Einfluss des traditionellen Finanzsektors auf den CLARITY Act
David Schwartz, der ehemalige CTO von Ripple und Hauptarchitekt des XRP Ledger, hat einen direkten Zusammenhang zwischen dem Scheitern des wichtigen Krypto-Gesetzes, dem CLARITY Act, und dem Lobbying des traditionellen Finanzsektors hergestellt. In einem Kommentar zu den Ergebnissen der Abstimmung im US-Senat, bei der das Gesetz die erforderlichen 60 Stimmen (49 dafür und 50 dagegen) nicht erreichen konnte, erklärte Schwartz, dass amerikanische Politiker die Besorgnis um die Öffentlichkeit als Vorwand nutzen, um die Dominanz der Geschäftsbanken zu schützen.
Politische Reaktionen und Bedenken
Diese Aussage wurde durch eine öffentliche Rede des republikanischen Senators Josh Hawley angestoßen, der seine Ablehnung des Gesetzes mit Bedenken für die regionale Wirtschaft rechtfertigte. Laut Hawley würde die Legalisierung von ertragsbringenden Stablecoins einen massiven Abfluss von Einlagen aus kleinen Banken in Missouri auslösen und die lokalen Landwirte um Kapital für Kredite bringen.
„Er hat das stille Teil laut ausgesprochen. Es geht darum, die Gewinne der Banken zu schützen“, erwiderte Schwartz.
Er betonte, dass er nicht glaube, dass der CLARITY Act die Fähigkeit der Banken, Kredite zu vergeben, „bedeutend reduzieren“ könnte. Schwartz ist der Ansicht, dass, falls dies tatsächlich geschehen würde, es lediglich die Entstehung eines „blühenden Ökosystems“ von Menschen bedeuten würde, die nach anständigen Erträgen mit angemessenem Risiko suchen und diese Kredite bereitstellen könnten – ein neues digitales Ökosystem von Investoren, die bereit sind, direkt an die reale Wirtschaft zu marktgerechten Bedingungen zu verleihen.
Regulatorische Herausforderungen für Ripple
Neben Hawley stimmten die Senatoren Tillis, Moran und Collins gegen die Linie ihrer Partei und positionierten sich damit effektiv auf die Seite der Bankenlobby und der American Bankers Association (ABA). Neben dem politischen Stillstand im Senat hat auch der regulatorische Druck die Ripple-Investitionsprodukte betroffen, was die insgesamt konservative Haltung Washingtons verdeutlicht.
Die Securities and Exchange Commission (SEC) hat die Genehmigung des 2x Short Daily XRP ETF von Teucrium, einem Instrument, das darauf abzielt, von einem Rückgang des Token-Preises zu profitieren, bereits zum 19. Mal bis zum 11. Oktober verschoben.
„Verdammt. Ich hatte mich darauf gefreut, ihn zu shorten“, kommentierte Schwartz.
Die Situation erscheint widersprüchlich: Der bullische Fonds desselben Unternehmens, der 2x Long Daily XRP ETF von Teucrium, ist bereits seit einiger Zeit aktiv und verwaltet 151 Millionen Dollar. Schwartz selbst reagierte mit Ironie auf die Verzögerung und bemerkte, dass er „sich auf die Gelegenheit freue, eine Short-Position zu eröffnen“, sobald die bürokratischen Verfahren abgeschlossen seien.
Marktentwicklung
Während der aktuelle regulatorische Status quo in den Vereinigten Staaten weiter gefestigt wurde, verzeichnete der Preis von XRP einen moderaten Rückgang und korrigierte sich auf 1,29 Dollar.