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Zodia Custody sichert sich Lizenz in Luxemburg zur Erweiterung ihrer EU-Stablecoin-Dienste

vor 8 Stunden
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Zodia Custody erhält Lizenz als Zahlungsinstitut

Zodia Custody hat von der luxemburgischen Commission de Surveillance du Secteur Financier eine Lizenz als Zahlungsinstitut erhalten. Diese Genehmigung stellt einen bedeutenden Schritt dar, da sie es dem Unternehmen ermöglicht, regulierte Verwahrungs- und Übertragungsdienste für Stablecoins in der gesamten Europäischen Union anzubieten.

Laut einer Pressemitteilung, die mit crypto.news geteilt wurde, erlaubt die neue Lizenz Zodia Custody (Europe) S.A., ihre institutionelle Verwahrungsplattform auf Electronic Money Tokens (EMTs) auszudehnen. Diese Kategorie von Stablecoins ist unter der Verordnung der Europäischen Union über Märkte für Krypto-Assets anerkannt. Die Lizenz ergänzt die bereits bestehende MiCA Crypto-Asset Service Provider Lizenz, die Zodia im Dezember 2025 erhalten hat. Zusammen ermöglichen diese beiden Genehmigungen Institutionen, Krypto-Assets zu verwahren und EMTs innerhalb eines regulierten Rahmens im gesamten Block zu übertragen.

Da Stablecoins zunehmend eine zentrale Rolle bei der Abwicklung, dem Liquiditätsmanagement und den Treasury-Funktionen übernehmen, betont Zodia, dass der kombinierte regulatorische Rahmen die Notwendigkeit verringert, dass Institutionen auf mehrere Anbieter für Verwahrungs- und Übertragungsdienste angewiesen sind.

„Die Sicherung der Lizenz als Zahlungsinstitut neben unserer MiCA CASP-Genehmigung ist ein entscheidender Schritt, um unsere Fähigkeiten im Bereich der sicheren Verwahrung von Krypto-Assets zu erweitern. Mit beiden Lizenzen können unsere Kunden ihre EMT- und Krypto-Asset-Strategien in ganz Europa mit dem nötigen Vertrauen verwalten, dass ihre Vermögenswerte in einer bankengerechten Umgebung geschützt sind“, erklärt Ami Nagata, Geschäftsführer von Zodia Custody Europe in Luxemburg.

Zodia hebt hervor, dass die duale Lizenzstruktur die operationale Fragmentierung und das Gegenparteiausfallrisiko verringert, die entstehen können, wenn Institutionen separate Anbieter für Krypto-Verwahrung und Stablecoin-Übertragungen nutzen. Das Unternehmen fügt hinzu, dass die Fähigkeit, EMTs zu verwahren und zu übertragen, ein wesentlicher Bestandteil der institutionellen Infrastruktur für digitale Vermögenswerte wird.

Hintergrund und zukünftige Entwicklungen

Gegründet im Jahr 2020, bedient Zodia Custody institutionelle Kunden und zählt Standard Chartered, Northern Trust, SBI Holdings, Emirates NBD und National Australia Bank zu seinen Aktionären und Investoren. Die neueste Genehmigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Standard Chartered weiterhin daran arbeitet, die Verwahrungsoperationen von Zodia näher an ihr eigenes Geschäft mit digitalen Vermögenswerten zu integrieren.

Anfang dieses Jahres berichtete Bloomberg, dass die Bank in Erwägung zog, Zodia Custody in ihre Abteilung für Unternehmens- und Investmentbanking zu integrieren, um sich überschneidende Verwahrungsoperationen zu konsolidieren. Später im Mai berichtete Bloomberg, dass das nicht verbindliche Angebot von Standard Chartered angenommen wurde, wobei die regulierten Verwahrungsaktivitäten von Zodia voraussichtlich Teil des digitalen Verwahrgeschäfts der Bank werden.

Berichten zufolge würde Zodia weiterhin bestimmte Dienste als White-Label-Plattform für Banken und Fintech-Unternehmen anbieten, während die verwahrenden Funktionen für institutionelle Kunden in die Infrastruktur von Standard Chartered integriert werden.

Die Bank hat in den letzten Jahren ihren digitalen Vermögensfußabdruck stetig erweitert. Standard Chartered startete im Januar 2025 Krypto-Verwahrungsdienste in Luxemburg und führte später den institutionellen Spot-Krypto-Handel über ihre Abteilung für Unternehmens- und Investmentbanking ein. Zudem verfolgt die Bank Initiativen, die Stablecoins, den Handel mit digitalen Vermögenswerten und Krypto-Prime-Brokerage umfassen.

Neben ihren europäischen Genehmigungen hält Zodia laut eigenen Angaben regulatorische Genehmigungen und Erlaubnisse im Vereinigten Königreich, in den VAE, Hongkong, Singapur und Australien. Die Lizenz in Luxemburg erweitert das Netzwerk des Unternehmens um einen weiteren regulierten Markt, während der Wettbewerb unter den Anbietern von institutioneller Krypto-Verwahrung weiterhin zunimmt.