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Kraken reicht geheime US-IPO-Anmeldung mit neuer Bewertung von 13,3 Milliarden Dollar ein

vor 4 Stunden
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Kraken plant US-Börsengang

Kraken hat vertraulich einen Antrag auf einen US-Börsengang eingereicht, wie Co-CEO Arjun Sethi erklärte. Dies markiert einen neuen Schritt in den Plänen der Krypto-Börse für den öffentlichen Markt. Sethi bestätigte die Einreichung am Dienstag während seiner Bemerkungen, die von der Semafor World Economy-Konferenz in Washington, D.C. berichtet wurden. Die Erklärung bestätigte auch frühere Berichte, dass das Unternehmen sich auf eine Notierung in den Vereinigten Staaten vorbereitet hatte.

Marktbedingungen und IPO-Pläne

Die Einreichung erfolgt nach einer Phase sich ändernder Marktbedingungen für digitale Vermögenswerte. Kraken hatte seine IPO-Pläne weniger als einen Monat zuvor während einer schwächeren Phase des Kryptomarktes pausiert, als Bitcoin weit unter seinem vorherigen Höchststand gehandelt wurde. Der erneute Schritt des Unternehmens in Richtung einer Notierung folgt auf eine Erholung der Krypto-Preise, wobei Bitcoin am Dienstag auf etwa 76.000 Dollar gestiegen ist.

Kraken ist eine der größten Kryptowährungsbörsen auf dem globalen Markt und hat seine Rolle im Handel für Privat- und institutionelle Nutzer weiter ausgebaut. Während seiner Bemerkungen sagte Sethi, dass das Unternehmen darauf abzielt, fortgeschrittene Handelsstrategien für Privatanleger zugänglicher zu machen.

Investition der Deutschen Börse

Die IPO-Anmeldung wurde am selben Tag bekannt gegeben, an dem die Deutsche Börse Group eine geplante Investition in Krakeens Muttergesellschaft, Payward Inc., ankündigte. Die Deutsche Börse gab bekannt, dass sie 200 Millionen Dollar durch eine sekundäre Transaktion mit bestehenden Aktien investieren würde. Der Kauf würde dem Börsenbetreiber eine vollständig verwässerte Beteiligung von 1,5 % an dem Unternehmen einräumen, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden und der erwarteten Abschlussbedingungen im zweiten Quartal.

Basierend auf den Bedingungen platziert die Transaktion die Bewertung von Kraken bei etwa 13,3 Milliarden Dollar. Diese Zahl ist niedriger als die Bewertung von 20 Milliarden Dollar, die der 800 Millionen Dollar schweren Kapitalerhöhung des Unternehmens im November zugeordnet wurde. Der Unterschied zeigt einen Rückgang von mehr als 6 Milliarden Dollar im Vergleich zum früheren Niveau, selbst während Kraken die Vorbereitungen für eine öffentliche Notierung wieder aufnimmt.

Erholung der Krypto-Preise

Der jüngste Schritt von Kraken erfolgt, während die Preise für digitale Vermögenswerte wieder an Stärke gewonnen haben. Bitcoin ist in den letzten Wochen gestiegen und wird für April mit einem Anstieg von etwa 9 % berichtet. Die Veränderung der Marktbedingungen hat Diskussionen über öffentliche Notierungen, Fundraising und strategische Investitionen im gesamten Krypto-Sektor wieder eröffnet, nachdem mehrere Unternehmen ihre Expansionspläne verlangsamt hatten.

Partnerschaft mit der Deutschen Börse

Die Deutsche Börse und Kraken hatten bereits vor der neuesten Investition eine Beziehung aufgebaut. Im Dezember kündigten die beiden Unternehmen eine Partnerschaft an, die darauf abzielte, traditionelle Finanzmärkte und digitale Vermögensinfrastruktur zu verbinden, mit einem Fokus auf die institutionelle Krypto-Adoption in Europa. Der neue Anteil erweitert diese Verbindung, während Kraken mit seinen Plänen für den öffentlichen Markt voranschreitet.

Erpressungsforderung und Sicherheitslage

Unabhängig von den Entwicklungen rund um das IPO und die Bewertung gab Kraken auch bekannt, dass es eine Erpressungsforderung im Zusammenhang mit Kundendaten erhalten hatte. Das Unternehmen erklärte, dass Kriminelle drohten, Informationen zu veröffentlichen, nachdem zwei Sicherheitsverletzungen eine eingeschränkte Einsichtnahme in eine kleine Anzahl von Kundenkonten ermöglicht hatten. Kraken gab an, dass die Anzahl der Konten, die möglicherweise eingesehen werden konnten, insgesamt etwa 2.000 betrug, was etwa 0,02 % seiner Kundenbasis entspricht.

Die Börse erklärte, dass ihr System nicht kompromittiert war und dass die Kundengelder niemals in Gefahr waren. Kraken erklärte auch, dass es keine Gebühren an die Hintermänner der Forderung zahlen und nicht mit Kriminellen verhandeln würde. Das Unternehmen stellte das Problem als eine begrenzte Datenexposition dar, anstatt als einen umfassenderen Systemausfall vor dem IPO.

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