Bybit schränkt Dienstleistungen für EWR-Nutzer ein
Bybit wird den Zugang zu bestimmten Dienstleistungen auf seiner globalen Plattform für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) schrittweise einschränken, während die Börse ihre Abläufe an den MiCA-Rahmen der EU anpasst. Die Börse teilte mit, dass betroffene Nutzer rechtzeitig klare Mitteilungen erhalten werden, bevor Maßnahmen ergriffen werden, einschließlich Zeitplänen zur Verwaltung bestehender und neuer Positionen.
Betroffene Länder und Nutzerrechte
Die Mitteilung betrifft EWR-Länder wie Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, die Niederlande, Irland, Schweden und andere. Malta ist nicht eingeschlossen, da die Lizenzen von Bybit EU dort derzeit nicht gültig sind und Bybit EU keine Produkte oder Dienstleistungen aktiv für Einwohner Maltas anbietet.
Bybit erklärte, dass Nutzer weiterhin Zugang zu den in ihren Konten gehaltenen Vermögenswerten haben werden, während sie offene Positionen und Salden klären. Das Unternehmen betonte, dass betroffene Nutzer den Zugang „mit dem Ziel behalten, den Nutzern zu ermöglichen, diese Positionen und Salden zu bereinigen.“
Regulatorische Anpassungen und Unterstützung
Bybit beginnt, die globalen Plattformdienste für EWR-Nutzer im Rahmen der MiCA-Anpassung einzuschränken. Nutzer werden im Voraus informiert, bevor Einschränkungen in Kraft treten. Die Ankündigung besagt nicht, dass die Nutzervermögen eingefroren oder beschlagnahmt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Dienstleistungsbeschränkungen schrittweise eingeführt werden und dass Nutzer offizielle Mitteilungen im Auge behalten sollten, um kontospezifische Updates zu erhalten.
Die Börse teilte auch mit, dass ihr Support-Team für Fragen zur Verfügung steht, während der Prozess voranschreitet.
Lizenzierung und zukünftige Pläne
Bybit EU operiert als regulierte europäische Plattform der Gruppe durch eine MiCAR-autorisierte Einheit. Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde erteilte Bybit EU GmbH im Mai 2025 die Genehmigung als Krypto-Asset-Dienstleister. Die österreichische Lizenz umfasst die Verwahrung und Verwaltung von Krypto-Assets, den Austausch von Krypto-Assets gegen Gelder, den Austausch von Krypto-Assets gegen andere Krypto-Assets, die Platzierung von Krypto-Assets und Übertragungsdienste.
Bybit erklärte auch, dass Bybit EU zusätzliche Lizenzen in Österreich anstrebt, um ein breiteres Produktspektrum abzudecken. Wie zuvor von crypto.news berichtet, startete Bybit Bybit.eu als MiCA-konforme Plattform für EWR-Nutzer, nachdem die Genehmigung von der österreichischen Aufsichtsbehörde erteilt wurde.
Auswirkungen der MiCA-Regulierung
Der Zeitpunkt kommt, bevor die Übergangsfrist von MiCA am 1. Juli 2026 endet. Die ESMA erklärte, dass nicht autorisierte Krypto-Asset-Dienstleister geordnet abwickeln müssen, während die Interessen der Kunden geschützt werden, sobald die Übergangsfrist endet. MiCA wird ab dem 1. Juli 2026 in der gesamten Europäischen Union vollständig durchsetzbar sein. Nach diesem Datum können Krypto-Unternehmen ohne MiCA-Lizenz EU-Nutzer nicht mehr rechtlich bedienen.
MiCA schafft ein einheitliches Regelwerk für Krypto-Dienstleister und ermöglicht lizenzierten Unternehmen, Dienstleistungen in den Mitgliedstaaten anzubieten. Der Wandel verändert bereits, wie Börsen in Europa konkurrieren. Wie von crypto.news berichtet, haben Coinbase und OKX Schritte unternommen, um europäische Nutzer anzuziehen, während Binance sich darauf vorbereitet, mehrere EU-Dienstleistungen vor der Frist einzuschränken.
Das Update von Bybit unterscheidet sich von einem vollständigen Marktaustritt, da die Gruppe bereits über eine regulierte europäische Plattform verfügt. Die Änderung schränkt stattdessen den Zugang zu Bybit Global für EWR-Bewohner ein und lenkt die Aktivitäten auf ihre autorisierte europäische Struktur.