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USA und UK gründen gemeinsame Allianz zur Bekämpfung von Krypto-Betrugszentren

vor 23 Stunden
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Gemeinsame Strafverfolgungsallianz zwischen den USA und dem Vereinigten Königreich

Die USA und das Vereinigte Königreich haben eine gemeinsame Strafverfolgungsallianz ins Leben gerufen, die sich gegen Betrugszentren richtet, die in Krypto- und cybergestützte Anlagebetrügereien verwickelt sind. Diese Vereinbarung umfasst parallele Ermittlungen und den Austausch von Informationen. Die US- und UK-Behörden planen, im Oktober eine Störungsoperation in London durchzuführen.

Memorandum of Understanding

Am Donnerstag gab das US-Justizministerium bekannt, dass das US-Anwaltsbüro für den District of Columbia, der Crown Prosecution Service von England und Wales sowie die UK National Crime Agency ein Memorandum of Understanding unterzeichnet haben. Das DOJ bezeichnete diese Vereinbarung als die „erste ihrer Art“ internationale Kooperationsvereinbarung, die darauf abzielt, solche Betrugszentren zu deaktivieren.

Details der Allianz

Im Rahmen der Allianz werden die Behörden parallele Ermittlungen zu gemeinsamen Zielen durchführen, Informationen über organisierte Verbrechersyndikate austauschen und besprechen, welche Jurisdiktionen spezifische Fälle verfolgen sollten. Das DOJ erklärte, dass bereits überlappende Fälle identifiziert wurden und eine persönliche Störungsoperation mit Partnern aus dem Privatsektor in London Anfang Oktober geplant ist.

Steigende Verluste durch Krypto-Anlagebetrug

Der grenzüberschreitende Pakt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die gemeldeten Verluste in den USA durch Krypto-Anlagebetrug weiter steigen. Laut dem Internet Crime Complaint Center des FBI stiegen die Verluste um 89 % von 4,57 Milliarden USD im Jahr 2023 auf 8,65 Milliarden USD im Jahr 2025, so das DOJ.

Erweiterung der Scam Center Strike Force

Die Vereinbarung erweitert die Scam Center Strike Force, die US-Anwältin Jeanine Ferris Pirro im November 2025 ins Leben rief, um chinesische organisierte Verbrechensnetzwerke zu bekämpfen, die Betrugszentren hauptsächlich in Südostasien betreiben. Diese Machenschaften umfassen Krypto-Anlagebetrug und sind oft mit Menschenhandel und Geldwäsche verbunden, so das DOJ.

Zusammenarbeit mit internationalen Behörden

Die Task Force umfasst das FBI, den US Secret Service, die Kriminalermittlung des Internal Revenue Service, Homeland Security Investigations und Büros des Justizministeriums. Sie arbeitet auch mit dem US-Finanzministerium und dem Außenministerium sowie mit privaten Unternehmen zusammen, um Betriebsstörungen zu verursachen und die Gelder der Opfer zurückzuerhalten.

Koordinierte Razzien und nationale Maßnahmen

Internationale Behörden haben koordinierte Razzien gegen ähnliche Operationen durchgeführt. Am 29. April berichtete das DOJ von einer von der Polizei in Dubai geleiteten Operation, an der das FBI und das Ministerium für öffentliche Sicherheit Chinas beteiligt waren. Diese führte zu 276 Festnahmen und der Schließung von mindestens neun Krypto-Betrugszentren.

Sechs Personen wurden wegen Machenschaften angeklagt, die angeblich gefälschte Krypto-Anlageplattformen nutzten, um Einlagen von Opfern zu soliciteren.

Regierungen in Südostasien haben ebenfalls strengere nationale Maßnahmen verfolgt. Am 15. Mai veröffentlichte die Militärregierung von Myanmar einen Gesetzentwurf, der Strafen von 10 Jahren bis lebenslanger Haft für Betrug mit digitalen Währungen vorschlug, wobei die D Todesstrafe möglich ist, wenn Menschen, die zur Arbeit in Betrugszentren gezwungen wurden, getötet werden. Am 28. Juli genehmigte das Parlament den Gesetzentwurf, obwohl die Zustimmung des Präsidenten noch nicht bestätigt wurde.

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