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Kanadas OSFI erklärt, dass tokenisierte Einlagen rechtlich identisch mit Bankeinlagen sind

vor 4 Stunden
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Einführung in die Regulierung tokenisierter Einlagen

Der kanadische Bankenregulator hat klargestellt, dass tokenisierte Einlagen rechtlich nicht von traditionellen Einlagen zu unterscheiden sind. Dies eröffnet den bundesrechtlich regulierten Finanzinstituten einen klareren Weg, Einlagenprodukte unter Verwendung von Blockchain und anderer digitaler Technologien zu entwickeln.

Erklärung des Office of the Superintendent of Financial Institutions (OSFI)

Das Office of the Superintendent of Financial Institutions (OSFI) erklärte, dass Finanzinstitute und deren Drittanbieter neue Finanzprodukte entwickeln können, während sich die digitale Finanzwelt weiterentwickelt, einschließlich tokenisierter und anderer digital dargestellter Einlagen. OSFI betonte, dass die neueste Erklärung dazu dient, zu klären, wie die bestehenden Gesetze für Bundesfinanzinstitute gelten, wenn Banken neue Technologien nutzen, um solche Produkte anzubieten.

„Tokenisierte Einlagen sind beispielsweise rechtlich nicht von traditionellen Einlagen zu unterscheiden“, sagte der Regulator.

Diese Position bedeutet, dass eine Einlage nicht zu einem separaten Typ von Finanzprodukt wird, nur weil sie digital dargestellt wird oder Blockchain-Infrastruktur verwendet. Die Institution, die das Produkt anbietet, bleibt verantwortlich dafür, die Gesetze und regulatorischen Anforderungen zu erfüllen, die für die zugrunde liegende Banktätigkeit gelten.

Technologie-Neutralität und regulatorische Anforderungen

Die Klarstellung von OSFI legt den rechtlichen Fokus auf den zugrunde liegenden finanziellen Anspruch und lässt Banken die Freiheit, verschiedene technische Systeme zu nutzen, solange das Produkt innerhalb ihrer erlaubten Aktivitäten bleibt. Finanzinstitute müssen sicherstellen, dass Produkte, die mit neuer Technologie entwickelt werden, den geltenden Gesetzen und Vorschriften entsprechen, auch wenn externe Unternehmen Teile des Dienstes in ihrem Auftrag erbringen.

OSFI wies die Banken speziell auf seine B-13-Richtlinie zum Technologie- und Cyberrisikomanagement sowie die B-10-Richtlinie für das Risikomanagement von Drittanbietern hin. Banken, die neuartige Produkte oder Dienstleistungen in Betracht ziehen, werden aufgefordert, ihre Hauptaufsichtsbehörden vor der Einführung zu kontaktieren. Der Regulator ermutigte die Institutionen, wo angebracht, rechtlichen Rat einzuholen.

Internationale Entwicklungen und Experimente

Banken außerhalb Kanadas haben im Jahr 2026 über frühe Experimente mit tokenisierten Einlagen hinaus Fortschritte gemacht, wobei mehrere Projekte testen, wie bestehendes Geld von Geschäftsbanken durch Blockchain-Infrastruktur bewegt werden kann. Im Juli startete Swift ein Blockchain-Ledger mit 17 Banken auf sechs Kontinenten, die sich darauf vorbereiteten, tokenisierte Einlagenzahlungen für rund um die Uhr grenzüberschreitende Abwicklungen zu testen.

Zu den teilnehmenden Institutionen gehörten HSBC, Citi, BNP Paribas, UBS, Standard Chartered, ANZ und DBS. Das System wurde über neun Monate entwickelt und sollte Zahlungen koordinieren, die bankausgegebene digitale Einlagen betreffen, während die Compliance-, Risiko- und Kontrollprozesse der Finanzinstitute beibehalten werden.

Diese Arbeit ging im August in eine Live-Transaktion über, als HSBC und Standard Chartered ihre unabhängig betriebenen tokenisierten Einlagenplattformen über Swifts gemeinsames Ledger verbanden. Die Transaktion erforderte nicht, dass beide Banken Einlagen auf derselben Tokenisierungsplattform ausgeben.

Weitere Entwicklungen im Bereich tokenisierter Einlagen

Im Juni enthüllten Custodia Bank und Vantage Bank einen dualen Token, der als Bankeinlage innerhalb ihres Hazel-Banking-Netzwerks fungieren und beim Transfer außerhalb des Konsortiums zu einem Stablecoin werden sollte. Ein weiteres Modell konzentrierte sich darauf, Geschäftsbankgeld über öffentliche Blockchain-Netzwerke zu bewegen.

Kanadas Behandlung von tokenisierten Einlagen entwickelt sich parallel zu einem separaten regulatorischen Prozess für fiat-gestützte Stablecoins. Der Gouverneur der Bank von Kanada, Tiff Macklem, sagte im Dezember 2025, dass Stablecoins eins zu eins an die Währung der Zentralbank gebunden und durch liquide Staatsvermögen gedeckt sein sollten.

Schlussfolgerung

Die neueste Erklärung von OSFI bezieht sich speziell auf Einlagen, die von bundesrechtlich regulierten Finanzinstituten angeboten werden. Banken, die neuartige Produkte entwickeln, werden weiterhin erwartet, ihre Hauptaufsichtsbehörden vor der Einführung zu konsultieren und die bestehenden Anforderungen von OSFI in Bezug auf Technologie-, Cyber- und Drittanbieterrisiken einzuhalten.

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