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Krypto-Börsen in Brasilien stehen vor strengen Prüfungen durch die Zentralbank

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Neue Prüfanforderungen für Krypto-Dienstleister in Brasilien

Die Zentralbank Brasiliens hat verpflichtende unabhängige Prüfungen in den Genehmigungsprozess für Krypto-Dienstleister im Land aufgenommen. Laut den veröffentlichten Regeln müssen Krypto-Unternehmen, die eine Genehmigung beantragen oder eine bestehende Lizenz erneuern, einen Bericht eines unabhängigen Prüfers als Teil ihrer regulatorischen Einreichung vorlegen. Die Prüfungen müssen von Fachleuten durchgeführt werden, die bei der brasilianischen Wertpapieraufsichtsbehörde, der Comissão de Valores Mobiliários, registriert sind.

Überprüfung der Compliance-Systeme

Unter der neuen Anforderung werden Prüfer überprüfen, ob Krypto-Dienstleister über wesentliche Compliance-Systeme verfügen, bevor die Zentralbank die Genehmigung erteilt. Der Bericht besagt, dass diese Überprüfungen die Kontrollen zur Bekämpfung von Geldwäsche, Verfahren zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung, die Trennung von Kundenvermögen, das interne Risikomanagement und Programme zur Mitarbeiter-Compliance abdecken werden. Unternehmen, die diese Überprüfungen nicht bestehen, könnten Schwierigkeiten haben, die Genehmigung zum Betrieb zu erhalten.

Auswirkungen auf bestehende Krypto-Plattformen

Für Krypto-Plattformen, die bereits in Brasilien aktiv sind, bedeutet die zusätzliche Überprüfung, dass die Lizenzierung nun von einer externen Überprüfung der internen Kontrollen abhängt und nicht nur von Dokumenten, die direkt bei der Aufsichtsbehörde eingereicht werden. Die Zentralbank hat die erwarteten Prüfkosten nicht veröffentlicht. Compliance-Experten, die im Bericht zitiert werden, schätzen, dass unabhängige Überprüfungen Zehntausende von Dollar kosten können, während größere Prüfungen in die Hunderttausende gehen könnten, abhängig von Transaktionsvolumen, Verwahrungsvereinbarungen und Unternehmensgröße.

Herausforderungen für kleinere Unternehmen

Große Börsen könnten in der Lage sein, die neuen Kosten zu absorbieren, jedoch könnten kleinere Krypto-Plattformen und Startups vor größeren Herausforderungen stehen. Diese zusätzlichen Ausgaben kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Brasilien ein anspruchsvolleres Regelwerk für Unternehmen im Bereich virtueller Vermögenswerte aufbaut. 2022 genehmigte Brasilien seinen ersten rechtlichen Rahmen für virtuelle Vermögenswerte. Ein Jahr später ernannte die Bundesregierung die Zentralbank zum Hauptregulator für Krypto-Dienstleister und gab der Institution eine zentrale Rolle bei der Lizenzierung und Aufsicht.

Erweiterung des regulatorischen Rahmens

2025 fügten die Aufsichtsbehörden Lizenzierungsregeln hinzu, die Verwahrungsstandards, Kontrollen zur Bekämpfung von Geldwäsche, Aufsicht über Stablecoins und Verpflichtungen zur Unternehmensführung abdeckten. Die Behörde gab bestehenden Anbietern auch bis Oktober 2026 Zeit, um sich an den neuen Rahmen anzupassen.

Komplexität des regulatorischen Umfelds

Die neueste Prüfregel fügt eine weitere Ebene zu einem bereits komplexen Rahmen hinzu, der Lizenzierung, Verwahrung, Einhaltung der Travel Rule, Aufsicht über Stablecoins und Überwachung selbst gehosteter Wallets umfasst. Trotz der zusätzlichen Regeln bleibt Brasilien für globale Krypto-Börsen ein wichtiger Markt. Ein im Bericht zitiertes Dokument von Chainalysis besagt, dass Brasilien 2024 und 2025 etwa 318 Milliarden Dollar an Krypto-Transaktionen verarbeitet hat, was das Land zu einem der bedeutendsten Märkte für digitale Vermögenswerte weltweit macht.

Marktsituation und Bitcoin-Preisentwicklung

Die Regeländerung tritt in einer schwächeren Phase des globalen Krypto-Marktes in Kraft. Der Bericht erwähnt, dass Bitcoin in sieben Tagen um mehr als 10 % gefallen ist und zum Zeitpunkt der Presseberichterstattung bei 68.960 Dollar gehandelt wurde.

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