Crypto Prices

Was passiert, wenn ein ETF-Anbieter bankrottgeht? Ist Ihr Bitcoin sicher?

vor 2 Stunden
1 minuten gelesen
1 ansichten

Einführung in Bitcoin-ETFs

Sie kaufen einen Bitcoin-ETF. Das Unternehmen dahinter bricht zusammen. Verschwindet Ihr Bitcoin damit? In der Regel ist die Situation komplizierter und potenziell weniger beängstigend, als Investoren annehmen könnten.

Struktur eines Bitcoin-ETFs

Das erste, was man verstehen sollte, ist, dass der Kauf eines Spot-Bitcoin-ETFs nicht bedeutet, dass man Geld an einen Vermögensverwalter übergibt und Bitcoin erhält, die diesem Unternehmen gehören. Nehmen wir BlackRocks IBIT als Beispiel. Das bei der SEC eingereichte Prospekt besagt, dass der ETF als separater gesetzlicher Trust in Delaware strukturiert ist. Seine Vermögenswerte bestehen hauptsächlich aus Bitcoin, die von Treuhändern im Namen des Trusts gehalten werden, während die Investoren Anteile besitzen, die einen anteiligen wirtschaftlichen Anspruch auf die Nettovermögenswerte des Trusts repräsentieren. Diese Trennung ist wichtig.

Was passiert im Falle eines Bankrotts?

Angenommen, das Unternehmen, das einen ETF sponsert, gerät in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten. Die Bitcoin, die vom ETF gehalten werden, werden nicht einfach als gewöhnliche Unternehmens-Bitcoin betrachtet, die dem Sponsor gehören. Der Fonds selbst hat eigene Vermögenswerte und eine rechtliche Struktur. Bei IBIT beispielsweise fungieren BlackRock-nahe Unternehmen als Sponsor und Treuhänder, während die zugrunde liegenden Bitcoin durch separate institutionelle Treuhänder gehalten werden. In den neuesten Unterlagen wird Coinbase Custody als Bitcoin-Treuhänder identifiziert, wobei Anchorage Digital Bank als Alternative zur Verfügung steht.

Daher ist der Bankrott eines ETF-Anbieters nicht dasselbe wie der Zusammenbruch einer Krypto-Börse, die Kundengelder auf ihrer eigenen Bilanz hält. ETF-Investoren besitzen auch nicht direkt die privaten Schlüssel. Wie unser Erklärungsartikel zu Bitcoin versus Bitcoin-ETFs beschreibt, besitzen Investoren Fondsanteile, die wirtschaftliche Exposition gegenüber BTC bieten, anstatt Bitcoin, die sie in eine Wallet abheben können.

Risiken im Zusammenhang mit Treuhändern

Die größere Frage könnte tatsächlich sein: Was passiert, wenn der Treuhänder ausfällt? Das ist ein anderes Szenario, da der Treuhänder für die Sicherung der tatsächlichen Bitcoin des Fonds verantwortlich ist. Fondsdokumente enthalten detaillierte Offenlegungen zu Verwahrung, Sicherheit der privaten Schlüssel, operationale Fehler und andere Risiken. Die genauen Folgen eines Bankrotts würden von den rechtlichen Vereinbarungen des Fonds, der Verwahrstruktur und den Umständen des Ausfalls abhängen.

Mit anderen Worten: „ETF-Anbieter bankrott“ und „Bitcoin-Treuhänder bankrott“ sollten niemals als austauschbare Ereignisse behandelt werden.

Besitzstruktur und Intermediäre

Diese Unterscheidung wird leichter verständlich, wenn man sieht, wie Krypto-ETFs tatsächlich ihre Coins erwerben und verwahren. Autorisierte Teilnehmer erstellen und lösen große Aktienkörbe ein, während institutionelle Treuhänder die zugrunde liegende Krypto für den Trust halten.

Es gibt einen letzten Haken: Sie besitzen tatsächlich keinen Bitcoin, wenn Sie einen Bitcoin-ETF besitzen. Sie besitzen Anteile an einem Vehikel, das Bitcoin hält. Diese Struktur kann rechtliche und operationale Schutzmaßnahmen bieten, die nicht existieren, wenn man BTC einfach auf einer unregulierten Plattform lässt, aber sie führt auch Intermediäre ein: Sponsoren, Treuhänder, Verwahrer, Broker und autorisierte Teilnehmer.

Beliebt