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KuCoin sieht sich rechtlicher Prüfung wegen angeblicher Drohung im Fall gestohlener Gelder gegenüber

vor 13 Stunden
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Rechtliche Beobachtung von KuCoin

KuCoin steht unter rechtlicher Beobachtung, nachdem der Blockchain-Ermittler ZachXBT behauptete, die Börse habe rechtliche Warnungen an ein Opfer gesendet, dessen gestohlene Gelder angeblich über mit KuCoin verbundene Konten geleitet wurden. Der Fall betrifft einen gemeldeten Diebstahl von 250.000 Dollar durch einen Atomic Stealer am 18. August 2025, wie in einem Telegram-Beitrag von ZachXBT berichtet wurde.

Behauptungen und Reaktionen

ZachXBT listete eine Diebstahlsadresse sowie fünf angebliche KuCoin-Einzahlungsadressen auf. Er behauptete, die beteiligten Konten hätten „gekauftes Mule KYC“ verwendet, ein Begriff, der für Konten steht, die mit der Identität einer anderen Person verifiziert sind. Diese Behauptungen wurden bislang nicht durch Gerichtsdokumente oder eine offizielle Stellungnahme von KuCoin bestätigt.

Ein Screenshot, der mit dem Beitrag geteilt wurde, scheint eine Nachricht des KuCoin-Kundenservice und Support-Teams zu zeigen. Darin heißt es, KuCoin respektiere das Recht, Bedenken über rechtliche und regulatorische Kanäle zu äußern, warnt jedoch, dass falsche oder rechtswidrige Aussagen zu rechtlichen Ansprüchen führen können. Die Nachricht schließt mit dem Hinweis: „Alle Rechte sind ausdrücklich vorbehalten.“

Der Beitrag erregte zusätzliche Aufmerksamkeit, nachdem DNBWIZARD die Börse auf X teilte und sagte: „Lustig, mich mit einer Klage zu bedrohen. Welche Rechtfertigung? Türken & Cais?“

Compliance-Probleme

Der Streit kommt zu einem Zeitpunkt, an dem KuCoin bereits unter Druck steht, was seine Compliance-Bilanz betrifft. Im Januar 2025 erklärte das US-Justizministerium, dass KuCoin sich schuldig bekannt habe, ein nicht lizenziertes Geldübertragungsunternehmen betrieben zu haben, und stimmte zu, mehr als 297 Millionen Dollar an Strafen zu zahlen. Das DOJ stellte fest, dass KuCoin es versäumt habe, effektive AML und KYC Programme aufrechtzuerhalten und verdächtige Aktivitäten auf seiner Plattform zuzulassen.

Im März 2024 hatte das DOJ KuCoin und zwei Gründer angeklagt und behauptet, die Börse habe es versäumt, angemessene Kontrollen zur Bekämpfung von Geldwäsche aufrechtzuerhalten. Die Staatsanwälte gaben an, dass KuCoin zwischen 2017 und 2024 mehr als 5 Milliarden Dollar erhalten und über 4 Milliarden Dollar an verdächtigen und kriminellen Geldern transferiert habe.

Gestohlene Gelder und Wiederherstellung

Wie von crypto.news berichtet, stahl eine gefälschte Ledger Live-App Anfang dieses Jahres mindestens 9,5 Millionen Dollar von mehr als 50 Opfern. In diesem Bericht wurde erwähnt, dass die gestohlenen Gelder über mehr als 150 KuCoin-Einzahlungsadressen und in einen zentralisierten Mischdienst geleitet wurden. Der gleiche Bericht stellte fest, dass der Blockchain-Ermittler ZachXBT gestohlene Gelder durch Transaktionen in KuCoin-Einzahlungsadressen verfolgt habe, die mit AudiA6 verbunden sind.

Es wurde auch festgestellt, dass eine Wiederherstellung wahrscheinlich Maßnahmen der Strafverfolgung und die Zusammenarbeit mit Börsen erfordern würde.

Regulierung und Lizenzierung

Wie zuvor von crypto.news berichtet, sicherte sich KuCoin Ende 2025 eine MiCA-Lizenz in Österreich über seine europäische Tochtergesellschaft. Diese Genehmigung erlaubte der Börse, regulierte Dienstleistungen im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum gemäß den Passregelungen der EU anzubieten. Allerdings sperrte die österreichische Aufsichtsbehörde später die europäische Tochtergesellschaft von KuCoin für neue Geschäfte und die Aufnahme von Kunden und verwies auf Probleme bei der Compliance-Personalbesetzung.

Diese Einschränkung folgte KuCoins früherem Bestreben, sich als regulierte europäische Plattform zu präsentieren.

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