Crypto Prices

Hyperliquids HTX-Wallet-Blockaden gehen zu weit – Bybit könnte als Nächstes betroffen sein

vor 2 Stunden
2 minuten gelesen
2 ansichten

Kritik an Hyperliquid wegen Sanktionen

Hyperliquid sieht sich einer Welle von Kritik wegen seines Umgangs mit den britischen Sanktionen gegen die Krypto-Börse HTX gegenüber. Laut einem Nutzer mit dem Namen „as required“ hat die Plattform die strengste mögliche Auslegung der Sanktionen angenommen und blockiert Wallets, die nur indirekt mit HTX interagiert haben. Auch Adressen, die mit Bybit in Verbindung stehen, könnten betroffen sein.

Hintergrund der Sanktionen

Die Kontroversen resultieren aus den am 26. Mai 2026 verhängten britischen Sanktionen gegen Huobi Global SA, ein Unternehmen, das mit HTX verbunden ist. Die Behörden vermuten, dass die Börse Russland dabei hilft, Sanktionen zu umgehen, indem sie mehr als 1,5 Milliarden Dollar über das sogenannte A7-Netzwerk transferiert. Nach britischen Vorschriften gelten die Einschränkungen für lokale Anbieter digitaler Vermögenswerte, auch VASPs genannt.

„As required“ betonte, dass Hyperliquid kein britisches Unternehmen ist und keine Verbindungen zum Vereinigten Königreich hat. Die Plattform ist in Singapur registriert.

Blockierung von Wallets

Dennoch behauptet er, dass sie begonnen hat, jede Wallet zu blockieren, die Kontakt zu Adressen hatte, die zuvor mit HTX in Verbindung standen, nachdem die Sanktionen am 26. Mai verhängt wurden, unabhängig von der Anzahl der dazwischenliegenden Transfers.

Laut dem Autor gelten die Sanktionen nur für britische Unternehmen, die mit HTX arbeiten, während Hyperliquid „über das Gesetz hinaus“ ging, indem es Nutzer aufgrund jeglicher Verbindung zu einer der zehn größten zentralisierten Börsen der Welt blockierte. Er sagte auch, dass die Plattform den Nutzern keinen klaren Weg bot, um gegen die Entscheidung Einspruch zu erheben.

Beispiel eines betroffenen Nutzers

Als Beispiel nannte er den Fall eines Investors von Duldul Capital, der angeblich blockiert wurde, weil er einfach einem Freund Geld geliehen hatte, dessen Wallet mit HTX verbunden war. In einem sarkastischen Beitrag schlug der Autor vor, die Logik von Hyperliquid auf die Spitze zu treiben: Wenn bereits entfernte Verbindungen zu sanktionierten oder markierten Entitäten ausreichen, um Nutzer zu blockieren, sollten auch alle, die nach dem 17. Juni Gelder über Bybit eingezahlt oder abgehoben haben, eingeschränkt werden, da die Aufsichtsbehörde Singapurs Bybit Fintech Limited auf ihre Investor Alert List gesetzt hat.

Compliance und Transparenz

In einem separaten Beitrag wies „as required“ das gängige Argument zurück, dass „Hyperliquids Hände gebunden sind“ durch Analyseunternehmen wie Chainalysis, TRM Labs oder Elliptic.

Er sagte, er habe mit mehreren Compliance-Organisationen gesprochen, und alle hätten bestätigt, dass sie ihren Kunden keine verpflichtenden Blocklisten zur Verfügung stellen. Stattdessen bieten sie faktische Kennzeichnungen an, wie zum Beispiel, ob eine Wallet mit HTX interagiert hat. Die endgültige Entscheidung darüber, welche Adressen blockiert werden, trifft Hyperliquid selbst.

Der Autor stellte auch fest, dass andere Plattformen Mechanismen zur Überprüfung solcher Entscheidungen haben. Seiner Meinung nach hat OpenSea seine Wallets innerhalb weniger Stunden entsperrt, während Lighter, Extended und mehrere andere Börsen dieselben Wallets überhaupt nicht blockiert haben. Dies zeigt, dass ein transparenter Einspruchsprozess nicht unbedingt rechtliche Risiken für eine Plattform schafft.

Forschung und Auswirkungen

Die Kritik wurde auch von prominenten On-Chain-Forschern aufgegriffen. Laut ZachXBT haben die Sanktionen gegen HTX die Nützlichkeit der Blockchain-Risikoanalyse effektiv geschwächt, da Compliance-Systeme jetzt viele gewöhnliche Wallets einfach deshalb als „hohes Risiko“ kennzeichnen, weil sie einmal mit der Börse interagiert haben.

Schlussfolgerung

Der Autor schloss, dass eine so strenge Auslegung der Sanktionen der erklärten Vision von Hyperliquid widerspricht, dass Finanzen ein Werkzeug zur Ermächtigung der Menschen sein sollten, anstatt ihnen den Zugang ohne Schutz oder Rechtsmittel zu entziehen.

Beliebt