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Stablecoins könnten in M1 oder M2 eingehen, sagt Fed-Studie

vor 53 Minuten
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Einführung

Forscher der Federal Reserve haben am 4. September einen Rahmen vorgeschlagen, um zu entscheiden, wie Stablecoins und andere blockchain-basierte Finanzprodukte in die US-Geldmengenstatistiken eingeordnet werden könnten. Zahlungstablecoins sind derzeit nicht in M1 oder M2 enthalten, aber ihre zukünftige Klassifizierung könnte davon abhängen, wie Haushalte und Unternehmen sie nutzen.

Studie der Federal Reserve

Die Autoren, Kristen Payne und Mary-Frances Styczynski, untersuchten Zahlungstablecoins, tokenisierte Bankeinlagen und tokenisierte Geldmarktfonds in einer Studie der Federal Reserve. Sie berücksichtigten sowohl die wirtschaftliche Funktion jedes Vermögenswerts als auch die Möglichkeit, zuverlässige Daten zu sammeln, ohne dass dasselbe Geld doppelt gezählt wird.

„Das Papier spiegelt ihre persönlichen Ansichten wider und stellt keine politische Entscheidung der Federal Reserve dar oder eine aktive Überlegung zur Änderung der monetären Aggregate.“

Verwendung von Zahlungstablecoins

Zahlungstablecoins könnten auch verwendet werden, um die alltägliche Zahlungsaktivität von Haushalten und Unternehmen zu unterstützen. Transaktionen auf einer Blockchain werden sofort abgewickelt, sodass Zahlungstablecoins potenziell liquider als Sichtguthaben sein könnten.

Monetäre Aggregate der Federal Reserve

Die Federal Reserve veröffentlicht drei monetäre Aggregate: Die monetäre Basis umfasst physisches Bargeld und Bankreserven. M1 umfasst hochliquides Geld, das auf Abruf verfügbar ist, während M2 M1 plus weniger liquide Sparprodukte wie kleine Termineinlagen und Einzelhandels-Geldmarktfonds umfasst.

Nach dem Rahmen der Forscher würde ein Vermögenswert, der hauptsächlich als Tauschmittel verwendet wird, normalerweise in M1 eingeordnet. Ein Vermögenswert, der hauptsächlich für kurzfristige Ersparnisse verwendet wird, wäre eher mit dem Nicht-M1-Anteil von M2 vereinbar. Zahlungstablecoins könnten in eine der beiden Kategorien fallen.

Klassifizierung von Stablecoins

Tokens, die für Haushaltskäufe, Geschäftszahlungen oder sofortige Überweisungen verwendet werden, würden die transaktionalen Merkmale von M1 aufweisen. Stablecoins, die hauptsächlich zum Handel mit Kryptowährungen oder zur vorübergehenden Wertaufbewahrung verwendet werden, würden eher Vermögenswerten in M2 ähneln.

Die Forscher verwendeten USDC als den nächstgelegenen bestehenden Vergleich, während sie darauf hinwiesen, dass nur wenige Zahlungstablecoins derzeit unter dem GENIUS Act-Rahmen operieren. USDC wird weit verbreitet als On-Chain-Abwicklungsvermögenswert verwendet, aber die Nutzer halten es auch zwischen den Trades oder legen es in Produkte an, die indirekte Erträge bieten.

Herausforderungen bei der Klassifizierung

Die Unterscheidung kann nicht allein durch die Technologie geklärt werden. Ein Dollar-Token kann sofort bewegt werden, während er weiterhin hauptsächlich als Spar- oder Handelsinstrument fungiert. Die Forscher schlugen daher vor, die dominante Nutzung zu beobachten, bevor eine Klassifizierung zugewiesen wird.

Dieser funktionale Ansatz erklärt auch, warum die Federal Reserve zuvor ihre Definitionen geändert hat. Im Jahr 2020 wurden Spareinlagen in M1 eingestuft, nachdem regulatorische Änderungen sie übertragbarer gemacht hatten.

Einfluss der Reservevermögenswerte

Stablecoins zu M1 oder M2 hinzuzufügen, wäre nicht so einfach wie das Zählen jedes Tokens im Umlauf. Emittenten halten Reservevermögenswerte, die diese Tokens unterstützen. Einige dieser Vermögenswerte könnten bereits anderswo in den monetären Aggregaten erscheinen.

Die Offenlegungspflichten des GENIUS Act könnten einen Teil der erforderlichen Daten liefern. Das Gesetz verlangt von den zugelassenen Emittenten, Informationen über ihre Reservebestände zu veröffentlichen. Regulierungsbehörden benötigen jedoch weiterhin gemeinsame Berichtsstandards, die das zirkulierende Angebot, die Reservezusammensetzung und potenziell unzugängliche oder eingefrorene Tokens identifizieren.

Internationale Zirkulation und tokenisierte Einlagen

Die Zirkulation von Stablecoins erstreckt sich auch über die US-Grenzen hinaus. Ein von einem regulierten US-Unternehmen ausgegebener Token kann zwischen Wallets überall hin übertragen werden. Die Forscher sagten, dass die Trennung der inländischen Zirkulation von der internationalen Nutzung daher zusätzliche Berichterstattung erfordern könnte.

Tokenisierte Einlagen erfordern eine andere Behandlung, da sie Verbindlichkeiten regulierter Banken bleiben. Die Tokenisierung ändert, wie die Einlage aufgezeichnet und übertragen wird, ändert jedoch nicht automatisch ihren rechtlichen oder wirtschaftlichen Charakter.

Fazit

Die Forschung legt keinen Zeitrahmen für die Hinzufügung von Stablecoins zu M1 oder M2 fest. Sie identifiziert vielmehr die Tests, die erfüllt sein müssten, bevor die Federal Reserve zuverlässige Zahlen veröffentlichen könnte. Beamte bräuchten standardisierte Zirkulationsdaten, einen konsistenten Berichterstattungskanal und eine Methode zur Abzug von Reservevermögenswerten, die bereits anderswo erfasst sind.

Bis diese Fragen geklärt sind und die Federal Reserve ihre Methodik formal ändert, bleiben Zahlungstablecoins außerhalb der veröffentlichten US-Geldaggregate. Das Papier vom 4. September bietet einen analytischen Weg, legt jedoch keine neue Politik fest.

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