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Südkorea hebt die 1-Million-Won-Schwelle für Krypto-Überweisungen auf

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Neue Regelungen für Krypto-Überweisungen in Südkorea

Das Kabinett Südkoreas genehmigte am 11. August neue Regelungen, die die Mindestgrenze von 1 Million Won für Krypto-Überweisungen aufheben. Zudem werden die Anforderungen an den Informationsaustausch auf alle Überweisungen zwischen registrierten inländischen Anbietern virtueller Vermögenswerte ausgeweitet. Die Finanzdienstleistungsbehörde (FSC) erklärte in ihrer offiziellen Mitteilung, dass diese Änderung darauf abzielt, zu verhindern, dass Nutzer der Überprüfung entkommen, indem sie Überweisungen in kleinere Beträge aufteilen.

Regulatorischer Prozess und Änderungen

Die Entscheidung schließt einen regulatorischen Prozess ab, der Anfang dieses Jahres begann. Die Korea Financial Intelligence Unit (KoFIU) hatte vorgeschlagen, die Regel zu erweitern, nachdem festgestellt wurde, dass etwa 60 % der Überweisungen zwischen inländischen VASPs unter der bestehenden Schwelle von 1 Million Won lagen. Nach dem bisherigen Regime musste der sendende VASP Informationen über den Absender und den Begünstigten bereitstellen, wenn eine inländische Überweisung mindestens 1 Million Won betrug. Mit Inkrafttreten der neuen Regelungen entfällt diese Mindestgrenze, und die Verpflichtung gilt unabhängig vom Transaktionswert.

Das Kabinett Südkoreas genehmigte zudem eine umfassende Überarbeitung der Lizenzierungs- und Geldwäschebekämpfungsregeln (AML) für VASPs. Zu den wesentlichen Änderungen gehören eine erweiterte Überprüfung der Aktionäre, eine neue Obergrenze für das Schuldenverhältnis von 200 % sowie die vollständige Aufhebung der 1-Million-Won-Schwelle für die Reise-Regel, die nun für alle Überweisungen gilt.

Verantwortlichkeiten der Empfangsplattformen

Empfangsplattformen übernehmen ebenfalls klarere Verantwortlichkeiten. Sie müssen die vom Absender bereitgestellten Informationen sichern und können fehlende Informationen anfordern oder eine Überweisung ablehnen, wenn die erforderlichen Daten nicht verfügbar sind. Die FSC nannte einen Verdachtsfall der Umgehung, bei dem etwa 200 Millionen Won verwendet wurden, um USDT zu kaufen, bevor 216 Abhebungen in Beträgen unter 1 Million Won vorgenommen wurden.

Risikobasierter Rahmen und Überwachung

Die Erweiterung folgt monatelangen regulatorischen Debatten. Wie bereits in früheren Branchenberichten erwähnt, hatte die Digital Asset Exchange Alliance Südkoreas Bedenken hinsichtlich der betrieblichen Belastung geäußert, die durch den umfassenderen AML-Vorschlag geschaffen wurde. Die endgültigen Regeln schaffen auch einen risikobasierten Rahmen für Überweisungen zwischen registrierten koreanischen VASPs und ausländischen Börsen oder persönlichen Wallets. Überweisungen an ausländische Plattformen, die als geringes Risiko eingestuft werden, können durchgeführt werden, während Transaktionen mit anderen ausländischen Börsen oder persönlichen Wallets im Allgemeinen erfordern, dass Absender und Empfänger dieselbe Person sind. Hochrisikotransaktionen können verboten werden.

Anbieter müssen auch interne Systeme zur Überwachung verdächtiger Transaktionen für Überweisungen von mindestens 10 Millionen Won einrichten, die ausländische VASPs oder persönliche Wallets betreffen. Diese Anforderung spiegelt regulatorische Bedenken wider, dass ausländische Plattformen und private Wallets verwendet wurden, um bestehende Geldwäschekontrollen zu umgehen. Bemerkenswerterweise ist der endgültige Ansatz milder als ein Element des Vorschlags vom März.

Internationale Standards und Übergangsfristen

Südkoreas Ansatz ohne Schwelle wird sich vom aktuellen US-Modell unterscheiden. Die FinCEN-Richtlinien besagen, dass die US-Reise-Regel im Allgemeinen für qualifizierte Überweisungen von 3.000 USD oder mehr gilt. Südkorea wird stattdessen den Informationsaustausch für jede abgedeckte inländische VASP-Überweisung verlangen, sobald die neuen Regeln in Kraft treten. Die Änderung passt auch in breitere internationale Bemühungen zur Erhöhung der Nachverfolgbarkeit von Zahlungen.

Die neuen Überweisungsanforderungen treten nicht am 20. August in Kraft. Die FSC erklärte, dass die Bestimmungen zur VASP-Registrierung und die Regeln zu Sanktionen gegen ehemalige Mitarbeiter an diesem Datum in Kraft treten. Die Erweiterung der Reise-Regel und andere AML-Anforderungen im Zusammenhang mit Überweisungen treten stattdessen sechs Monate nach der formellen Verkündung des Dekrets in Kraft.

Der breitere Registrierungsrahmen ermöglicht es den Regulierungsbehörden, die finanzielle Solidität, die Qualifikationen des oberen Managements und die Hauptaktionäre genauer zu prüfen. Die Änderungen fügen eine weitere Ebene zur wachsenden Aufsicht Südkoreas über grenzüberschreitende Krypto-Aktivitäten hinzu.

Ausblick und nächste Schritte

Für Börsen und Nutzer ist das nächste Datum, auf das man achten sollte, die formelle Verkündung des Dekrets, da dies den sechsmonatigen Countdown für die neuen Überweisungsregeln einleitet. Die KoFIU plant auch eine fortgesetzte Aufsicht über VASPs, während die Unternehmen ihre Systeme aktualisieren, um Identitätsinformationen zu Überweisungen zu verarbeiten, die zuvor unter die Schwelle fielen.