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Südkoreanische Polizei setzt Chainalysis ein, um nordkoreanischen Krypto-Diebstahl zu bekämpfen

vor 1 Woche
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Erweiterung der Zusammenarbeit zwischen Chainalysis und der Korean National Police Agency

Chainalysis hat seine Zusammenarbeit mit der Korean National Police Agency (KNPA) durch eine Vereinbarung ausgeweitet, die sich auf Ermittlungen zu virtuellen Vermögenswerten konzentriert. Das Blockchain-Analyseunternehmen gab das Memorandum am 9. Juni bekannt, obwohl die Parteien es bereits im April unterzeichnet hatten.

Inhalte der Partnerschaft

Die Partnerschaft umfasst Schulungen, Zertifizierungen und praktische Programme für Ermittler, die sich mit Krypto-Kriminalität befassen. Dazu zählen Betrug, Geldwäsche und grenzüberschreitender Diebstahl, einschließlich Angriffe, die mit nordkoreanischen Gruppen in Verbindung stehen.

Die von der KNPA benannten Mitarbeiter werden durch die Chainalysis Academy in Koreanisch unterrichtet. Das Schulungsmaterial wird den Beamten und angeschlossenen Behörden helfen, Fähigkeiten zur Verfolgung von Geldern über Wallets, Börsen, Cross-Chain-Brücken und andere Blockchain-Dienste zu entwickeln.

Ermittler erhalten zudem Zugang zum Chainalysis Digital Asset Program. Das Zertifizierungssystem umfasst grundlegende und fortgeschrittene Ermittlungsverfahren, während gemeinsame Übungen Szenarien verwenden, die auf aktuellen Kriminalitätsmustern basieren.

Fokus auf institutionelle Fähigkeiten

Chainalysis betont, dass die Vereinbarung darauf abzielt, institutionelle Fähigkeiten aufzubauen, anstatt sich ausschließlich auf Nordkorea zu konzentrieren. Die Polizei und Chainalysis werden auch Informationen über neue Technologien und aufkommende kriminelle Methoden austauschen.

Chainalysis berichtete, dass nordkorea-verbundene Gruppen im Jahr 2025 über 2 Milliarden Dollar in Kryptowährung gestohlen haben. Das Unternehmen schätzte den Gesamtwert ihrer Diebstähle in den fünf Jahren zuvor auf etwa 5,5 Milliarden Dollar.

Die gestohlenen Vermögenswerte bewegen sich häufig durch mehrere Blockchains und Länder, bevor sie umgewandelt werden. Angreifer nutzen Börsen, Cross-Chain-Brücken und Mixing-Dienste, um ihre Spuren zu verwischen, was es den Ermittlern erschwert, Transaktionen über Südkorea hinaus zu verfolgen.

Verbesserung der Erkennung und Verfolgung

Chainalysis erklärte, dass Ermittler globale Sichtbarkeit benötigen, da gestohlene Gelder Dutzende von Jurisdiktionen überschreiten können, bevor Angreifer versuchen, sie über lokale Dienste zu liquidieren. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die Erkennung, Störung und Verfolgung in diesen Fällen zu verbessern.

Wie crypto.news berichtete, stahlen nordkoreanisch verbundene Angreifer im April etwa 577 Millionen Dollar von Drift Protocol und Kelp DAO. Diese Vorfälle haben Fragen zu Social Engineering, Brückenkontrollen und dem Umgang mit gestohlenen Geldern neu aufgeworfen.

Gründung einer Polizeisondereinheit

Das Memorandum folgt der Gründung einer Polizeisondereinheit in Südkorea, die sich auf krypto-basierte Geldwäsche konzentriert. Diese Einheit vereint Teams für Wirtschaftsverbrechen, Cyberkriminalität, Terrorismusbekämpfung, Drogen und Geheimdienste.

Die Polizei plant, nicht registrierte Börsenbetreiber zu untersuchen und Gelder zu verfolgen, die in Stablecoins wie USDT umgewandelt wurden. Die Behörden haben auch Mittel für spezielle Schulungen zur Verfolgung virtueller Vermögenswerte bereitgestellt.

Frühere Erfolge und zukünftige Ziele

Chainalysis hat bereits frühere koreanische Ermittlungen unterstützt. In einem Fall verfolgten die Polizeibehörden von Seoul eine internationale Hackergruppe bis nach Thailand, nachdem diese etwa 30 Millionen Dollar gestohlen hatte. Der neue Rahmen formalisiert diese Zusammenarbeit.

Chainalysis gab an, dass seine Plattform weltweit bei Beschlagnahmungen von mehr als 34 Milliarden Dollar unterstützt hat, während Gerichte seine Daten als Beweismittel in Strafsachen akzeptiert haben.

In der Vereinbarung wird nicht angegeben, wie viele Beamte geschult werden oder wie hoch das Budget des Programms ist. Es werden auch keine öffentlichen Ziele für Festnahmen, Vermögensbeschlagnahmungen oder abgeschlossene Ermittlungen genannt.