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Adam Back und Michael Saylor lehnen BIP 110 ab: Risiko einer Fork wächst

vor 5 Stunden
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Einführung

Adam Back, Mitbegründer von Blockstream, und Michael Saylor, Gründer von Strategy, haben öffentlich BIP 110, einen vorgeschlagenen temporären Soft Fork für Bitcoin, abgelehnt. Ein Beitrag von Wu Blockchain fasste ihre Kommentare am 12. Juli zusammen.

Argumente gegen BIP 110

Back äußerte, dass der Plan darauf abzielt, Transaktionen zu überwachen, die von anderen Nutzern gesendet werden. Er argumentierte, dass dieser Ansatz im Widerspruch zu Bitcoins dezentralem und genehmigungsfreiem Design steht.

Beide, Adam Back und Michael Saylor, sprachen sich gegen die Implementierung von BIP 110 im Bitcoin-Netzwerk aus. Back warnte, dass Unterstützer eine separate Kette schaffen könnten, wenn sie Regeln ohne breite Zustimmung durchsetzen. Saylor brachte in seiner öffentlichen Erklärung einen ähnlichen Punkt vor und sagte:

„BIP 110 verwandelt einen Spam-Konflikt in eine Konsensänderung“, die einige Transaktionen ablehnen würde, die Bitcoin derzeit akzeptiert.

Saylor bezeichnete diesen Präzedenzfall als „äußerst gefährlich“ und betonte, dass die Entwickler sich auf größere Bedrohungen konzentrieren sollten.

Details zu BIP 110

Die offizielle BIP 110-Spezifikation beschreibt es als den „Reduced Data Temporary Softfork“. Es würden zusätzliche Konsensregeln für etwa ein Jahr gelten, die große Datenfelder, einige Taproot-Funktionen und mehrere Methoden zur Einfügung von Bildern oder anderen Dateien in Transaktionen einschränken. Der Vorschlag sieht vor, dass OP_RETURN-Ausgaben innerhalb einer 83-Byte-Grenze bleiben und mehrere Payloads auf 256 Bytes beschränkt werden. Diese Grenzen sollen den Datenspeicher auf Bitcoin reduzieren und das Netzwerk auf Geldtransaktionen konzentrieren. UTXOs, die vor der Aktivierung erstellt wurden, sind ausgenommen, sodass bestehende Ausgaben unter den alten Regeln weiterhin ausgegeben werden können.

Meinungen zu BIP 110

Befürworter argumentieren, dass die Maßnahme die Speicheranforderungen für Knotenbetreiber reduzieren würde, während Kritiker der Meinung sind, dass gebührenzahlende Nutzer entscheiden sollten, wie sie den Blockraum nutzen. Der Bitcoin-Entwickler Luke Dashjr unterstützt weiterhin BIP 110. Ein Bericht von crypto.news vom 6. Juli berichtete, dass er Aufrufe zur Rücknahme abgelehnt hat und erklärte:

„Es ist zu spät, um BIP 110 abzubrechen.“

Er argumentiert, dass Ordinals, Runes und ähnliche Anwendungen nicht-finanzielle Daten auf Bitcoin platzieren und die langfristigen Kosten für das Speichern und Bereitstellen der Blockchain erhöhen.

Aktueller Stand und Herausforderungen

Ein früherer Bericht von crypto.news behandelte Backs Antwort auf Unterstützer, die behaupteten, Diskussionskanäle hätten den Vorschlag blockiert. Back wies diese Behauptung zurück und erklärte, dass viele Teilnehmer den Plan bereits überprüft hätten. Der Bericht stellte fest, dass die Unterstützung durch Knoten gering war und es zu diesem Zeitpunkt keine klare Unterstützung durch ein großes Mining-Pool gab.

BIP 110 verwendet einen modifizierten Aktivierungsprozess. Miner können es aktivieren, indem sie Unterstützung in 1.109 von 2.016 Blöcken signalisieren, was 55 % entspricht. Die Spezifikation legt eine obligatorische Signalisierung vor Block 963.648 und die Aktivierung bei Block 965.664 fest, die voraussichtlich um den 1. September 2026 erfolgen wird. Die temporären Regeln würden dann etwa ein Jahr lang aktiv bleiben. Die aktuelle Unterstützung liegt jedoch weit unter diesem Niveau. Berichte, die am 12. Juli veröffentlicht wurden, besagten, dass die Signalisierung der Miner im aktiven Zeitraum bei null lag und in früheren Perioden nie mehr als etwa 1 % überschritten hatte. Kein großes Mining-Pool hatte den Vorschlag unterstützt.

Ohne breite Akzeptanz könnten Knoten, die BIP 110 durchsetzen, einer Minderheitskette folgen, während andere Knoten weiterhin die bestehenden Transaktionsregeln akzeptieren. Börsen, Wallets, Miner und Knotenbetreiber stehen nun vor einem Planungsfenster im August, in dem sie entscheiden müssen, welche Software und Regeln sie vor der obligatorischen Signalisierungsperiode unterstützen werden. Marktteilnehmer können die Reserven zentraler Börsen über das CEX-Dashboard von DeFiLlama verfolgen, obwohl diese Zahlen die Unterstützung des Bitcoin-Konsenses nicht messen. Das Ergebnis von BIP 110 wird von der Software-Akzeptanz, der Signalisierung der Miner und den Entscheidungen der Nutzer über Bitcoin abhängen.

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