Strategische Bitcoin-Reserve der USA
Finanzminister Scott Bessent hat den Senatoren mitgeteilt, dass die Trump-Administration weiterhin entschlossen ist, die Strategische Bitcoin-Reserve der Vereinigten Staaten auszubauen. Gleichzeitig drängt er den Kongress, in diesem Sommer wichtige Krypto-Gesetzgebungen zu verabschieden. Bessent äußerte sich am Mittwoch während einer Anhörung des Senatsausschusses für Finanzen zum Haushaltsplan des Finanzministeriums für das Haushaltsjahr 2027, wo die Diskussion über die Bundesausgaben auf die digitale Vermögensagenda der Regierung überging.
Wirtschaftliche Sicherheit und Bitcoin
Bei der Anhörung verband Bessent die Bitcoin-Reserve mit der wirtschaftlichen Sicherheitsstrategie der Regierung. Er betonte vor den Senatoren:
„Wirtschaftliche Sicherheit ist nationale Sicherheit.“
Diese Botschaft hat er auch in seinen jüngsten öffentlichen Äußerungen zur Wettbewerbsfähigkeit der USA und zur Finanzpolitik verwendet. Laut Bessent geht die Regierung vorsichtig vor, während sie die Reserve aufbaut, da das Projekt neue Technologien und rechtliches Neuland umfasst. Er erklärte, die Beamten des Finanzministeriums arbeiteten mit „überlegter Geschwindigkeit“, um Praktiken zu entwickeln, die über die aktuelle Administration hinaus Bestand haben können.
Die Bitcoin-Reserve und ihre rechtlichen Grundlagen
Seine Kommentare gaben einer der sichtbarsten Krypto-Politikmaßnahmen von Präsident Donald Trump frische öffentliche Unterstützung. Die Strategische Bitcoin-Reserve wurde durch einen Exekutivbefehl geschaffen, der am 6. März 2025 unterzeichnet wurde. Laut diesem Befehl besteht die Reserve aus Bitcoin, die durch strafrechtliche Einziehungen und Beschlagnahmungen von Strafverfolgungsbehörden erlangt wurden. Der Befehl verbietet dem Finanzministerium, die Münzen zu verkaufen, und weist die Beamten an, haushaltsneutrale Wege zu erkunden, um mehr Bitcoin hinzuzufügen.
Die Reserve hält derzeit schätzungsweise 328.372 BTC, die basierend auf den in der politischen Debatte genannten Zahlen etwa 25 Milliarden Dollar wert sind. Da die Reserve durch einen Exekutivbefehl geschaffen wurde, haben Gesetzgeber und Befürworter der Krypto-Politik argumentiert, dass der Kongress handeln müsste, um das Programm vor zukünftigen Veränderungen im Weißen Haus zu schützen. Ohne entsprechende Gesetzgebung könnte ein späterer Präsident den Befehl rückgängig machen.
Der BITCOIN Act und der Clarity Act
Senatorin Cynthia Lummis aus Wyoming hat den BITCOIN Act eingebracht, der der Reserve eine gesetzliche Grundlage bieten würde. Nach dem Vorschlag wäre das Finanzministerium berechtigt, jährlich 200.000 BTC über fünf Jahre zu kaufen, was die geplanten Gesamteinkäufe auf eine Million Bitcoin bringen würde. Zudem würde das Gesetz vorschreiben, dass die Regierung die Bitcoin mindestens 20 Jahre lang hält. Bessent äußerte den Wunsch, dass der Kongress eine stärkere rechtliche Struktur für die Reserve bereitstellt. Seine Bemerkungen unterstützen sowohl den bestehenden Exekutivbefehl als auch den Vorstoß für ein langfristiges Gesetz.
Während derselben Anhörung forderte Bessent auch die Gesetzgeber auf, mit dem Clarity Act voranzukommen. Er äußerte die Hoffnung, dass das Gesetz in diesem Sommer verabschiedet wird. Der Clarity Act wurde im Mai mit 15 zu 9 Stimmen im Senatsausschuss für Banken genehmigt. Das Gesetz würde Regeln für digitale Vermögenswerte schaffen und definieren, wann Krypto-Token unter die Aufsicht von Wertpapieren oder Rohstoffen fallen.