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RedotPay: US-IPO verzögert sich aufgrund einer 473 Millionen Dollar Klage gegen Binance

vor 2 Stunden
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RedotPay verschiebt US-IPO

RedotPay hat Berichten zufolge sein geplantes US-Initial Public Offering (IPO) verschoben, das mehr als 1 Milliarde US-Dollar einbringen könnte. Das in Hongkong ansässige Stablecoin-Zahlungsunternehmen arbeitet derzeit an regulatorischen Genehmigungen und rechtlichen Streitigkeiten, um in den US-Markt einzutreten.

„Unsere Strategie konzentriert sich weiterhin auf globale regulatorische Compliance und Geschäftswachstum“, erklärte ein Sprecher von RedotPay.

Bloomberg berichtete am 14. August, dass RedotPay seine Listing-Pläne zurückgestellt hat, während das Unternehmen regulatorische Genehmigungen einholt und sich mit rechtlichen Auseinandersetzungen mit Binance auseinandersetzt. Ein Sprecher von RedotPay lehnte es ab, sich zum Zeitpunkt des IPO zu äußern, sagte jedoch, dass das Unternehmen diese Woche eine US-Geldüberweisungslizenz erhalten habe und sich darauf vorbereite, seine Produkte im Land einzuführen.

Finanzielle Entwicklungen und Nutzerwachstum

Der Sprecher fügte hinzu, dass RedotPay in seinem Investorenupdate für das zweite Quartal 2026 Rekordzahlen bei Nutzern, Umsatz, Gewinn und Margen gemeldet habe, ohne jedoch spezifische Zahlen für den Zeitraum anzugeben. Das potenzielle US-Listing von RedotPay tauchte erstmals im Februar auf, als berichtet wurde, dass das Unternehmen einen IPO in New York in Betracht ziehe, der mehr als 1 Milliarde US-Dollar einbringen und das Zahlungsunternehmen mit über 4 Milliarden US-Dollar bewerten könnte.

Zu diesem Zeitpunkt zeigte eine frühere Berichterstattung, dass RedotPay mit JPMorgan Chase, Goldman Sachs und Jefferies Financial Group an der vorgeschlagenen Transaktion arbeitete, wobei ein Listing im Jahr 2026 als möglich angesehen wurde. RedotPay, das im April 2023 in Hongkong gegründet wurde, bietet Stablecoin-basierte Zahlungsdienste an, darunter Krypto-Zahlungskarten, Multicurrency-Wallets und globale Auszahlungen.

Finanzierungsrunden und rechtliche Herausforderungen

Bis Februar hatte das Unternehmen mehr als 6 Millionen Nutzer in über 100 Märkten und verarbeitete jährlich Milliarden von Dollar an Zahlungsvolumen. Das Unternehmen hatte auch 194 Millionen US-Dollar im Jahr 2025 gesammelt. Eine 107 Millionen US-Dollar schwere Series-B-Finanzierung leitete die Finanzierungsrunde im Dezember, wobei Goodwater Capital, Pantera Capital und Blockchain Capital zu den Unterstützern gehörten.

Vor der Series B hatte RedotPay 40 Millionen US-Dollar in einer Series-A-Runde erhalten, die von Lightspeed, Galaxy und HongShan unterstützt wurde. Diese Finanzierung half dem Unternehmen, den Status eines Einhorns zu erreichen, bevor Berichte über sein potenzielles US-Listing auftauchten.

RedotPay hat separat über eine weitere private Finanzierungsrunde von bis zu 150 Millionen US-Dollar diskutiert, während das Unternehmen seine Organisationsstruktur anpasste und weiterhin Vorbereitungen für ein mögliches öffentliches Angebot traf.

„Während wir uns von einem frühen Startup zu einem Einhorn entwickeln, passen wir unsere Organisationsstruktur und unseren Talentpool an, um unser kontinuierliches Wachstum zu unterstützen“, erklärte das Unternehmen im März.

Rechtliche Auseinandersetzungen mit Binance

Neben den regulatorischen Arbeiten, die für seine US-Expansion erforderlich sind, sieht sich RedotPay Ansprüchen von Binance-Partnern in Hongkong gegenüber, die fast 473 Millionen US-Dollar an Schadensersatz fordern. Die mit Binance verbundenen Kläger verklagten die Gründer von RedotPay und behaupteten, sie hätten vertrauliche Informationen, die sie während ihrer früheren Anstellung bei Binance erhalten hatten, genutzt, um ein konkurrierendes Zahlungsunternehmen zu gründen.

RedotPay hat die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, dass es „alle Ansprüche energisch verteidigen“ werde. Der Streit erstreckt sich auch auf Singapur, wo die beiden Unternehmen widersprüchliche Angaben zum Status eines verwandten Falls gemacht haben.

Ausblick auf die US-Expansion

Während der Zeitplan für das IPO Berichten zufolge verschoben wurde, gibt die neu erhaltene Geldüberweisungslizenz von RedotPay dem Unternehmen eine weitere regulatorische Genehmigung, während es sich darauf vorbereitet, seine Dienste in den USA anzubieten. Das Unternehmen hat bereits seine Stablecoin-Zahlungsdienste in andere Märkte ausgeweitet.

Im Juni 2025 startete RedotPay Zahlungen in Brasilien, nachdem es das Circle Payments Network in seine Plattform integriert hatte. Der Service ermöglichte es Nutzern, Krypto direkt an brasilianische Bankkonten zu senden, wo die Vermögenswerte automatisch in brasilianische Reais umgewandelt wurden.

RedotPay-CEO Michael Gao erklärte damals, dass der Brasilien-Start darauf abzielte, die Kosten und die Zeit für Zahlungen für Nutzer in Schwellenländern zu senken. Das Unternehmen hat seitdem weiterhin seine Nutzerbasis und Zahlungsinfrastruktur ausgebaut und verfolgt Lizenzen in den Jurisdiktionen, in denen es plant, tätig zu sein.

Für seine nächste Expansion hat RedotPay kein Startdatum für sein US-Produkt angegeben. Der Sprecher sagte, dass die Vorbereitungen nach der Genehmigung der Geldüberweisungslizenz im Gange sind, während das Unternehmen weiterhin auf regulatorische Compliance und Geschäftswachstum fokussiert bleibt.

RedotPay hat auch nicht bekannt gegeben, wann der verzögerte IPO-Prozess wieder aufgenommen werden könnte oder ob die berichteten Gespräche mit JPMorgan Chase, Goldman Sachs und Jefferies unverändert bleiben.

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