Crypto Prices

Sollten Sie Bitcoin oder einen Bitcoin-ETF kaufen? Die wichtigsten Unterschiede

vor 2 Stunden
2 minuten gelesen
1 ansichten

Einführung in Bitcoin-ETFs

Investoren benötigen keinen Krypto-Austausch oder eine persönliche Wallet mehr, um Zugang zu Bitcoin zu erhalten. Spot-Bitcoin-Exchange-Traded Products, wie BlackRocks IBIT, ermöglichen es Investoren, Bitcoin über ein traditionelles Brokerage-Konto zu verfolgen. Dies trägt dazu bei, dass ETFs einen wesentlichen Teil der institutionellen Krypto-Nachfrage ausmachen. Die jüngsten Zuflüsse in Bitcoin-ETFs zeigen, wie eng diese Produkte mittlerweile mit der Marktentwicklung verbunden sind.

Unterschiede zwischen Bitcoin-ETFs und direktem Bitcoin-Besitz

Der Kauf eines Bitcoin-ETFs und der direkte Besitz von Bitcoin sind jedoch nicht dasselbe. Ein ETF gibt Investoren Zugang zum Bitcoin-Preis durch Anteile an einem Finanzprodukt, während der direkte Besitz bedeutet, das tatsächliche digitale Asset zu besitzen. Der direkte Kauf von Bitcoin bedeutet, BTC zu besitzen, das von einem Austausch abgehoben, an eine andere Wallet gesendet oder durch Selbstverwahrung gespeichert werden kann. Die zentrale Frage ist, wer die privaten Schlüssel kontrolliert. Wenn der Investor BTC in eine Selbstverwahrungs-Wallet überträgt, kontrolliert er das Asset direkt.

Funktionsweise von Spot-Bitcoin-ETFs

Ein Spot-Bitcoin-ETF funktioniert anders: Investoren besitzen Anteile an einem Fonds, der Bitcoin über einen benannten Verwahrer hält. Die SEC beschreibt Spot-Bitcoin-Produkte als Anlagevehikel, die darauf ausgelegt sind, Bitcoin-Exposition zu bieten, ohne dass Investoren die Kryptowährung selbst kaufen und sichern müssen. Dies macht ETFs einfacher zu nutzen, jedoch können die Aktionäre das zugrunde liegende Bitcoin nicht abheben oder über das Bitcoin-Netzwerk senden.

Kosten und Gebühren

Der Bitcoin-ETF-Leitfaden erklärt, wie diese Fonds funktionieren. Bitcoin-ETFs erheben in der Regel eine jährliche Verwaltungs- oder Sponsorgebühr. BlackRocks IBIT beispielsweise listet eine Sponsorgebühr von 0,25 %. Diese Kosten werden schrittweise von den Fondsvermögen abgezogen, anstatt als separate Transaktion berechnet zu werden. Direkter Bitcoin hat keine jährliche Verwaltungsgebühr, jedoch müssen Investoren möglicherweise weiterhin Austauschgebühren, Spreads, Netzwerkgebühren und Kosten für Hardware-Wallets zahlen. Für langfristige Halter, die einmal kaufen und selbst verwahren, können die laufenden Kosten für direkten Bitcoin relativ niedrig sein.

Verwaltung und Kontrolle

ETF-Investoren hingegen vermeiden die Verwaltung von Wallets, Seed-Phrasen und privaten Schlüsseln. Dieser Kompromiss ist zentral: Bei einem ETF wird die Verwahrung an Finanzinstitute ausgelagert, während bei der Selbstverwahrung die Verantwortung beim Investor liegt. Das Verlieren einer Seed-Phrase kann jemanden dauerhaft von seinem Bitcoin ausschließen, während ETF-Inhaber stattdessen auf ihren Broker, Fondsanbieter und Verwahrer angewiesen sind.

Handelszeiten und Liquidität

Bitcoin wird rund um die Uhr gehandelt, einschließlich Nächte, Wochenenden und Feiertagen. Bitcoin-ETF-Anteile werden in der Regel während der Börsenzeiten gehandelt, obwohl einige Broker erweiterte Sitzungen anbieten. Dies ist während Zeiten hoher Volatilität wichtig. Wenn Bitcoin an einem Samstag stark fällt, kann jemand, der BTC direkt hält, sofort handeln. Ein ETF-Investor muss möglicherweise warten, bis der Wertpapiermarkt wieder öffnet. Über längere Zeiträume kann der ETF den Bitcoin-Preis eng verfolgen, sich jedoch während Wochenenden und Übernachtbewegungen anders verhalten.

Steuerliche Behandlung

Für US-Steuerzahler behandelt der IRS Bitcoin als Eigentum. Der Verkauf oder die Veräußerung von BTC kann einen Kapitalgewinn oder -verlust erzeugen, abhängig vom Kaufpreis und der Haltedauer. ETF-Anteile sind ebenfalls Anlagevermögen, aber ihre steuerliche Behandlung kann von der Fondsstruktur und dem Konto abhängen, das zu ihrer Aufbewahrung verwendet wird. Ein Vorteil von ETFs ist, dass sie sich leichter in traditionelle Brokerage- und Altersvorsorgesysteme integrieren lassen.

Fazit: Direkter Bitcoin vs. Bitcoin-ETFs

Direkter Bitcoin bietet mehr Kontrolle, erfordert jedoch auch mehr Buchführung, wenn Coins bewegt, verkauft oder verwendet werden. Ein Bitcoin-ETF ist in der Regel besser geeignet für Investoren, die hauptsächlich Preisexposition, Brokerage-Komfort und ausgelagerte Verwahrung wünschen. Der direkte Kauf von Bitcoin macht mehr Sinn für Investoren, die Kontrolle, Portabilität und die Möglichkeit schätzen, BTC außerhalb des traditionellen Finanzsystems zu bewegen.

Keine der beiden Optionen ist automatisch besser. Die eigentliche Entscheidung ist, ob der Investor Bitcoin einfach als Investition möchte oder Bitcoin selbst besitzen und kontrollieren möchte.

Beliebt