen Dollar, die von staatlich verbundenen Wallets transferiert wurden.
Die Verkäufe erschienen nicht als eine einzige große Liquidation. Stattdessen hat Bhutan Bitcoin in kleineren Chargen bewegt, die oft zwischen 5 Millionen und 10 Millionen Dollar wert sind. Einige Übertragungen gingen an exchange-gebundene Wallets, Handelsfirmen, OTC-Schalter und nicht gekennzeichnete Adressen. Dieses Muster deutet auf eine gesteuerte Verkaufsstrategie hin, anstatt auf einen plötzlichen Marktausstieg.
Mining-Aktivitäten und zukünftige Prognosen
Kleinere Transaktionen könnten die Wahrscheinlichkeit einer scharfen Preisstörung verringern, während die Regierung es ermöglicht, Bitcoin schrittweise in Bargeld oder andere Vermögenswerte umzuwandeln. Bhutans Bitcoin-Bestände waren unter den Regierungen ungewöhnlich, da sie abgebaut und nicht durch Strafverfolgungsmaßnahmen beschlagnahmt wurden. Das Land nutzte überschüssige Wasserkraft, um Mining-Operationen über seine souveräne Investmentgesellschaft zu unterstützen.
Allerdings zeigen die Wallet-Daten jetzt wenig Beweise für bedeutende neue Mining-Zuflüsse seit mehr als einem Jahr. Das Fehlen neuer Zuflüsse deutet darauf hin, dass die Mining-Aktivität stark verlangsamt oder gestoppt ist. Ohne neue Produktion, die die verkauften Coins ersetzt, reduziert jede Übertragung die verbleibenden Bitcoin-Reserven des Landes.
Finanzielle Auswirkungen und Zukunftsaussichten
Bhutans realisierter Gewinn aus Bitcoin wird auf über 750 Millionen Dollar geschätzt. Da die Coins mit inländischer Wasserkraft abgebaut wurden, könnte die Kostenbasis weit niedriger sein als bei Käufen auf dem offenen Markt. In dem aktuellen Tempo schätzen Analysten, dass Bhutans verbleibende Bitcoin bis etwa Oktober 2026 erschöpft sein könnten.
Diese Prognose geht davon aus, dass die Regierung weiterhin zu den jüngsten Raten verkauft und keine größeren Mining-Operationen wieder aufnimmt. Der endgültige Zeitrahmen könnte sich ändern, wenn die Bitcoin-Preise steigen, die Verkäufe langsamer werden oder die Behörden entscheiden, einen Teil der verbleibenden Reserve zu behalten.
Ein Politikwechsel könnte Bhutan auch mit einer kleineren strategischen Bitcoin-Position zurücklassen, anstatt einen vollständigen Ausstieg zu vollziehen. Für den Moment deuten die Wallet-Aktivitäten auf eine fortgesetzte Monetarisierung hin, aber die Regierung hat keine detaillierte öffentliche Erklärung zu ihrem langfristigen Bitcoin-Plan abgegeben.