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Malta schlägt Regelwerk für DeFi vor, das DAOs im Rahmen der MiCA-Ära abdeckt

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Einführung

Die maltesische Regulierungsbehörde sucht Branchenfeedback zu einem rechtlichen Rahmen für softwaregesteuerte Organisationen und argumentiert, dass viele DeFi-Projekte nicht vollständig dezentralisiert sind. Die maltesische Finanzaufsichtsbehörde hat ein Diskussionspapier veröffentlicht, das einen potenziellen rechtlichen Rahmen für dezentrale Finanzen (DeFi) umreißt, einschließlich der Anerkennung von dezentralen autonomen Organisationen (DAOs).

Öffentliche Konsultation

Am 12. Juni eröffnete die Malta Financial Services Authority (MFSA) eine öffentliche Konsultation zu DeFi im Rahmen der Verordnung über Märkte in Krypto-Assets (MiCA) der Europäischen Union. Das Papier lädt bis zum 10. Juli zur Rückmeldung aus der Branche ein und schlägt eine neue rechtliche Kategorie für sogenannte „softwarebasierte Organisationen“ vor, die DAOs und andere softwaregesteuerte DeFi-Einheiten umfasst.

Anstatt DAOs als eigenständiges rechtliches Konzept zu behandeln, schlägt die MFSA vor, sie als eine Art von softwarebasierter Organisation anzuerkennen und den rechtlichen Rahmen, der die Organisation selbst regelt, von den Regeln zu trennen, die das zugrunde liegende Protokoll und die Software betreffen.

Regulatorische Herausforderungen

Das Diskussionspapier baut auf Maltas langjähriger Rolle in der digitalen Vermögensbranche auf, da es 2018 eines der ersten umfassenden regulatorischen Rahmenwerke für Krypto in der Region eingeführt hat. Während betont wird, dass vollständig dezentrale Dienste im Allgemeinen außerhalb des Anwendungsbereichs von MiCA fallen, argumentiert die Regulierungsbehörde, dass viele DeFi-Projekte zentrale Merkmale beibehalten, die die Ansprüche auf Dezentralisierung komplizieren und Fragen zur regulatorischen Verantwortlichkeit aufwerfen.

„MiCA schließt vollständig dezentrale Modelle von ihrem regulatorischen Anwendungsbereich aus, was bedeutet, dass Projekte ohne Vermittler oder zentrale Kontrolle möglicherweise nicht mit MiCA konform sein müssen,“ heißt es in dem Papier.

Europäische Union und DeFi

Maltas Diskussionspapier kommt inmitten eines breiteren Vorstoßes in der Europäischen Union, um zu klären, wie dezentrale Finanzen und dezentrale autonome Organisationen im Rahmen von MiCA behandelt werden sollten. Im März stellte ein Arbeitsdokument der Europäischen Zentralbank fest, dass Governance und Kontrolle über vier große DeFi-Protokolle stark konzentriert blieben, was darauf hindeutet, dass viele Projekte Schwierigkeiten haben könnten, als „vollständig dezentralisiert“ zu qualifizieren und daher außerhalb des Anwendungsbereichs von MiCA fallen.

Die Debatte setzte sich im Mai fort, als die Europäische Kommission eine gezielte Überprüfung von MiCA einleitete, um Feedback zu Themen wie Zinsen auf Stablecoin-Zahlungen, die Behandlung von DeFi und ob Lücken im Rahmen zusätzliche Regulierung rechtfertigen, einzuholen.

Meinungen zur Regulierung

Allerdings glaubt nicht jeder, dass ein neues DeFi-Regelwerk notwendig ist. Im Gespräch mit Cointelegraph beim WAIB Summit Monaco Anfang dieses Monats sagte der Berater der Europäischen Kommission, Peter Kerstens, dass die Entscheidungsträger die Integration von Tokenisierung in einen breiteren digitalen Vermögensrahmen priorisieren sollten, anstatt eine zweite Version von MiCA zu verfolgen, die sich auf DeFi konzentriert.

Berater der Europäischen Kommission Peter Kerstens (rechts) spricht mit Zoltan Vardai von Cointelegraph.

In Verbindung stehendes: Krypto-Unternehmen stehen am 1. Juli vor EU-Ausschluss, da die MiCA-Gnadenfrist endet.

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