Dash evaluiert die Philippinen für Krypto-Zahlungen
Dash hat begonnen, die Philippinen als potenziellen Standort für sein Krypto-Zahlungsgeschäft zu evaluieren, wobei die Einhaltung regulatorischer Vorgaben im Mittelpunkt aller Expansionspläne steht. Daria Chernozub, globale Leiterin für Adoption bei Dash Blockchain, erklärte während der Philippine Blockchain Week 2026, dass das Projekt den lokalen Markt untersucht und bereits Gespräche mit wichtigen Akteuren der Branche aufgenommen hat.
„Wir glauben, dass Dash die Technologie und die Zahlungslösungen für Menschen bereitstellt, die unter hohen Gebühren leiden und eine einfache Nutzung benötigen“,
sagte Chernozub während der Veranstaltung.
Sie betonte, dass Dash ein rechtliches Gutachten vorbereitet hat, um die Gespräche mit Regulierungsbehörden und Finanzakteuren zu unterstützen. Chernozub erläuterte, dass das Projekt auf Länder abzielt, in denen Verbraucher mit hohen Zahlungsgebühren konfrontiert sind und bereit sind, neue Finanztechnologien zu übernehmen. Sie fügte hinzu, dass die Philippinen in dieses Profil passen, da viele Verbraucher offen dafür sind, digitale Finanzinstrumente zu erkunden.
Regulatorische Herausforderungen
Allerdings betonte sie, dass Dash keine Verpflichtungen zur Markteinführung eingegangen ist und weiterhin Marktanalyse durchführt. Chernozub erklärte, dass Dash beabsichtigt, alle rechtlichen und regulatorischen Anforderungen zu erfüllen, bevor Dienstleistungen im Land eingeführt werden. Sie erwähnte, dass das Projekt bereits Kommunikationskanäle mit wichtigen Marktteilnehmern im Rahmen dieses Prozesses eröffnet hat.
Diese Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die philippinischen Regulierungsbehörden die Aufsicht über Krypto-Unternehmen weiter verschärfen. Am 17. Juni führte die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) neue Anforderungen für Anbieter von virtuellen Vermögenswerten ein. Die Zentralbank wies lizenzierten Unternehmen an, umfassende Überprüfungen durchzuführen, bevor digitale Vermögenswerte gelistet werden, und verlangte eine kontinuierliche Überwachung von Token nach der Genehmigung.
Die BSP forderte auch VASPs auf, Informationen über Emittenten, Marktreife, Anwendungsfälle, Sicherheitsmaßnahmen, Liquiditätsbedingungen und rechtliche Compliance zu bewerten, bevor sie Vermögenswerte an Kunden anbieten. Datenschutzorientierte Kryptowährungen bleiben im Rahmen des Gesetzes verboten.
Lizenzierungsanforderungen
Jüngste regulatorische Maßnahmen haben die Position der BSP bekräftigt, dass Krypto-Unternehmen die entsprechenden Lizenzen einholen müssen, bevor sie im Land tätig werden. Anfang dieses Monats erklärte die BSP, dass weder Binance noch BlockShoals Technologies eine Lizenz als Anbieter von virtuellen Vermögenswerten besitzen, obwohl BlockShoals am regulatorischen Sandbox-Programm StratBox der philippinischen Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde teilgenommen hat.
Die Zentralbank stellte klar, dass die Teilnahme am SEC-Sandbox-Programm die Lizenzanforderungen der BSP für Krypto-Zahlungs- und Transaktionsdienste nicht ersetzt. Die Regulierungsbehörden forderten auch BlockShoals auf, sich mit einem lizenzierten inländischen VASP zu verbinden, bevor die Benutzeranmeldung, die von Binance unterstützt wird, fortgesetzt werden kann.
Die Philippinen haben versucht, ausländische Technologieunternehmen anzuziehen, sehen sich jedoch weiterhin Lizenzierungs-, Compliance- und regulatorischen Überprüfungsprozessen gegenüber, die über die Standardanforderungen für die Unternehmensregistrierung hinausgehen. Dash hat keinen Zeitrahmen für den Markteintritt bekannt gegeben. Chernozub sagte, das Unternehmen werde seine Bewertung der Philippinen fortsetzen und sich gleichzeitig mit Regulierungsbehörden und Branchenakteuren austauschen.