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Südkorea verhaftet vier Personen wegen Krypto-Zahlungen an syrische Terrorgruppe

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Erste Anklage wegen Terrorfinanzierung mit Kryptowährungen in Südkorea

Die südkoreanische Polizei hat vier usbekische Staatsangehörige wegen Terrorfinanzierung angeklagt. Dieser Fall gilt als der erste, in dem Kryptowährungen von einer als terroristisch eingestuften Gruppe stammen und in Form physischer Waren zurückfließen.

Die Sicherheitsuntersuchungsabteilung der Metropolitan Police Agency Gwangju nahm die vier Verdächtigen im April im Rahmen des Gesetzes über das Verbot der Terrorfinanzierung fest und gab den Fall am Dienstag bekannt, wie die Korea JoongAng Daily berichtete.

Details der Anklage

Der mutmaßliche Drahtzieher wurde angeklagt und inhaftiert und steht nun vor Gericht, während die anderen drei ohne Haftuntersuchung sind. Einer der vier Verdächtigen wurde mit einem Interpol-Rotvermerk gesucht.

Zwischen August 2024 und April 2025 soll der Drahtzieher insgesamt 4.267 USDT in sieben Überweisungen an die Gruppe Katibat Tawhid wal Jihad (KTJ) gesendet haben. KTJ ist eine in Syrien ansässige Organisation, die 2014 größtenteils aus zentralasiatischen Kämpfern gegründet wurde und sowohl von den Vereinten Nationen als auch von den Vereinigten Staaten als terroristische Organisation eingestuft wird.

Der Drahtzieher wird beschuldigt, Kryptowährung von KTJ erhalten und damit 11 gebrauchte Autos sowie zwei Bagger im Gesamtwert von 170 Millionen Won (etwa 121.000 US-Dollar) gekauft zu haben, die anschließend nach Syrien verschifft wurden. Die anderen drei Verdächtigen sollen beim Kauf und Export der Fahrzeuge geholfen haben.

„Frühere terrorbezogene Fälle betrafen die Überweisung von Geldern an Terrorgruppen, aber dies ist der erste Fall, in dem Gelder von einer Terrorgruppe empfangen und Fahrzeuge im Gegenzug gekauft und geliefert wurden“, erklärten die Beamten.

Ermittlungen und Festnahmen

Die Ermittler berichten, dass der Drahtzieher zwischen drei persönlichen Wallets wechselte, Zahlungen für die Autos auf ein Konto im Namen seiner Ehefrau eingezahlt wurden und er bei seiner Festnahme einen fremden Führerschein vorlegte. Er kam 2017 mit einem Studentenvisum nach Südkorea, schloss sein Studium an einer Universität in Daejeon ab und lebte seit 2023 als Überbleibsel im Land.

Bei seiner ersten Anhörung im Juni bestritt er die Hauptvorwürfe und erklärte, das Geld sei zur Deckung der Lebenshaltungskosten seiner Familie gesendet worden und er wisse nicht, wer die Fahrzeuge kaufe. Er fügte hinzu, sein jüngerer Bruder sei nur zum Selbstschutz zu KTJ gegangen, angesichts der Gewalt gegen Usbeken in Syrien.

Die Polizei gab an, dass die Ermittlungen zur Festnahme eines zweiten Verdächtigen mit einem Interpol-Rotvermerk führten und weiterhin andauern.

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