Crypto Prices

Kannst du Satoshis privaten Bitcoin-Schlüssel erraten? Die Realität hinter der viralen Debatte über die 70 Milliarden Dollar Wallet

vor 10 Stunden
1 minuten gelesen
3 ansichten

Das Vermögen von Satoshi Nakamoto

Das Vermögen des Bitcoin-Schöpfers Satoshi Nakamoto ist erneut in den Fokus der globalen Krypto-Community gerückt. Eine virale Behauptung, dass dieses Vermögen durch das zufällige Erraten eines privaten Schlüssels beschlagnahmt werden könnte, hat eine neue Welle von Diskussionen auf X ausgelöst. Laut Arkham Intelligence halten die Wallets des Entwicklers 1,096 Millionen BTC, die zum aktuellen Preis von 64.245 Dollar etwa 70,43 Milliarden Dollar wert sind.

Die Debatte über die Sicherheit

Die Debatte entstand aus der Beobachtung, dass die hypothetische Möglichkeit, 70 Milliarden Dollar einfach durch das Erraten von 24 Wörtern hintereinander zu erhalten, „wie eine verrückte“ Gelegenheit erscheint. Technische Experten wiesen diese Behauptung jedoch schnell zurück. Laut Forschern würde selbst mit einer Rechenleistung, die in der Lage ist, eine Billion Kombinationen pro Sekunde zu generieren, das Finden einer spezifischen 24-Wort-Seed-Phrase mit einer 50-prozentigen Erfolgswahrscheinlichkeit etwa 1,8 Oktodezillionen Jahre dauern. Diese Zahl übersteigt bei weitem das Alter des Universums, das auf etwa 13,8 Milliarden Jahre geschätzt wird, was den mathematischen Schutz des Netzwerks effektiv absolut macht.

Missverständnisse über den Zugang zu Satoshis Vermögen

Es gibt jedoch auch ein grundlegendes technisches Missverständnis in der allgemeinen Öffentlichkeit: Satoshis Vermögen kann nicht mit einer einzigen Seed-Phrase zugegriffen werden. Der moderne BIP-39-Mnemonik-Standard wurde lange nach dem Rückzug des Bitcoin-Schöpfers aus dem Projekt entwickelt. In den Jahren 2009–2010 wurden Schlüssel anders generiert, und Nakamotos Münzen wurden auf mehr als 22.000 unabhängige alte P2PK- oder Pay-to-Public-Key-Adressen verteilt. Ein potenzieller Angreifer müsste daher Tausende von Wallets einzeln kompromittieren.

Marktbewegungen und sichere Selbstverwahrung

Angesichts der Tatsache, dass diese Vermögenswerte seit mehr als 15 Jahren unberührt geblieben sind, könnte selbst die kleinste Bewegung einen tektonischen Wandel auf dem Markt auslösen. Inmitten der Debatte über die kryptografische Sicherheit des Netzwerks brachten Softwareentwickler und Branchenveteranen auch das Thema sichere Selbstverwahrung zur Sprache. Adam Back, der Erfinder des Hashcash-Systems, beteiligte sich an der Diskussion. Laut Back integrieren Hardware-Wallet-Hersteller die Unterstützung für Tausende von Altcoins im Streben nach Marketingtrends, obwohl die meisten dieser Vermögenswerte nicht über die fortschrittlichen Sicherheitsmechanismen von Bitcoin verfügen, wie z.B. Multisignatur-Schemata und Schnorr-Signaturen. Dies zwingt Entwickler dazu, Architekturen um den „geringsten gemeinsamen Nenner“ zu bauen. Back betonte, dass das minimalistische und isolierte Design von Bitcoin-only Geräten solche Schwachstellen beseitigt und einen speziellen Schutz für das Bitcoin-Protokoll bietet, ohne die Benutzer technologischen Risiken Dritter auszusetzen.

Beliebt