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Hausdemokraten fordern von der SEC Klarheit zu Regeln für KI-Handelswerkzeuge und Kryptowährungen

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Einführung

Eine Gruppe von demokratischen Mitgliedern des US-Repräsentantenhauses hat am Dienstag einen Brief an SEC-Vorsitzenden Gary Gensler gesendet, in dem sie Informationen darüber anfordern, wie die Behörde KI-gesteuerte Handelswerkzeuge überwacht und ob die bestehenden Wertpapiergesetze ausreichen, um diese Technologie zu regulieren.

Inhalt des Briefes

Der Brief, angeführt von Bill Foster, dem führenden Demokraten im Unterausschuss für Finanzinstitute der House Financial Services, und Brad Sherman, dem führenden Demokraten im Unterausschuss für Kapitalmärkte, warnt, dass Plattformen, die KI-Handelsagenten für Privatanleger anbieten, „ernsthafte Fragen zum Anlegerschutz, zu den Verantwortlichkeiten von Broker-Dealern, zur Marktintegrität und zur Rechenschaftspflicht von KI-Entwicklern aufwerfen.“

Die Gesetzgeber erklärten, dass die Technologie bald über den grundlegenden Aktienhandel hinaus in komplexere Finanzprodukte vordringen könnte. „Obwohl solcher Handel zunächst in seinem Umfang begrenzt sein mag, gibt es Hinweise darauf, dass agentenbasierter Handel auf eine breite Palette zusätzlicher Produkte, einschließlich Optionen, Kryptowährungen, Event-Verträge und Futures, ausgeweitet werden könnte,“ heißt es in dem Brief.

Regulatorische Bedenken

Foster, Sherman und die anderen Unterzeichner argumentierten, dass viele KI-Handelsagenten „größtenteils außerhalb des wertpapierrechtlichen Rahmens operiert haben“, obwohl sie „bedeutsame Investitionsentscheidungen im Namen von Privatanlegern getroffen haben.“ Die Gesetzgeber hinterfragten auch die rechtliche Verantwortung von Brokern und KI-Entwicklern und wiesen darauf hin, dass die Offenlegungen, die vielen KI-Agenten beiliegen, besagen, dass Brokerage-Plattformen die Genauigkeit oder Eignung von KI-generierten Empfehlungen nicht garantieren können und das Verhalten von Agenten nicht vollständig kontrollieren, überwachen oder prüfen können.

Sie schrieben, dass solche Haftungsausschlüsse „dringende Fragen zur regulatorischen Behandlung von agentenbasierten Handelswerkzeugen aufwerfen und Unsicherheit hinsichtlich der rechtlichen Verantwortung zwischen Brokern, KI-Entwicklern und Privatanlegern schaffen.“

Forderungen an die SEC

Der Brief fordert die SEC auf, bis zum 31. Juli schriftliche Antworten zu mehreren Themen zu geben, darunter:

  • Welche Schutzmaßnahmen oder Analysen die Behörde zu KI-Agenten durchgeführt hat
  • Wann solche Systeme sich bei der Regulierungsbehörde registrieren sollten
  • Wie umfassend die SEC mit Handelsplattformen konsultiert hat
  • Ob der Kongress der Behörde zusätzliche Befugnisse einräumen muss, um auf aufkommende Risiken zu reagieren

Die Abgeordneten Stephen Lynch, Jim Himes, Sean Casten, Rashida Tlaib, Brittany Pettersen und Sylvia Garcia haben ebenfalls den Brief unterzeichnet.

Erweiterung der KI-Agenten

Die Anfrage erfolgt, während KI-Agenten weiterhin in den Krypto-Handel und digitale Zahlungen expandieren. Anfang dieses Monats stellte Coinbase „Coinbase for Agents“ vor, eine Plattform, die großen Sprachmodellen wie ChatGPT und Claude den Zugriff auf von Nutzern autorisierte Coinbase-Konten ermöglicht. Das System erlaubt es KI-Agenten, Kryptowährungshandel durchzuführen, Portfolios zu verwalten, Märkte zu überwachen, Bestände gemäß vordefinierten Regeln neu zu gewichten und digitale Dienstleistungen über das x402-Zahlungsprotokoll von Coinbase zu erwerben.

Coinbase integrierte auch „Coinbase Advisor“ in die Plattform und beschreibt es als einen bei der SEC und CFTC registrierten Finanzberater, der innerhalb von Agenten-Workflows Anlageberatung bieten kann. Das Unternehmen gab an, dass Unterstützung für Aktien und Prognosemärkte in einer späteren Einführung folgen wird.

Rechtliche Entwicklungen

Die kommerzielle Nutzung von KI-Agenten hat sich auch über den Handel hinaus ausgeweitet. Am selben Tag, an dem die Gesetzgeber ihren Brief sendeten, führten die American Arbitration Association und Integra Ledger das „Legal Context Protocol“ ein, einen offenen Standard, der entwickelt wurde, um Transaktionsbedingungen, Zustimmung, geltendes Recht und Informationen zur Streitbeilegung für autonome KI-Transaktionen aufzuzeichnen.

Die Organisationen erklärten, dass das Protokoll die rechtliche Aufzeichnung und nicht die Zahlungen behandelt und neben bestehenden Maschinenzahlungssystemen wie x402 und anderen digitalen Identitätswerkzeugen funktionieren kann. Zu den Gründungsbeitragszahlern gehören Google, IBM, Circle, Hedera, Cardano, Aptos Foundation, Ava Labs, Stellar Development Foundation, Wayfair und mehrere andere Technologie- und Blockchain-Organisationen.

Der CEO von Integra Ledger, David Fisher, sagte: „Die Zahlungsinfrastruktur wird aktiv für KI-Agenten aufgebaut,“ während der rechtliche Rahmen noch nicht Schritt gehalten hat.

Er erklärte, dass das Protokoll Fragen beantwortet, was die Parteien vereinbart haben, die Bedingungen, die eine Transaktion regeln, und wie Streitigkeiten gelöst werden sollten, falls sie auftreten.

Schlussfolgerung

Die zunehmende Akzeptanz von KI-Agenten im Handel, bei Zahlungen und im Finanzwesen hat die Gesetzgeber dazu veranlasst, mehr Klarheit darüber zu suchen, wie bestehende Wertpapierregulierungen gelten, während autonome Software zunehmend mehr finanzielle Entscheidungen im Namen von Privatanwendern trifft.

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