Neuer Finanzvorschlag der Liberaldemokratischen Partei Japans
Die regierende Liberaldemokratische Partei Japans hat einen neuen Finanzvorschlag im Bereich AI und Blockchain vorgelegt, der die Einführung von tokenisierten Einlagen, Yen-Stablecoins und programmierten Abwicklungen rund um die Uhr vorsieht. Der Vorschlag mit dem Titel „Konzept für die nächste Generation von AI & Onchain Finance“ wurde von einem Projektteam der LDP unter der Leitung von Seiji Kihara erarbeitet.
Details des Vorschlags
Kihara erklärte auf der Plattform X, dass der Vorschlag den internen Parteiprozess durchlaufen hat und nun eine endgültige Entscheidung erreicht wurde. Das Dokument wurde am 19. Mai vom Politischen Forschungsrat und dem Hauptquartier zur Förderung der digitalen Gesellschaft der LDP veröffentlicht. Es positioniert AI und Blockchain als zentrale Werkzeuge für eine zukünftige Wirtschaft, in der Zahlungen, Verträge, Kredite und Lieferungen rund um die Uhr abgewickelt werden können.
Kihara betonte: „Es ist wirklich ein ‚Konzept‘, und von hier aus werden wir es Schritt für Schritt weiterentwickeln.“
Er fügte hinzu, dass die Nachbearbeitung entscheiden wird, wie der Plan von der politischen Sprache in konkrete Maßnahmen überführt wird. Der Vorschlag sieht vor, dass Japan tokenisierte Einlagen fördern sollte, die Smart Contracts nutzen können, um Zahlungen mit Handel und Logistik zu verknüpfen.
Rechtliche Rahmenbedingungen und Zusammenarbeit
Zudem fordert er von einlagennehmenden Finanzinstituten, tokenisierte Einlagenprodukte zu entwickeln und innerhalb eines Jahres eine klare Sicht auf zentrale Fragen zu erlangen. Eine klarere rechtliche Behandlung von Stablecoins wird ebenfalls gefordert. Das Dokument legt dar, dass Japan klären sollte, ob Stablecoins für Löhne, Steuerzahlungen und Unternehmenskapitalbeiträge verwendet werden können, wobei eine interministerielle Zusammenarbeit innerhalb des Haushaltsjahres angestrebt wird.
Der Vorschlag unterstützt zudem die Tokenisierung von Girokontoeinlagen der Bank of Japan, einschließlich der möglichen Nutzung von Wholesale-CBDC. Die Zentralbank wird aufgefordert, ihren Überprüfungsprozess für die Umsetzung bis zum Jahresende zu veröffentlichen.
Innovationen im Zahlungsverkehr
Der LDP-Plan verweist auch auf Japans Zahlungsinnovationsprojekt, bei dem drei Großbanken die gemeinsame Ausgabe von Stablecoins untersuchen. Der Vorschlag sieht vor, dass die Arbeiten bis zum nächsten März auf eine reale Nutzung abzielen sollten, einschließlich des Cash-Managements im Ausland für große Unternehmen.
Verwandte Berichte haben ähnliche Entwicklungen auf dem japanischen Markt aufgezeigt. So berichtete crypto.news zuvor, dass MUFG, SMBC und Mizuho an Yen-unterstützten Stablecoin-Abwicklungsnetzwerken arbeiten, während Japans FSA strengere Reserveregeln für Stablecoin-Emittenten festlegt.
Eine separate Berichterstattung von crypto.news stellte zudem fest, dass der Gouverneur der Bank of Japan, Kazuo Ueda, die Forschung zur Blockchain-Abwicklung unterstützt hat, einschließlich tokenisiertem Zentralbankgeld und Sandbox-Projekten, die mit Girokontoeinlagen verbunden sind.
Asiatische Zusammenarbeit und zukünftige Entwicklungen
Das LDP-Dokument fordert außerdem einen „AI- und Onchain Finance Asia Policy Dialogue Framework“. Der vorgeschlagene Rahmen würde öffentliche und private Gruppen zusammenbringen, um Definitionen von RWA, Audits, KYC, AML und grenzüberschreitende Regelungen zu diskutieren. Der Vorschlag sieht vor, dass Japan auf eine asiatische On-Chain-Finanzplattform hinarbeiten sollte.
Es wird darauf hingewiesen, dass bereits 40 % bis 50 % der Handelsabwicklung Japans mit asiatischen Ländern in Yen denominiert sind, was Japan eine solide Basis für eine breitere regionale Zahlungskooperation bietet.