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Malaysia verhaftet zwei Männer wegen illegaler Bitcoin-Mining-Operation und beschlagnahmt 73 Geräte

vor 8 Stunden
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Illegale Bitcoin-Mining-Operation in Malaysia

Die malaysische Polizei hat eine illegale Bitcoin-Mining-Operation zerschlagen und zwei Männer verhaftet, nachdem 73 Mining-Maschinen beschlagnahmt wurden, die laut Ermittlern mit gestohlener Elektrizität betrieben wurden.

Details der Razzia

Laut einer Erklärung des Polizeichefs des Bezirks Batu Gajah, Assistant Commissioner Md Noor Aehawan Mohammad, führten die Beamten am Dienstagabend koordinierte Razzien in drei Immobilien in Tronoh im Rahmen von „Op Elektrik“ durch und deckten dabei illegale Bitcoin-Mining-Aktivitäten auf, die durch unautorisierte Stromanschlüsse unterstützt wurden.

Die Operation begann gegen 21:02 Uhr und umfasste Personal der Kriminalpolizei des Bezirks sowie die Technische Einheit des malaysischen Stromanbieters Tenaga Nasional Berhad (TNB), auch bekannt als das SEAL-Team. Die Polizei nahm zwei lokale Männer im Alter von 40 und 52 Jahren fest, um bei den Ermittlungen zu helfen.

Festnahmen und Beschlagnahmungen

Neben den Festnahmen beschlagnahmten die Beamten 73 Bitcoin-Mining-Maschinen und zusätzliches Equipment, von dem angenommen wird, dass es zur Betreibung des Mining-Netzwerks verwendet wurde. Bei den Inspektionen während der Operation stellte die Polizei fest, dass jede der drei Immobilien für das Bitcoin-Mining genutzt wurde.

Technische Untersuchungen, die später von TNB durchgeführt wurden, bestätigten den Stromdiebstahl in zwei verlassenen Häusern, während die dritte Immobilie ein unbewohntes Haus war. Md Noor Aehawan erklärte, die Ermittler hätten Beweise gefunden, dass die Mining-Ausrüstung über illegale Stromleitungen und nicht über legale, gemessene Anschlüsse verbunden war.

Rechtliche Maßnahmen und öffentliche Aufklärung

Beide Verdächtigen wurden für drei Tage in Gewahrsam genommen, beginnend am Mittwoch und endend am Freitag, um weitere Ermittlungen zu erleichtern. Die Behörden untersuchen den Fall gemäß Abschnitt 427 des malaysischen Strafgesetzbuchs wegen Begehung von Unfug, einschließlich Stromdiebstahl, sowie gemäß Abschnitt 37(1) des Electricity Supply Act 1990, der Eingriffe in elektrische Anlagen regelt.

Die Polizei forderte auch die Anwohner auf, verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit Stromdiebstahl oder unautorisiertem Kryptowährungs-Mining zu melden. Mitglieder der Öffentlichkeit mit relevanten Informationen wurden gebeten, das Einsatzzimmer der Polizei im Bezirk Batu Gajah oder die nächstgelegene Polizeistation zu kontaktieren.

Frühere Razzien und internationale Maßnahmen

Diese Durchsetzungsmaßnahme folgt mehreren ähnlichen Razzien, die im vergangenen Jahr in ganz Malaysia durchgeführt wurden, während die Behörden weiterhin Kryptowährungs-Mining-Operationen ins Visier nehmen, die Stromzähler umgehen. Im Mai zerschlugen die Polizei von Terengganu ein weiteres verdächtiges Bitcoin-Mining-Syndikat während von „Op Letrik“, nachdem sie Immobilien in den Bezirken Hulu Terengganu und Marang durchsucht hatten.

In Zusammenarbeit mit der SEAL-Einheit von TNB beschlagnahmten die Beamten 45 illegale Bitcoin-Mining-Maschinen aus zwei Immobilien, darunter eine Wohnimmobilie in Bukit Perpat und ein Gewerbegebäude in Wakaf Tapai. Zu diesem Zeitpunkt erklärte der Polizeichef von Terengganu, Datuk Mohd Khairi Khairuddin, dass die Ermittler glaubten, die Immobilien seien so modifiziert worden, dass sie die Stromzähler umgehen, was zu geschätzten monatlichen Verlusten von etwa RM36.000 für TNB führte.

Die Behörden beschlagnahmten auch miningbezogene Ausrüstung im Wert von etwa RM225.000, obwohl in dieser Operation keine Festnahmen bekannt gegeben wurden. Die Ermittlungen in Terengganu wurden gemäß den Abschnitten 379 und 427 des Strafgesetzbuchs sowie gemäß Abschnitt 37 des Electricity Supply Act 1990 fortgesetzt.

Finanzielle Auswirkungen und internationale Reaktionen

Eine weitere illegale Mining-Operation kam im Februar ans Licht, nachdem Feuerwehrleute auf Berichte über eine Explosion und Rauch in einem Haus in Kuala Lumpur reagierten. Die Behörden entdeckten später modifizierte elektrische Verkabelungen, die einen Brand verursacht hatten, bevor sie mehrere Bitcoin-Mining-Rigs im Inneren der Immobilie aufdeckten. Die Ermittler bestätigten auch, dass die Operation Strom über unautorisierte Anschlüsse bezogen hatte, was eine separate Untersuchung nach sich zog.

Der nationale Stromanbieter Malaysias hat wiederholt vor den finanziellen Auswirkungen des Stromdiebstahls im Zusammenhang mit Kryptowährungs-Mining gewarnt. TNB berichtete 2024, dass illegales Bitcoin-Mining Verluste von über 440 Millionen malaysischen Ringgit, oder etwa 101 Millionen Dollar, aufgrund von gestohlener Elektrizität verursacht hatte. Das Versorgungsunternehmen schätzte auch, dass der Stromdiebstahl im Zusammenhang mit illegalem Kryptowährungs-Mining zwischen 2018 und 2023 zu Verlusten von etwa 755 Millionen Dollar führte, was die anhaltende Herausforderung durch unautorisierte Mining-Operationen im ganzen Land verdeutlicht.

Außerhalb Malaysias haben Regierungen ähnliche Maßnahmen gegen illegales Kryptowährungs-Mining ergriffen, bei dem die unautorisierte Nutzung von Elektrizität die nationalen Stromsysteme belastet hat. Der Iran hat wiederholt Razzien gegen illegale Mining-Operationen durchgeführt, während Venezuela ein Verbot des Krypto-Minings eingeführt hat, um sein Stromnetz vor übermäßiger Energienachfrage zu schützen.

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