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IWF warnt, dass lokale Stablecoins die Dollar-Adoption beschleunigen könnten

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Einführung in die Rolle von Stablecoins

Inländische Stablecoins, die darauf abzielen, die Rolle nationaler Währungen zu stärken, könnten einen unbeabsichtigten Effekt haben: Sie erleichtern es den Nutzern, in digitale Dollar zu wechseln. Der erste stellvertretende Geschäftsführer des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dan Katz, äußerte diese Bedenken am 7. August während einer Rede an der Universität von Kapstadt.

Regulatorische Überlegungen

Die Regulierungsbehörden wägen ab, wie Stablecoins Zahlungen und die Nachfrage nach Fremdwährungen in Schwellenländern umgestalten könnten. Katz erklärte, dass lokale Währungs- und Dollar-Stablecoins, die auf derselben Blockchain-Infrastruktur operieren, den Devisenwechsel erleichtern können. Nutzer könnten potenziell über dezentrale Börsen, Liquiditätspools oder Peer-to-Peer-Transaktionen zwischen ihnen wechseln, anstatt ausschließlich auf Banken und herkömmliche Währungsanbieter angewiesen zu sein.

„In diesem Umfeld könnten lokale Token sogar die Adoption von FX-Stablecoins beschleunigen“, sagte er.

Der IWF hat dieses Ergebnis jedoch nicht als sicher präsentiert. Katz wies darauf hin, dass lokale Stablecoins On-Chain-Tauschgeschäfte in Dollar ermöglichen, die traditionelle Kapitalverkehrskontrollen umgehen.

Marktanalyse und Trends

Die Einschätzung des IWF beginnt mit einem Stablecoin-Markt, der nach wie vor überwiegend an den US-Dollar gebunden ist. Katz berichtete, dass die Marktkapitalisierung von Stablecoins im vergangenen Jahr bei etwa 300 Milliarden Dollar geblieben ist, nachdem sie zwischen 2021 und 2025 fast verdreifacht wurde. Fast 99 % der Stablecoins sind in Dollar denominiert. Diese Dominanz verleiht Dollar-unterstützten Token eine stärkere Liquidität und breitere Akzeptanz über Börsen, Zahlungsplattformen und internationale Märkte hinweg.

Inländische Währungs-Stablecoins müssen selbst dann mit diesen bestehenden Netzwerkeffekten konkurrieren, wenn Regulierungsbehörden oder Unternehmen sie als Alternativen einführen. Südafrika bietet ein frühes Beispiel. Katz stellte fest, dass Dollar-Stablecoins bisher nur begrenzte Akzeptanz im Land gefunden haben, während in Rand denominierten Stablecoins sogar noch weniger Nachfrage verzeichnet wurde.

„Es ist zu früh, um feste Schlussfolgerungen darüber zu ziehen, ob dieses Muster bestehen bleibt.“

Risiken und Herausforderungen

Die Sorge des IWF konzentriert sich auf die Leichtigkeit, mit der zwischen Währungen gewechselt werden kann, sobald verschiedene Stablecoins eine Blockchain-Infrastruktur teilen. Ein Nutzer, der einen lokalen Währungstoken hält, muss möglicherweise nicht mehr eine Bank oder einen traditionellen Devisenanbieter aufsuchen, um ein in Dollar denominiertes Vermögen zu erhalten. Stattdessen können dezentrale Börsen und Liquiditätspools direkte Handelspaare zwischen inländischen und Dollar-Stablecoins bereitstellen.

Katz argumentierte, dass dies einige Devisenaktivitäten von Finanzinstituten abziehen könnte, die traditionell als regulatorische Kontrollpunkte fungieren. Das ist wichtig, weil Banken und Währungsanbieter verpflichtet sein können, Transaktionen zu melden, Devisenbeschränkungen durchzusetzen und Kapitalverkehrskontrollen anzuwenden. On-Chain-Transaktionen mit Selbstverwahrungs-Wallets können für die Behörden schwieriger zu überwachen sein.

Forschungsergebnisse und Schlussfolgerungen

Forschungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich haben ähnliche Fragen aufgeworfen. Eine Studie, die vier Dollar-Stablecoins und 27 Fiat-Währungen untersuchte, ergab, dass mehr als 70 % der kumulierten Nettozuflüsse in die Token aus Nicht-Dollar-Währungen stammten. Die Forscher fanden auch Zusammenhänge zwischen der Nachfrage nach Stablecoins, der Abwertung von Währungen und Preisunterschieden zwischen On-Chain- und traditionellen Devisenmärkten.

Katz betonte, dass Stablecoins nicht jedes Land auf die gleiche Weise beeinflussen werden. In Volkswirtschaften, in denen die Einwohner bereits erhebliche Beträge in Dollar halten, könnten Stablecoins hauptsächlich bestehende Fremdwährungsdepots oder Bargeld durch eine digitale Alternative ersetzen.

Politische Empfehlungen

Der IWF erklärte, dass Stablecoins einen zusätzlichen Zugang zu Fremdwährungen in Volkswirtschaften mit schwächeren makroökonomischen Rahmenbedingungen oder aufgestauter Nachfrage nach Dollar bieten könnten. In Zeiten der Währungsabwertung oder hohen Inflation könnte der einfachere Zugang zu digitalen Dollar daher die Nachfrage nach Fremdwährungsvermögen erhöhen.

Der IWF fordert nicht, dass Länder ein universelles Verbot für ausländische Stablecoins verhängen. Stattdessen sagte Katz, die Behörden sollten Richtlinien entsprechend den in jeder Volkswirtschaft vorhandenen Risiken anwenden. Eine Priorität ist es, Stablecoin-Onramps und -Offramps innerhalb regulatorischer Rahmenbedingungen zu bringen.

Der IWF möchte auch, dass der Fokus auf On-Chain-Austauschpunkten liegt. Wo inländische und Dollar-Stablecoins frei getauscht werden können, müssen die Regulierungsbehörden möglicherweise prüfen, ob die bestehenden Regeln für Devisen und Kapitalflüsse weiterhin wirksam sind.

Fazit

Für den Moment ist die Botschaft des IWF, dass inländische Stablecoins nicht automatisch als Schutzschild gegen die digitale Dollarifizierung betrachtet werden sollten. Wenn lokale Token den Umtausch erleichtern, könnten sie stattdessen eine weitere Brücke zu dollarunterstützten Vermögenswerten bieten.

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