Aktien von MARA Holdings fallen
Die Aktien von MARA Holdings sind gefallen, nachdem der Bitcoin-Miner schwächere Ergebnisse im ersten Quartal und einen erheblichen Verlust gemeldet hat. Der Umsatz für das am 31. März endende Quartal sank im Vergleich zum Vorjahr um 18 % auf 174,6 Millionen Dollar, nach 213,9 Millionen Dollar im ersten Quartal 2025. Wall Street hatte mit einem Umsatz von etwa 192,7 Millionen Dollar gerechnet. Die Aktie schloss am Montag mit einem Plus von 3,48 % bei 13,39 Dollar, fiel jedoch nachbörslich um 3,44 % auf 12,93 Dollar. Diese Bewegung machte den Tagesgewinn zunichte und lenkte den Fokus erneut auf die Kostenstruktur von MARA, die Bitcoin-Exposition und die Bemühungen, Einnahmen aus AI-verbundenen Rechenzentren zu generieren.
Finanzielle Ergebnisse und Verluste
MARA meldete einen Nettoverlust von 1,3 Milliarden Dollar oder 3,31 Dollar pro verwässerter Aktie, verglichen mit einem Verlust von 533,4 Millionen Dollar oder 1,55 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Das Unternehmen gab an, dass das Quartal einen Verlust von 1,0 Milliarden Dollar beinhaltete, der mit dem fairen Wert digitaler Vermögenswerte verbunden war. Der Bitcoin-Preis fiel von 31. Dezember 2025 bis 31. März 2026 um 22 %, was den Wert von MARAs Beständen erheblich beeinträchtigte. Auch die Produktion ging im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Das Unternehmen förderte im ersten Quartal 2026 2.247 BTC, verglichen mit 2.286 BTC im ersten Quartal 2025. Die Energiekosten blieben ebenfalls hoch. MARA gab an, dass die Kosten für gekaufte Energie 44,7 Millionen Dollar erreichten, nach 43,5 Millionen Dollar im Vorjahr. Die Kosten pro Bitcoin an eigenen und betriebenen Standorten stiegen auf 40.047 Dollar, hauptsächlich aufgrund höherer Netzschwierigkeiten und wetterbedingter Ereignisse.
Strategische Ausrichtung und AI-Investitionen
MARA erklärte, dass das Bitcoin-Mining weiterhin zentral für sein Geschäft sei, auch wenn das Unternehmen eine breitere digitale Infrastrukturplattform aufbaut. Das Unternehmen betonte:
„Bitcoin-Mining ist kein Erbe, von dem wir uns entfernen. Es ist die operative Grundlage, auf der wir aufbauen.“
Im Quartal erwarb der Miner 2,4 EH an gebrauchten Next-Generation-ASIC-Maschinen, um die Effizienz seiner Flotte zu verbessern. MARA erklärte jedoch, dass es nicht plane, großangelegte ASIC-Käufe zu verfolgen, und nannte seinen zukünftigen Ansatz selektiv und an klare Renditen gebunden.
Personalabbau und zukünftige Pläne
Zudem reduzierte MARA im Quartal seine Belegschaft um 15 %. Das Unternehmen gab an, dass dieser Schritt jährliche Einsparungen von etwa 12 Millionen Dollar bringen sollte, während es sein Team für AI- und digitale Infrastrukturarbeiten umgestaltet. MARA drängt weiterhin in den Bereich AI und Hochleistungsrechnen durch Energieanlagen und Standortumwandlungen. Die Partnerschaft mit Starwood bewegt sich von der Ankündigung in die aktive Entwicklung, wobei etwa 90 % der nicht gehosteten Kapazität auf die Umwandlung in digitale Infrastruktur überprüft werden. Das Unternehmen erwirbt auch Long Ridge Energy & Power, einen Standort, von dem es sagt, dass er im Laufe der Zeit 600 Brutto-Megawatt für AI und kritische IT-Lasten unterstützen könnte. Das Asset umfasst mit Strom versorgtes Land, Erzeugung und Netzverbindungen rund um den bestehenden Bergbaubetrieb Hannibal.
Marktentwicklung und Ausblick
Ein separater Bericht zeigt, dass auch andere Miner, darunter Core Scientific, ihre Mining-Kapazitäten in Richtung AI-Rechenzentren verlagern, während der Sektor stabilere Einnahmequellen sucht. Für MARA liegt der kurzfristige Fokus nun auf der Nachfrage der Mieter, vertraglich vereinbarter Energie und dem Nachweis, dass der Ausbau seiner AI die Abhängigkeit von Bitcoin-Zyklen verringern kann.