Warnung der FCA an Fußballvereine
Die britische Financial Conduct Authority (FCA) hat Fußballvereine vor den Risiken gewarnt, die mit Sponsoring-Deals mit nicht autorisierten Krypto-Unternehmen verbunden sind. Diese könnten nicht nur den Fans finanziellen Schaden zufügen, sondern auch rechtliche, geldwäscherelevante sowie reputationsbezogene Risiken für die Clubs darstellen.
Risiken durch Sponsoring-Vereinbarungen
Laut der FCA wurden Premier League-Clubs und andere Fußballorganisationen kontaktiert, nachdem Bedenken geäußert wurden, dass einige Krypto-Unternehmen und Handelsplattformen Sponsoring-Vereinbarungen nutzen könnten, um Finanzprodukte in Großbritannien ohne die erforderliche Genehmigung zu bewerben. Der Regulierer erklärte, dass nicht autorisierte Firmen gegen die britischen Vorschriften zur finanziellen Werbung verstoßen könnten, indem sie durch Partnerschaften mit hochkarätigen Fußballteams Sichtbarkeit gewinnen und diese Beziehungen nutzen, um große Zielgruppen von Fans zu erreichen.
„Millionen von Fans setzen Vertrauen in ihre Clubs und sollten nicht potenziell unsicheren Finanzprodukten durch Sponsoring-Vereinbarungen ausgesetzt werden.“
Lucy Castledine, Direktorin für Verbraucherinvestitionen bei der FCA, warnte, dass nicht autorisierte Firmen versuchen könnten, von dieser Loyalität zu profitieren, während sie Produkte anbieten, die außerhalb der regulatorischen Schutzmaßnahmen des Vereinigten Königreichs liegen.
Maßnahmen der FCA
Nachdem die FCA bereits Clubs kontaktiert hat, bei denen Bedenken geäußert wurden, erklärte sie, dass sie gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergreifen werde. Der Regulierer fügte hinzu, dass Kunden, die unregulierte Firmen nutzen, das Risiko eingehen, ihr gesamtes Geld zu verlieren, und wahrscheinlich keinen Zugang zu regulatorischen Schutzmaßnahmen haben, wenn etwas schiefgeht.
Wirtschaftliche Bedeutung von Sponsoring
Neben den Bedenken zum Verbraucherschutz berührt die Warnung auch eine wachsende Einnahmequelle für Fußballvereine. Laut Deloitte hat das kommerzielle und Sponsoring-Einkommen die Rundfunkerlöse als größte Einnahmequelle für viele Clubs überholt. Manchester City erzielte 2025 408 Millionen Euro (475 Millionen Dollar) aus kommerziellen Aktivitäten, was die 332 Millionen Euro an Rundfunkerlösen überstieg.
„Sponsoring-Einnahmen für die Fußballindustrie sind wichtig, aber die Unterstützer verdienen das Vertrauen, dass die mit ihren Clubs verbundenen Unternehmen verantwortungsbewusst, rechenschaftspflichtig und sicher sind.“
Diese Aussage stammt von der britischen Sportministerin Stephanie Peacock.
Regulierung von digitalen Vermögenswerten
Die Warnung erfolgt, während die FCA weiterhin an einem umfassenderen Rahmen für digitale Vermögenswerte arbeitet, im Vorfeld des geplanten Krypto-Lizenzregimes des Vereinigten Königreichs. Im April startete der Regulierer Konsultationen zu Stablecoins, Krypto-Handelsplattformen, Verwahrungsdiensten und Staking-Aktivitäten. Die FCA erklärte, dass diese Vorschläge dazu dienen sollen, zu definieren, wie Krypto-Unternehmen unter dem zukünftigen Rahmen des Financial Services and Markets Act operieren werden, und den Firmen zu helfen, sich auf die bevorstehenden Genehmigungsanforderungen vorzubereiten.
Nach dem aktuellen Zeitplan, den die FCA skizziert hat, werden Krypto-Unternehmen ab dem 30. September 2026 einen Antrag auf Genehmigung stellen können, während das vollständige Krypto-Asset-Regime am 25. Oktober 2027 in Kraft treten soll. Der Regulierer hat wiederholt erklärt, dass er möchte, dass britische Verbraucher von autorisierten Krypto-Firmen bedient werden und über ausreichende Informationen verfügen, um informierte Entscheidungen zu treffen.