Einführung des Krypto-Mining-Verbots in Russland
Russland wird sein regionales Verbot für Krypto-Mining auf Moskau, die Region Moskau und Teile der Region Kursk ab dem 15. August 2026 ausweiten. Dieses Verbot bleibt bis zum 31. Dezember 2032 in Kraft, gemäß der Regierungsverordnung Nr. 936. Ministerpräsident Mikhail Mishustin unterzeichnete die Maßnahme am 25. Juli, und die Regierung veröffentlichte sie am 31. Juli auf dem offiziellen rechtlichen Informationsportal.
Details des Verbots
Die neue Verordnung ändert die bereits im Dezember 2024 erlassene Verordnung Nr. 1869, die territoriale Mining-Beschränkungen festlegte. Das Verbot betrifft nicht nur Moskau, sondern auch die Region Moskau sowie Teile der Region Kursk, und wurde aufgrund der Belastung des Stromnetzes eingeführt. Es verbietet das Mining von digitalen Währungen sowie die Teilnahme an Mining-Pools in ganz Moskau und der gesamten Region Moskau.
In der Region Kursk gilt das Verbot für die Gemeinden Belovsky, Bolshesoldatsky, Glushkovsky, Korenevsky, Lgovsky, Rylsky, Sudzhansky und Khomutovsky sowie für die Stadt Lgov.
Erweiterung der regionalen Liste
Die Maßnahme erweitert eine regionale Liste, anstatt ein landesweites Mining-Verbot zu schaffen. Die Verordnung Nr. 936 fügt Moskau, die Region Moskau und die festgelegten Gebiete in Kursk als Einträge 14 bis 16 in die bestehende Einschränkungsanordnung hinzu. Das erläuternde Material des Energieministeriums warnte, dass der Betrieb ohne ganzjährige Einschränkungen „Risiken eines Mangels an Leistungskapazität“ schaffen könnte, da energieintensive Mining-Anlagen an regionale Netze angeschlossen werden.
Stromverbrauch und Kapazität
Die Energiebehörden der Region Moskau hatten das Verbot beantragt, bevor die Regierung es verabschiedete. Regionale Beamte schätzten, dass das Mining etwa ein Gigawatt im Moskauer Stromsystem verbraucht. In der Zwischenzeit könnte die Kapazität von Rechenzentren in Moskau und der umliegenden Region bis 2032 3,6 Gigawatt erreichen, was 17 % der maximalen Last des Systems entspricht, laut Angaben von Interfax. Diese Zahl für 2032 bleibt jedoch eine offizielle Prognose und nicht die gemessene aktuelle Nachfrage.
Regionale Bedenken und bestehende Regeln
Die Beamten in Kursk forderten Einschränkungen in acht Bezirken und in Lgov aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Drucks auf die lokale Strominfrastruktur. Das endgültige Dekret übernahm die gleichen Standorte, die im früheren Regierungsantrag enthalten waren. Die neue Anordnung erweitert eine Politik, die auf Russlands Legalisierung des Krypto-Minings im Jahr 2024 folgte. Die Behörden führten anschließend regionale Einschränkungen ein, um Stromengpässe und saisonale Nachfrage zu steuern.
Die bestehenden Regeln gelten für mehrere Republiken im Nordkaukasus und andere Gebiete bis zum 15. März 2031. Die Regierung verhängte auch ganzjährige Einschränkungen in Teilen von Burjatien und dem Zabaykalsky Krai ab dem 1. April 2026. Das russische Energieministerium gab an, dass diese Einschränkungen 20 Gebiete in Burjatien und 31 Gebiete im Zabaykalsky Krai abdecken.
Zukünftige Entwicklungen
Wie bereits berichtet, unterstützte eine russische Kommission der Energiebranche im Mai den Vorschlag für Moskau und Kursk. Diese Empfehlung brachte den Plan in Richtung Genehmigung durch das Kabinett, während die Gesetzgeber separate Strafen für nicht registriertes Mining in Betracht zogen.
Russland hatte ein Mining-Register eingeführt, das dazu dienen sollte, nicht registrierte Betreiber und Geräte zu identifizieren. Das System unterstützt eine breitere Politik, die registriertes Mining erlaubt, während es nicht autorisierte Anlagen ins Visier nimmt.
Mining-Unternehmen, die in den neu eingeschränkten Gebieten tätig sind, müssen ihre lokalen Aktivitäten bis zum 15. August einstellen oder ihre Ausrüstung verlagern. Die Frist fällt 15 Tage nach der Veröffentlichung des Dekrets am 31. Juli. Die Einschränkung betrifft sowohl die Teilnahme an Pools als auch das direkte Krypto-Mining. Das Verbot soll nach dem 31. Dezember 2032 auslaufen, es sei denn, die Regierung ändert die Anordnung.
Das Dekret enthält keine offizielle Schätzung der betroffenen Mining-Kapazität oder der Menge an Ausrüstung, die umziehen muss. Daher bleiben die Behauptungen, dass das Verbot in Moskau die globale Hash-Rate von Bitcoin erheblich verändern wird, unbestätigt. Die nächste bestätigte Entwicklung wird die Umsetzung der Einschränkung am 15. August und etwaige spätere Durchführungsrichtlinien der russischen Energie- oder Regionalbehörden sein.