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Anonymer Kläger verklagt 39.069 Wallet-Eigentümer, um 3,8 Millionen BTC zu beanspruchen – U.Today

vor 7 Stunden
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Klage gegen digitale Wallets

Ein Mann aus New York sowie zwei Unternehmen haben eine umfangreiche Klage gegen 39.069 individuelle digitale Wallets eingereicht. Die Kläger möchten als die rechtmäßigen Eigentümer dieser Wallets und der Millionen von Dollar an Kryptowährung, die sich darin befinden, anerkannt werden. Die Klage, die vor dem Obersten Gerichtshof des Bundesstaates New York eingereicht wurde, richtet sich gegen „John Does 1-39.069“.

Hintergrund der Klage

Laut der ersten geänderten Klage begann das Rätsel im Herbst 2024, als der Kläger Noah Doe ein Sicherheitsproblem mit digitalen Wallets identifizierte, das dazu führte, dass die Eigentümer ihre Fähigkeit verloren, die Inhalte abzuheben, und schließlich ihre digitalen Wallets aufgaben. Doe scannte Blockchain-Protokolle mithilfe einer selbst entwickelten Methode, um selbstverwaltete Wallets zu isolieren, die seit mindestens fünf Jahren keine Aktivität gezeigt hatten.

Zwischen Dezember 2024 und April 2025 führte Doe sein Programm aus und erfasste erfolgreich elektronische Aufzeichnungen und Adressen für Zehntausende dieser anscheinend verworfenen Wallets. Die rechtliche Einreichung argumentiert, dass diese Wallets konkretes, definierbares Eigentum darstellen.

„So wie Bargeld nicht in Ordnern gehalten wird, die mit jedem Bankkonto verknüpft sind, hält eine digitale Wallet die digitale Währung nicht, sondern ist selbst ein Hauptbuch. […] Der Verlust eines privaten Schlüssels zerstört nicht das Eigentum, die digitale Wallet oder die Rechte an der digitalen Währung, auf die sie Anspruch hat.“

Die Rolle der Polizei

Doe behandelte die digitalen Adressen wie gefundenes physisches Eigentum. Bei drei Gelegenheiten lud er die Wallet-Daten auf USB-Sticks und ging zur Polizeistation des 17. Reviers der NYPD, um sie den Behörden zu übergeben. Die NYPD hielt die USB-Sticks monatelang. Die Polizei gab die erste Charge nach elf Monaten zurück, die zweite nach vier Monaten und die dritte nach acht Monaten. Sie stellten Doe als offiziellem Finder Eigentumsrechnungen und Quittungen aus.

Suchkampagne nach Eigentümern

Nach dem New Yorker Gesetz über persönliches Eigentum muss ein Finder angemessene Anstrengungen unternehmen, um den wahren Eigentümer zu finden, bevor er den Titel beansprucht. Doe startete eine hochmoderne Benachrichtigungskampagne, um potenziellen Eigentümern die Möglichkeit zu geben, sich zu melden. Sein Team verwendete eine fortschrittliche Blockchain-Softwaretechnik, die als OP_RETURN bekannt ist, um Kommunikationstoken in die gefundenen Wallets einzufügen. Diese Token leiteten jeden, der die Wallets betrachtete, zu einer Webseite mit einem offiziellen „Verzichtsvermerk“.

Doe beauftragte Berater, um eine globale Pressemitteilung herauszugeben. Die Öffentlichkeitsarbeit funktionierte für einige. Insgesamt 424 Wallet-Eigentümer ergriffen „on-chain“ Maßnahmen, um zu signalisieren, dass ihre Mittel nicht aufgegeben wurden. Allerdings blieben 39.069 Wallets auf die Mitteilung mit absoluter Stille.

Rechtliche Ansprüche

Jetzt, da mehr als ein volles Jahr seit der Entdeckung und Meldung der Wallets an die Polizei vergangen ist, behauptet Doe, dass er das rechtliche Eigentum hat.

„Ohne eine gerichtliche Klage zur ‚Beruhigung des Titels‘ werden die Kläger fortlaufende und vorhersehbare Schäden und Verletzungen erleiden, da potenzielle Transaktionspartner und Dritte weiterhin die Eigentümerschaft der Kläger in Frage stellen werden.“