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Japanische Krypto-Hebel: Warum Japan höhere Hebelgrenzen in Betracht zieht

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Japan lockert Krypto-Handelsregeln

Japan hat sich dem Abbau seiner Regeln für den Handel mit Krypto-Hebeln angenähert, nachdem ein hochrangiger Gesetzgeber der Regierungspartei erklärte, dass die derzeitige Obergrenze von 2x zu restriktiv für die Marktliquidität und die Preisfindung sei.

Laut Nikkei sagte Seiji Kihara, der das Projektteam für Künstliche Intelligenz und On-Chain-Finanzierung der Liberaldemokratischen Partei leitet, während einer Finanzkonferenz in Tokio am 14. Juli, dass die bestehende Hebelgrenze für den Krypto-Handel die Marktaktivität einschränkt und im Rahmen der laufenden Reformen für digitale Vermögenswerte gelockert werden sollte.

Kihara erklärte auf der Veranstaltung, dass die bestehende Hebelobergrenze von zwei Mal „zu streng“ sei und argumentierte, dass ein gesunder Markt ausreichend Liquidität und einen effektiven Preisfindungsmechanismus benötige. Er betonte, dass die Lockerung der Einschränkung ein natürlicher Schritt sei, wenn Japan seinen Krypto-Markt stärken wolle.

Seine Kommentare fügen ein weiteres Puzzlestück zu Japans umfassenderer regulatorischer Überarbeitung hinzu, die in den letzten Monaten an Fahrt gewonnen hat, während die Gesetzgeber die Krypto-Regulierung näher an die traditionellen Finanzmärkte des Landes bringen.

Politische Änderungen und Marktintegration

Kiharas Projektteam arbeitet an politischen Änderungen, die die bestehenden Vorschriften für den Handel mit Kryptowährungen anpassen würden. Laut Nikkei soll der Vorschlag dazu dienen, mehr Kapital in den inländischen Krypto-Markt Japans zurückzubringen, indem die Handelsaktivität und Liquidität verbessert werden.

Der Handel mit Hebeln ermöglicht es Investoren, Mittel gegen Sicherheiten, die in ihren Handelskonten hinterlegt sind, zu leihen, wodurch sie Positionen kontrollieren können, die größer sind als das Kapital, das sie ursprünglich einsetzen. Japan begrenzt derzeit den Hebel auf das Zweifache des Wertes der hinterlegten Margin, eine der strengsten Obergrenzen unter den großen Krypto-Märkten.

Kihara argumentierte während der Konferenz, dass aktive Märkte auf ausreichender Liquidität und effizienter Preisfindung beruhen und fügte hinzu, dass die Lockerung der Hebelbeschränkungen diese Funktionen unterstützen würde.

Die Kommentare kommen auch, während die politischen Entscheidungsträger weiterhin diskutieren, wie digitale Vermögenswerte in das breitere Finanzsystem Japans integriert werden sollten, anstatt unter einem ursprünglich für Zahlungsdienste konzipierten Rahmen zu bleiben.

Änderungen im Finanzrecht

Die Diskussion über Hebel folgt bedeutenden legislativen Änderungen, die Anfang dieses Monats genehmigt wurden. Japan hat Änderungen des Gesetzes über Finanzinstrumente und Börsen verabschiedet, die Kryptowährungen als Finanzprodukte umklassifizieren, anstatt sie hauptsächlich als Zahlungsmittel gemäß dem Gesetz über Zahlungsdienste zu behandeln.

Die Gesetzgebung führt Regeln für Insiderhandel bei Krypto-Transaktionen ein, verlangt jährliche Offenlegungen von Emittenten bestimmter Krypto-Vermögenswerte und erhöht die Strafen für Unternehmen, die ohne Registrierung tätig sind. Laut CoinPost wird die maximale Haftstrafe für den Betrieb eines nicht registrierten Krypto-Geschäfts von drei Jahren auf zehn Jahre erhöht, während die maximale Geldstrafe von 3 Millionen Yen auf 10 Millionen Yen steigt.

Das geänderte Gesetz schafft auch die rechtliche Grundlage für eine separate Besteuerung von Krypto-Gewinnen zu einem effektiven Satz von etwa 20 %, zusammen mit einem Verlustvortrag von drei Jahren. Diese Steueränderungen sollen im Januar 2028 in Kraft treten, da die Durchsetzung im Haushaltsjahr 2027 geplant ist.

Ausblick auf Krypto-ETFs

Obwohl Kabinettsverordnungen und Aufsichtsrichtlinien noch erforderlich sind, bevor der neue Rahmen vollständig umgesetzt wird, hat die Gesetzgebung die rechtliche Grundlage für mehrere zusätzliche Markt-Reformen gelegt. Dieselben legislativen Änderungen haben auch Japans Pläne für inländische Krypto-Exchange-Traded Funds vorangetrieben.

Frühere Berichte haben gezeigt, dass SBI Securities, Rakuten Securities, Nomura, Daiwa, Asset Management One und Unternehmen, die mit SMBC verbunden sind, Krypto-Investitionsprodukte untersuchen, die auf den Markt kommen könnten, nachdem die Regulierungsbehörden den Rahmen abgeschlossen haben.

Hiroki Yamamichi, CEO der Japan Exchange Group, sagte zuvor, dass ein Krypto-ETF eingeführt werden könnte, sobald der rechtliche Rahmen und die steuerliche Behandlung abgeschlossen sind.

Die Hebeldiskussion passt auch in Japans breitere Bemühungen, seinen Sektor für digitale Vermögenswerte parallel zu Startup- und Technologiepolitiken zu entwickeln. Premierministerin Sanae Takaichi betonte, dass Web3 Teil der nationalen Innovationsstrategie Japans sei und nicht als eigenständige Krypto-Initiative diene.

Wenn die Hebelgrenzen schließlich überarbeitet werden, würde die Änderung eine weitere regulatorische Anpassung neben der neuen Klassifizierung von Finanzprodukten für Krypto-Vermögenswerte, den vorgeschlagenen Steuerreformen und den laufenden Arbeiten zur Schaffung eines inländischen Bitcoin ETF-Rahmens hinzufügen.

Für den Moment jedoch berichtete Nikkei, dass Kiharas Projektteam weiterhin darauf fokussiert ist, politische Änderungen vorzubereiten, die darauf abzielen, die Marktliquidität zu verbessern und die Handelsaktivität mit Kryptowährungen nach Japan zurückzuziehen, ohne bekannt zu geben, wann diese Vorschläge umgesetzt werden könnten.

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