Bithumb’s IPO-Fahrplan bis 2028
Bithumb hat einen Fahrplan skizziert, um seinen Börsengang (IPO) im Jahr 2028 abzuschließen. Das Unternehmen hat Maßnahmen zur Verbesserung der Governance, der Finanzberichterstattung und der internen Kontrollsysteme dargelegt. Laut Bithumb arbeitet die südkoreanische Kryptowährungsbörse mit führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zusammen, um ein effektives Risikomanagementsystem aufzubauen, die Finanzberichterstattung von den Korean Generally Accepted Accounting Principles (K-GAAP) auf die Korean International Financial Reporting Standards (K-IFRS) umzustellen und die internen Compliance- und Kontrollprozesse im Rahmen der IPO-Vorbereitungen zu stärken.
Unternehmensstruktur und Transparenz
Das Unternehmen hat zudem Teile seiner Unternehmensstruktur reorganisiert, indem Bithumb Asset ausgegliedert wurde, um die Verantwortlichkeiten innerhalb der Geschäftseinheiten klarer zu definieren. Neben der Umstrukturierung erweitert Bithumb sein Geschäftsmodell und erhöht die Liquiditätsreserven, um die finanzielle Stabilität vor der angestrebten Börsennotierung zu verbessern.
Bithumb plant, regelmäßig seine finanzielle Lage, wichtige Managementangelegenheiten und Bestände an Kryptowährungsvermögen offenzulegen, um sein Engagement für transparente Abläufe zu unterstreichen. Das Unternehmen arbeitet auch mit inländischen und internationalen Wertpapierfirmen, Anwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zusammen, um den Unternehmenswert zu bewerten, rechtliche Risiken zu prüfen und sich auf die vorläufige Listing-Prüfung vorzubereiten.
Zeitrahmen und regulatorische Herausforderungen
Der IPO-Fahrplan erstreckt sich über drei Jahre, beginnend mit dem Abschluss der Verbesserungen der internen Kontrollen und der Umstellung auf K-IFRS im Jahr 2026. Bithumb beabsichtigt, seinen Antrag auf vorläufige Notierung einzureichen und die erforderlichen Prüfungen im Jahr 2027 abzuschließen, bevor das Unternehmen auf den Abschluss seines IPO im Jahr 2028 abzielt. Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass sich der Zeitplan je nach Marktbedingungen und dem Zeitrahmen der regulatorischen Prüfung ändern könnte.
Diese neuesten Entwicklungen folgen auf frühere Kommentare von Bithumbs Chief Financial Officer Jeong Sang-gyun, der im April erklärte, dass die Börse eine Notierung für 2028 anstrebe.
Investitionen und Compliance
Anfang dieses Jahres berichteten lokale Medien, dass Kiwoom Securities verhandelte, um einen Anteil an Bithumb durch den geplanten Kauf neu ausgegebener Aktien zu erwerben. Laut ChosunBiz diskutierten beide Unternehmen über die Größe der Investition und den Eigentumsanteil, obwohl zu diesem Zeitpunkt keine endgültigen Bedingungen vereinbart worden waren.
Bithumb erklärte, dass der IPO darauf abzielt, die Transparenz des Managements zu demonstrieren und das Vertrauen der Kunden zu stärken, anstatt lediglich die Größe des Unternehmens zu erhöhen. Im Rahmen dieses Bemühens hat die Börse ihre Unternehmensstruktur vereinfacht, um potenzielle Interessenkonflikte zu reduzieren und die Unternehmensführung vor der Notierungsprüfung zu verbessern.
Regulatorische Probleme und Datenschutz
Im Juni verhängte die südkoreanische Kommission für den Schutz personenbezogener Daten eine Geldstrafe von 210 Millionen Won, etwa 136.000 US-Dollar, nachdem festgestellt wurde, dass die Börse gegen Vorschriften für die Übertragung personenbezogener Daten ins Ausland verstoßen hatte. Der Regulierer ordnete auch an, dass Bithumb seine Verfahren für grenzüberschreitende Datenübertragungen überarbeitet, nachdem festgestellt wurde, dass Benutzerinformationen ohne vollständige Erfüllung der Anforderungen des Gesetzes über den Schutz personenbezogener Daten übertragen worden waren.
Die Untersuchung ergab, dass während des Orderbuch-Austauschs zwischen September und November 2025 die Benutzer dem Übertragungen ins Ausland zugestimmt hatten, die Stellar betrafen, aber Mitgliedsnummern und Bestellinformationen stattdessen an eine Infrastruktur gesendet wurden, die von BingX betrieben wird.
Ausblick auf die digitale Vermögensindustrie
Die Notierungspläne von Bithumb entwickeln sich weiter, während südkoreanische Politiker weiterhin Regeln für die digitale Vermögensindustrie entwickeln. Die Gesetzgeber ziehen das Digital Asset Basic Act in Betracht, das darauf abzielt, einen umfassenden rechtlichen Rahmen für Kryptowährungen zu schaffen. Nach den bisher diskutierten Vorschlägen würde der Besitz eines einzelnen Aktionärs an einer Kryptowährungsbörse im Allgemeinen auf 20 % begrenzt, obwohl ein höherer Besitz von bis zu 34 % unter Bedingungen, die noch überprüft werden, erlaubt sein könnte.
Gleichzeitig haben etablierte Finanzinstitute ihre Beteiligung an dem Sektor ausgeweitet. Hana Bank gab zuvor Pläne bekannt, einen Anteil an Dunamu, dem Betreiber von Upbit, zu erwerben, während lokale Medien berichteten, dass drei Samsung-Tochtergesellschaften ebenfalls planten, in das Unternehmen zu investieren. Internationale Firmen haben ebenfalls ihre Präsenz erhöht, wobei OKX Ventures eine Investition in Coinone ankündigte und Binance seine Übernahme von Gopax nach jahrelangen regulatorischen Verzögerungen abschloss.