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Binance-Mitbegründer CZ setzt sich für einen Krypto-Pass in der ASEAN ein

vor 14 Stunden
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Einführung eines Krypto-Lizenz-Passports in der ASEAN-Region

Changpeng „CZ“ Zhao, Mitbegründer von Binance, hat am 28. Juli während einer Diskussionsrunde beim ASEAN Tech Summit in Manila 2026 die Einführung eines Krypto-Lizenz-Passports in der ASEAN-Region unterstützt. Die Sitzung behandelte digitale Vermögenswerte, Stablecoins und die Zukunft der regionalen Finanzen.

Vorschlag von Lito Villanueva

Zhao unterstützte einen Vorschlag von Lito Villanueva, dem Gründungsvorsitzenden der FinTech Alliance PH. Nach dieser Idee könnte ein Krypto-Unternehmen, das in einer ASEAN-Jurisdiktion lizenziert ist, eine vereinfachte Genehmigung in einer anderen Jurisdiktion anstreben, anstatt einen vollständigen neuen Antrag einzureichen. Der Vorschlag würde es den zuständigen Regulierungsbehörden dennoch ermöglichen, die Antragsteller zu bewerten und lokale Bedingungen zu auferlegen.

Aktuelle Herausforderungen für Krypto-Unternehmen

Krypto-Unternehmen, die in Südostasien aktiv sind, sehen sich derzeit unterschiedlichen Lizenzierungsprozessen, Compliance-Prüfungen und Aufsichtsanforderungen gegenüber. Zhao argumentierte, dass die Anerkennung von Genehmigungen, die von einem anderen Regulierer erteilt wurden, die doppelten Einreichungen reduzieren und die Markteintrittskosten senken könnte. Ein gemeinsamer Prozess könnte auch die regionale Expansion für Börsen, Verwahrer und Anbieter von Stablecoin-Zahlungen erleichtern.

Zhaos Unterstützung stellt jedoch keine politische Entscheidung der ASEAN dar. Bisher hat kein Regulierer oder kein ASEAN-Gremium einen formellen Vorschlag für einen Krypto-Pass, eine Konsultation oder einen Zieltermin angekündigt.

Erfahrungen von Binance mit Lizenzierungsprozessen

Binance hat direkte Erfahrungen mit fragmentierten Lizenzierungsprozessen. Die Börse strebt weitere Genehmigungen in Asien an, während sie separate nationale Anforderungen bearbeitet. Reuters berichtete im Juli, dass Binance plante, seinen regionalen Lizenzierungsbereich zu erweitern, aber noch nicht alle betroffenen Märkte identifiziert hatte.

Vergleich mit bestehenden Rahmenbedingungen

Die ASEAN-Regulierungsbehörden haben bereits grenzüberschreitende Anerkennungsvereinbarungen für Teile der traditionellen Finanzen angenommen. Der ASEAN Collective Investment Schemes Framework ermöglicht es qualifizierten Fonds, die in einer teilnehmenden Jurisdiktion autorisiert sind, eine vereinfachte Genehmigung in einer anderen zu beantragen. Malaysia, Singapur und Thailand führten diesen Rahmen 2014 ein.

Das ASEAN Capital Markets Forum betreibt auch den ACMF Pass, der es berechtigten Investmentfachleuten ermöglicht, eine beschleunigte Registrierung für Beratungsarbeiten in teilnehmenden Jurisdiktionen zu erhalten, ohne eine weitere vollständige Lizenz zu beantragen. Diese Programme bieten ein verfahrenstechnisches Modell, decken jedoch keine Krypto-Börsen oder Stablecoin-Emittenten ab.

Regulatorische Anforderungen und Herausforderungen

Die ASEAN-Mitglieder regulieren digitale Vermögenswerte durch unterschiedliche Gesetze, Behörden und Produktklassifikationen. Die Anforderungen können lokale Gründungen, Kapitalreserven, Cybersicherheit, Verwahrung, Offenlegungen und Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche umfassen.

Die Philippinen zeigen, wie mehrere Genehmigungen für einen Dienst erforderlich sein können. Binance und BlockShoals fehlte die Zentralbanklizenz, die für bestimmte Zahlungs- und Transaktionsaktivitäten erforderlich ist, obwohl sie an einem Sandbox-Programm der Securities and Exchange Commission teilnahmen.

Der Weg zu einem regionalen Krypto-Pass

Ein regionaler Pass würde erfordern, dass die Regulierer sich darauf einigen, welche Behörde als Heimataufsicht fungiert und welche Verantwortlichkeiten bei jedem Gastland verbleiben. Die Märkte in der Krypto-Assets-Verordnung der Europäischen Union bieten den klarsten direkten Vergleich. MiCA erlaubt es einem autorisierten Krypto-Asset-Dienstleister, Dienstleistungen in den Mitgliedstaaten der EU anzubieten, nachdem der erforderliche Benachrichtigungsprozess abgeschlossen ist.

Das ASEAN Digital Economy Framework Agreement könnte einen weiteren Rahmen für regionale Zusammenarbeit schaffen. Die Verhandlungen sind abgeschlossen, und das Abkommen befindet sich in der rechtlichen Überprüfung, bevor es voraussichtlich im November 2026 unterzeichnet wird.

Für den Moment bleibt Zhaos Vorschlag eine Empfehlung für zukünftige regionale Politik und nicht ein genehmigter Lizenzierungsweg.

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