Trezor Datenleck betrifft 67.000 US-Nutzer
Trezor hat bekannt gegeben, dass zusätzlich 67.000 US-Nutzer von einem Datenleck seines Versanddienstleisters betroffen sind. Dies eröffnet potenziellen Angreifern Möglichkeiten für Phishing-Angriffe und Social Engineering-Betrügereien.
Details zum Vorfall
Die Auswirkungen des Datenlecks des Hardware-Wallet-Anbieters Trezor sind größer als zunächst angenommen und betreffen nun weitere 67.000 US-Kunden. Laut einem X-Post von Trezor am Freitag, der auf ein aktuelles Update des Versanddienstleisters ShipMonk verweist, könnten auch andere US-Nutzer gefährdet sein, die zwischen November 2019 und August 2021 Bestellungen aufgegeben haben.
Diese Kunden haben ihre vollständigen Daten offengelegt, einschließlich Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Versandadresse und Bestelldetails. Trezor macht den Versanddienstleister verantwortlich, da die Daten dieser Bestellungen nicht gelöscht wurden, obwohl schriftliche Zusicherungen von ShipMonk vorlagen.
Risiken für betroffene Kunden
Während die Systeme von Trezor selbst nicht kompromittiert wurden, könnte das Datenleck die digitalen Vermögenswerte der 67.000 betroffenen Kunden gefährden. Angreifer könnten die Informationen nutzen, um sich als Trezor auszugeben und die Seed-Phrasen der Nutzer zu stehlen, die ihre Wallets kontrollieren.
Im August schätzte Trezor zunächst, dass nur 14.000 Nutzer von dem Vorfall betroffen waren. Im Januar 2024 berichtete Trezor, dass etwa 66.000 Nutzer einem Risiko von Phishing-Angriffen ausgesetzt sind, wenn sie seit Dezember 2021 den Support des Unternehmens kontaktiert haben.
Phishing-Angriffe in der Krypto-Industrie
Phishing-Angriffe und Social Engineering erfordern keine Ausnutzung von Code-Schwachstellen. Dennoch führten diese betrügerischen Nachahmungen zu den meisten Verlusten in der Krypto-Industrie im ersten Quartal des Jahres, die insgesamt 306 Millionen Dollar von 482 Millionen Dollar ausmachten, so das Blockchain-Sicherheitsunternehmen Hacken.
Im Juli verlor ein Krypto-Investor fast 1 Million Dollar, nachdem er eine bösartige Genehmigungstransaktion für ein Phishing-Token auf Ethereum unterzeichnet hatte.
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