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Südafrika schließt ausländische Stablecoins als Zahlungsmittel aus, um Dollarization zu verhindern

vor 10 Stunden
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Kryptowährungen und Stablecoins in Südafrika

Die südafrikanischen Finanzaufsichtsbehörden haben klargestellt, dass Kryptowährungen und Stablecoins kein gesetzliches Zahlungsmittel sind. In einer gemeinsamen Erklärung betonten die South African Reserve Bank (SARB) und die Financial Sector Conduct Authority (FSCA), dass Kryptowährungen und Stablecoins weder Geld im Sinne des National Payments System Act des Landes noch Zahlungsmittel darstellen.

Regulatorische Klarstellung und Reaktionen

Die regulatorische Klarstellung reagiert direkt auf die sich verändernde Finanzlandschaft in Südafrika, wo digitale Vermögenswerte zunehmend von spekulativen Investitionen zu gängigen Transaktionswerkzeugen übergehen. Diese nationale Migration hin zu dezentralen Finanzen hat den Druck auf die bestehenden Geldpolitiken verstärkt. Der prominente südafrikanische Ökonom Dawie Roodt argumentiert, dass die bestehenden Devisenkontrollgesetze des Landes grundlegend mit modernen Kapitalflüssen unvereinbar sind. Er warnt, dass ein Versäumnis, diese Vorschriften zu modernisieren, unweigerlich die Abkehr der Verbraucher von der lokalen Währung zugunsten stabilerer digitaler Alternativen beschleunigen wird.

Risiken und regulatorische Maßnahmen

Die Regulierungsbehörden entgegnen jedoch, dass eine weit verbreitete Akzeptanz von Kryptowährungen die Effizienz des National Payments System (NPS) gefährden und breitere systemische Risiken im Finanzsektor auslösen könnte. Um diese Verwundbarkeiten zu mindern, plant die südafrikanische Regierung, den regulatorischen Rahmen des NPS Act zu erweitern.

„Die Überarbeitung des NPS Act wird Bestimmungen enthalten, die es der SARB nach eigenem Ermessen ermöglichen, Zahlungsmittel, die nicht Geld sind, wie Krypto-Assets, zu erklären und zu regulieren. Dies wird der SARB die Befugnis geben, Krypto-Assets als Zahlungsmittel für inländische Transaktionen zu benennen, sollte ein überzeugender Fall entstehen“,

heißt es in der Erklärung.

Ansatz gegenüber Stablecoins

Während nicht vorgesehen ist, dass die SARB „nicht gedeckte“ Krypto-Assets als Zahlungsmittel reguliert, wird der Ansatz gegenüber Stablecoins anders sein. Da Stablecoins einige Merkmale von digitalem Geld aufweisen, haben sie das Potenzial, als Zahlungsmittel akzeptiert zu werden, so die Regulierungsbehörden. Folglich analysiert die Intergovernmental Fintech Working Group (IFWG) die anwendbaren Anwendungsfälle von an die lokale Währung gebundenen Stablecoins, um eine angemessene politische und regulatorische Antwort zu entwickeln.

Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass die südafrikanische Zentralbank ausländische, an Währungen gebundene Stablecoins als Zahlungsmittel für inländische Transaktionen genehmigt oder in Betracht zieht, da sie „das Risiko der Währungsersatzbildung (‘Dollarization’) mit sich bringen könnten, was die Übertragung der Geldpolitik schwächen würde.“

Versicherung der Regulierungsbehörden

Das südafrikanische Finanzministerium und die Zentralbank haben der Krypto-Industrie versichert, dass die vorgeschlagenen Kapitalflussregulierungen digitale Vermögenswerte nicht behindern werden.

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