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Trump fordert die Fed zur Überprüfung der Regeln für Masterkonten im Kryptosektor auf

vor 3 Stunden
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Einführung

Der US-Präsident Donald Trump hat die Federal Reserve angewiesen, zu überprüfen, ob Fintech- und Krypto-Unternehmen direkten Zugang zur Zahlungsinfrastruktur der Zentralbank erhalten sollten. Dies geschieht im Rahmen einer neuen Exekutivverordnung, die sich auf die Politik der Finanztechnologie konzentriert.

Exekutivverordnung zur Finanztechnologie

Unter der am Dienstag unterzeichneten Verordnung mit dem Titel „Integration von Innovationen in der Finanztechnologie in regulatorische Rahmenbedingungen“ erklärte die Trump-Administration, dass die Bundesbehörden Vorschriften abschaffen sollten, die sie als unnötig einschränkend für Finanztechnologieunternehmen, die im Bereich digitaler Vermögenswerte und Blockchain-Dienste tätig sind, erachten.

Überprüfung der Zugangsbedingungen

Innerhalb der Verordnung forderte das Weiße Haus die Federal Reserve ausdrücklich auf, eine umfassende Überprüfung ihrer Richtlinien zu den Zugangsbedingungen für Reservebank-Zahlungskonten und Zahlungsdienste durchzuführen. Den Beamten wurde auch aufgetragen zu prüfen, ob bestehende Regeln erweitert werden könnten, um nicht-bankliche Fintech- und Krypto-Unternehmen zu berücksichtigen.

Aktuelle Regelungen und Herausforderungen

Die Federal Reserve-Banken haben derzeit gemäß dem Federal Reserve Act die Befugnis, Zugangsanforderungen für Zahlungsdienste zu genehmigen oder abzulehnen. In der Praxis sind diese Konten typischerweise lizenzierten Einlageneinrichtungen vorbehalten, eine Anforderung, die mehrere Krypto-Unternehmen in den letzten Jahren dazu veranlasst hat, bankähnliche Lizenzen anzustreben.

Gleichzeitig bat die Administration die Fed um Klarstellung, ob die 12 regionalen Federal Reserve-Banken unabhängig über den Zugang zu Zahlungskonten, die allgemein als Masterkonten bekannt sind, entscheiden können. Solche Konten würden es Krypto-Unternehmen ermöglichen, sich direkt mit Zahlungssystemen wie Fedwire zu verbinden, ohne auf Zwischenbankpartner für Dollar-Abwicklungen und -Überweisungen angewiesen zu sein.

Reaktionen auf die Genehmigung von Masterkonten

Der Druck in dieser Angelegenheit nahm zu, nachdem die Federal Reserve von Kansas City Anfang dieses Jahres ein Masterkonto mit begrenztem Zweck für Payward, die Muttergesellschaft der Krypto-Börse Kraken, genehmigte. Diese Vereinbarung gab Kraken Financial, dem Bankarm des Unternehmens mit Sitz in Wyoming, direkten Zugang zu den zentralen US-Zahlungssystemen, die für hochvolumige Abwicklungen verwendet werden. Laut früheren Aussagen von Kraken Co-CEO Arjun Sethi stellte die Genehmigung die „Konvergenz von Krypto-Infrastruktur und souveränen Finanzsystemen“ dar.

Dennoch war das Konto mit Einschränkungen verbunden. Im Rahmen der begrenzten Struktur der Federal Reserve können Institutionen auf Zahlungssysteme zugreifen, dürfen jedoch keine Zinsen auf Reserven verdienen oder von der Discount-Fenster der Fed leihen. Kurz nach der öffentlichen Bekanntgabe der Genehmigung im März kritisierten mehrere US-Bankenorganisationen die Entscheidung. Die Independent Community Bankers of America äußerten „tiefe Bedenken“ hinsichtlich der Erlaubnis, dass eine auf Krypto fokussierte Institution auf die Infrastruktur der Fed zugreifen kann, unter einem anderen regulatorischen Rahmen als traditionelle Banken.

Bedenken und regulatorische Herausforderungen

In der Zwischenzeit argumentierte das Bank Policy Institute, dass die Federal Reserve von Kansas City ein sogenanntes „schlankes“ Masterkonto genehmigt habe, bevor die Federal Reserve eine formelle Richtlinie für solche Vereinbarungen abschloss. Bankengruppen äußerten auch Bedenken hinsichtlich des Status von Kraken Financial als Wyoming Special Purpose Depository Institution (SPDI), da SPDIs nicht wie herkömmliche Banken bundesstaatlich versichert sind. Laut diesen Branchenverbänden könnte der direkte Zugang zu Abwicklungen für nicht versicherte Institutionen Compliance- und finanzielle Stabilitätsrisiken schaffen.

Vorschläge und zukünftige Entwicklungen

Im Dezember veröffentlichte die Federal Reserve einen Vorschlag, der einen Rahmen für Masterkonten mit begrenztem Zweck umreißt. Der Vorschlag beschrieb eine eingeschränkte Version des Zugangs zur Zentralbank, die die Konnektivität zu Zahlungssystemen erlauben würde, während Funktionen, die traditionell Banken zur Verfügung stehen, ausgeschlossen wären. Unterstützung für den erweiterten Zugang ist auch im Kongress entstanden. Letzten Monat haben die kalifornischen Abgeordneten Sam Liccardo und Young Kim das Gesetz über Zahlungszugang und Verbrauchereffizienz, bekannt als PACE Act, eingebracht, das bestimmten nicht-banklichen Anbietern den Zugang zu den Zahlungsdiensten der Federal Reserve ermöglichen soll. Obwohl sich das Gesetz noch in der frühen Phase befindet, haben Krypto-Industriegruppen den Vorschlag öffentlich unterstützt, um digitale Vermögenswerte stärker in das US-Finanzsystem zu integrieren.

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