Debatte über Regulierung von Krypto-Unternehmen
Peter Schiff wehrte sich gegen den Aufruf von Jamie Dimon, dem CEO von JPMorgan Chase, nach bankähnlichen Regeln für Krypto-Unternehmen, die Ertragsprodukte anbieten. Die Debatte dreht sich um die Frage, ob Stablecoin-Emittenten, die typischerweise Token mit Reserven absichern, wie bundesversicherte Banken reguliert werden sollten, die Einlagen zur Kreditvergabe nutzen.
Schiffs Argumente gegen Dimon
Der Ökonom und Goldbefürworter Peter Schiff stellte sich gegen Dimons Bestrebungen, Krypto-Unternehmen mit zinstragenden Produkten wie Banken zu regulieren. Schiff argumentierte, dass sich Stablecoin-Emittenten grundlegend von bundesversicherten Kreditgebern unterscheiden. Er verwandelte seinen Beitrag in eine pointierte Antwort in der Debatte über Erträge, Reserven und finanzielle Konkurrenz. Schiffs Kommentar folgte auf Dimons Kritik an Coinbase und dessen CEO Brian Armstrong, dessen Unternehmen die Gesetzgebung zur Marktstruktur von Krypto unterstützt.
Regulatorische Gleichheit und Unterschiede
Der Streit dreht sich nun darum, ob digitale Vermögenswerte, die ertragsähnliche Produkte anbieten, den Kapital-, Liquiditäts-, Compliance- und Berichtstandards von Banken unterliegen sollten.
„Jamie Dimon behauptet, Krypto-Unternehmen, die zinstragende Produkte anbieten, sollten denselben Kapital- und Compliance-Anforderungen unterliegen, die für Banken gelten“, schrieb Schiff und fügte hinzu: „Das ist Unsinn. Banken sind FDIC-versichert und vergeben riskante Kredite unter einem fractional reserve system. Stablecoin-Emittenten tun dies nicht.“
Im Gegensatz zu Banken, die Einlagen zur Unterstützung von Krediten unter einem fractional reserve system nutzen, halten große Stablecoin-Emittenten in der Regel Eins-zu-eins-Reserven, die durch Bargeld und Staatsanleihen gedeckt sind. Schiff deutete an, dass dieser strukturelle Unterschied einen separaten regulatorischen Ansatz rechtfertigt.
Dimons Sichtweise auf Fairness
Dimon argumentierte, dass Banken und Krypto-Unternehmen unter vergleichbaren Regeln operieren sollten, wenn sie ähnliche Finanzdienstleistungen anbieten. Er verwies auf die Verpflichtungen zur FDIC-Versicherung, Anforderungen an die Wiederanlage in die Gemeinschaft, Standards für die Zugänglichkeit von Filialen und umfangreiche regulatorische Aufsicht, denen Banken unterliegen, während viele Krypto-Unternehmen unter anderen Regimen operieren.
„Und sie sind nicht FDIC-versichert. Wir haben Anforderungen, um Filialen in einkommensschwachen Vierteln zu errichten… Wir haben etwa 84 Regulierungsbehörden, die uns überwachen. Wir sagen nur, es sollte fair und gleich sein, Punkt. Nicht, dass sie nicht tun können, was sie wollen“, sagte Dimon und fügte hinzu: „Wenn Sie Kryptowährung kaufen möchten, nur zu. Sie wissen, ich glaube, es ist ein freies Land, und ich verteidige dieses Recht. Aber wir wollen nur, dass es fair ist.“
Der CLARITY Act und seine Bedeutung
Der CLARITY Act, offiziell der Digital Asset Market Clarity Act, würde einen bundesstaatlichen Rahmen für digitale Vermögensmärkte schaffen. Er zielt darauf ab, die Aufsichtsrollen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zu klären. Die Maßnahmen des Senats haben das Gesetz dringlicher für Banken, Coinbase und Stablecoin-Emittenten gemacht. Der Bankenausschuss des Senats brachte den Vorschlag am 14. Mai mit einer bipartisanen Abstimmung von 15 zu 9 voran.
Schiffs Kritik und die Zukunft der Regulierung
Schiffs Antwort auf Dimon sticht hervor, da er ein prominenter Kritiker von Bitcoin und Krypto-Spekulation bleibt. Dennoch lehnt sein Beitrag Dimons Vergleich ab und hebt den Unterschied zwischen versicherter Kreditvergabe mit fractional reserve und der Emission von Stablecoins hervor. Regulierungsbehörden stehen nun vor einem praktischen Klassifizierungsproblem mit weitreichenden Marktfolgen. Ihre Entscheidung wird helfen zu bestimmen, ob Stablecoin-Belohnungen als bankähnliche Produkte, Werkzeuge des Zahlungssektors oder als separate Kategorie behandelt werden, die durch maßgeschneiderte Kapital-, Reserve- und Offenlegungsstandards geregelt wird.
Stand With Crypto fordert die vollständige Genehmigung des CLARITY Act durch den Senat, nachdem eine Abstimmung im Ausschuss die Marktstruktur von Krypto vorangebracht hat.