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CHFD Stablecoin startet Testphase mit neun Schweizer Institutionen

vor 4 Stunden
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Einführung der CHFD Stablecoin

Die CHFD Stablecoin trat am 8. September 2023 in ihre formale Testphase ein, nachdem der Schweizer Finanzmarktbetreiber SIX und der Zahlungsdienstleister TWINT sieben bestehende Teilnehmer in dieser kontrollierten Initiative beigetreten sind. Den offiziellen Ankündigungen zufolge sind die neun Teilnehmer:

  • UBS
  • PostFinance
  • Sygnum
  • Raiffeisen
  • Zürcher Kantonalbank
  • Banque Cantonale Vaudoise
  • SIX
  • TWINT
  • Swiss Stablecoin AG

Sie testen ein digitales Asset, das darauf ausgelegt ist, einen Eins-zu-eins-Wert gegenüber dem Schweizer Franken zu halten. Ein CHFD soll innerhalb des Sandboxes einem CHF entsprechen. Das Projekt bleibt experimentell.

Testziele und Anwendungsfälle

Die Mitglieder erklärten, dass die Tests keine Entscheidung zur kommerziellen Ausgabe von CHFD oder zur Bereitstellung für die Öffentlichkeit darstellen. Die teilnehmenden Institutionen werden automatisierte Transaktionen zwischen Finanzunternehmen und die Abwicklung von tokenisierten Vermögenswerten testen. Dies sind etablierte institutionelle Anwendungsfälle für blockchain-basiertes Geld.

Eine Stablecoin könnte es ermöglichen, dass ein tokenisiertes Wertpapier und dessen Zahlung durch verbundene digitale Systeme bewegt werden. Das Ziel wäre es, die Verzögerung zwischen der Lieferung eines Vermögenswerts und dem Erhalt der entsprechenden Mittel zu reduzieren.

Technische Infrastruktur und Programmierbare Zahlungen

SIX betreibt bereits eine Infrastruktur für die Ausgabe, den Handel und die Abwicklung digitaler Wertpapiere. Ihre digitale Asset-Plattform unterstützt tokenisierte Wertpapiere neben traditionellen Vermögenswerten in einem regulierten Nachhandelsumfeld. Laut dem Unternehmen wurden über 2 Milliarden CHF an digitalen Wertpapieren über die SIX Digital Exchange ausgegeben.

„Die CHFD-Teilnehmer werden auch programmierbare Zahlungen untersuchen, bei denen vordefinierte Bedingungen steuern, wann Gelder bewegt werden.“

Die vorgeschlagenen Szenarien umfassen E-Commerce, Ticketing und Zahlungen im öffentlichen Sektor. Für Online-Marktplätze werden die Institutionen prüfen, ob Zahlungsbedingungen Betrug reduzieren können.

Regulatorische Aspekte und Marktintegration

Die Ankündigung nannte keine teilnehmenden Ticketunternehmen oder erklärte, welche Kontrollen dies beinhalten würde. Das Szenario für öffentliche Mittel wird bewerten, ob bedingte Zahlungen die Auszahlung effizienter gestalten können. Keine Schweizer Regierungsbehörde wurde als Teilnehmer genannt, und die Ankündigung bestätigt nicht, dass öffentliche Gelder bereits durch CHFD fließen.

Die Stablecoin-Richtlinien von FINMA besagen, dass die regulatorische Behandlung einer Schweizer Stablecoin von ihrer rechtlichen Struktur und den Rechten abhängt, die den Inhabern gewährt werden. Anforderungen zur Bekämpfung von Geldwäsche können ebenfalls gelten, da Stablecoins als Zahlungsmittel dienen können.

Markt und Zukunftsausblick

CHFD tritt in einen Markt ein, in dem bereits andere digitale Vermögenswerte in Schweizer Franken operieren. Dazu gehören AllUnitys CHFAU, VNXs VCHF und die dezentrale Frankencoin. Der mögliche Vorteil der CHFD-Gruppe ergibt sich aus ihren Verbindungen zu Schweizer Banken, mobilen Zahlungen und Wertpapierinfrastruktur.

Die Partner haben nicht offengelegt, wie viel CHFD ausgegeben wurde, wie viele Transaktionen abgeschlossen wurden oder wie die Plattform im Vergleich zu bestehenden Zahlungssystemen abschneidet. Die Tests werden bewerten, wo eine Stablecoin in Schweizer Franken praktischen Wert bieten könnte und welche technischen, operationale und regulatorischen Hindernisse bestehen bleiben.

Die Teilnehmer haben keinen Einzelhandelsstart, keine Bankkontointegration oder Börsenlistung angekündigt.

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