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EU-Parlament zielt auf DeFi und NFTs in der Nach-MiCA-Krypto-Offensive ab

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EU-Gesetzgeber genehmigen politische Position zur Krypto-Regulierung

Die EU-Gesetzgeber haben eine politische Position genehmigt, die eine Überprüfung fordert, ob dezentrale Finanzen (DeFi), Staking, Krypto-Kredite, -darlehen und nicht-fungible Token (NFTs) klarer unter das Regelwerk der Europäischen Union für Kryptowährungen nach der Einführung der Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) fallen sollten. Laut dem Europäischen Parlament haben die Mitglieder am Dienstag den Bericht mit dem Titel „Digitale Vermögenswerte – Herausforderungen für die Wettbewerbsfähigkeit und Integrität des Finanzsystems der Europäischen Union“ angenommen, der die offizielle Position des Parlaments zur nächsten Phase der Krypto-Regulierung darlegt.

Inhalt des Berichts

Das Papier ändert nicht die bestehenden Regelungen der MiCA und auferlegt den Krypto-Unternehmen keine neuen rechtlichen Verpflichtungen. Es fordert jedoch die Europäische Kommission auf, Bereiche zu prüfen, die außerhalb des bestehenden Rahmens liegen. Die Abstimmung fand nur wenige Tage nach dem Ende der Übergangsfrist von MiCA am 1. Juli statt, als Krypto-Vermögensdienstleister, die unter die Regulierung fallen, verpflichtet wurden, entweder eine EU-weite oder nationale Genehmigung zu erhalten, um weiterhin Kunden im gesamten Block bedienen zu können.

Mit MiCA, das nun in Kraft ist, hat das Parlament die Europäische Kommission gebeten zu bewerten, ob dezentrale Finanzen, Staking, Krypto-Kredite und -darlehen, NFTs sowie tokenisierte Finanzanlagen eine zusätzliche regulatorische Behandlung erfordern. Der Bericht fordert zudem eine konsistente Durchsetzung in den Mitgliedstaaten und warnt, dass unterschiedliche nationale Ansätze den Binnenmarkt der EU für digitale Vermögenswerte schwächen könnten.

Öffentliche Konsultation und Marktanalysen

Bereits Anfang dieses Jahres hatte die Europäische Kommission begonnen, mögliche Änderungen des Rahmens zu überprüfen. Im Mai eröffnete die Kommission eine öffentliche Konsultation, um Feedback darüber einzuholen, ob MiCA zusätzliche Krypto-Aktivitäten abdecken sollte und ob Einschränkungen für zinsbringende Stablecoins überdacht werden sollten.

Neben diesen Vorschlägen präsentiert der Bericht des Parlaments eine positive Sicht auf die Tokenisierung und euro-denominierte Stablecoins. Er erklärt, dass regulierte digitale Vermögenswerte die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Finanzmärkte stärken könnten, wenn die Regeln im gesamten Block konsistent angewendet werden. Jüngste Marktdaten haben auf eine wachsende Aktivität bei regulierten euro-gestützten Token hingewiesen.

Wie zuvor von crypto.news berichtet, stellte das Zahlungsunternehmen Decta fest, dass die kombinierte Marktkapitalisierung von acht MiCA-konformen Euro-Stablecoins in den 52 Wochen bis zum 28. Juni 2026 um 128 % gestiegen ist, von 295,6 Millionen USD auf 673,9 Millionen USD. Decta berichtete auch von einem Anstieg des kombinierten Handelsvolumens um 43,1 %, während die Anzahl der konformen Euro-Stablecoins mit aktiven Marktdaten von fünf auf acht wuchs. Laut Decta machten die Stablecoins EURC, EURCV und EURI den Großteil des Wachstums aus.

Auswirkungen auf die Branche

Das Ende der Übergangsfrist von MiCA hat auch Veränderungen in der Branche ausgelöst, da Unternehmen und Nutzer sich an das Lizenzierungssystem anpassen. Wie zuvor von crypto.news berichtet, veröffentlichte BNB Chain kürzlich eine Anleitung, die erklärt, wie Nutzer Vermögenswerte von zentralisierten Börsen in Selbstverwahrungs-Wallets übertragen und direkt mit dezentralen Anwendungen verbinden können. Der Leitfaden wurde veröffentlicht, während europäische Nutzer bewerten, ob ihre Börsen unter den Lizenzanforderungen für Krypto-Vermögensdienstleister gemäß MiCA weiterhin autorisiert sind.

Obwohl die jüngste Position des Parlaments das Gesetz nicht sofort ändert, gibt sie der Europäischen Kommission politischen Rückhalt, um weiterhin Teile des Krypto-Marktes zu prüfen, die außerhalb von MiCA liegen. Jede Erweiterung des Rahmens würde dennoch separate legislative Vorschläge erfordern, bevor neue Regeln in Kraft treten könnten.

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