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Iran wendet sich angesichts von Sanktionen der Kryptowährung für Exportzahlungen zu: FT

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Lockerung der Devisenkontrollen im Iran

Die Zentralbank Irans hat Berichten zufolge die Devisenkontrollen gelockert und die Nutzung von Kryptowährungen für Exportzahlungen toleriert, da Unternehmen nach Alternativen zu den durch US-Sanktionen eingeschränkten traditionellen Bankkanälen suchen. Iranische Unternehmen können grenzüberschreitende Zahlungen in USDT, Bitcoin und anderen digitalen Vermögenswerten erhalten, berichtete die Financial Times am 9. September unter Berufung auf mit der Materie vertraute Personen.

Aktuelle Entwicklungen und Reaktionen

„Der Erhalt von Exportzahlungen in Krypto ist jetzt völlig normal geworden“, sagte ein Geschäftsführer eines mit der Regierung verbundenen Unternehmens gegenüber der Publikation. Der Geschäftsführer wurde nicht namentlich genannt, und die Zentralbank Irans reagierte nicht auf die Anfrage der Zeitung.

Zu den gemeldeten Änderungen gehört die Erlaubnis für Exporteure, im Ausland gehaltene Mittel über inländische Kryptowährungsbörsen repatriieren zu können. Unternehmen können auch Fremdwährungen über offene Märkte umtauschen oder Exporterlöse direkt verwenden, um Importe zu kaufen.

Hintergrund und Auswirkungen der Änderungen

Laut FT hat die Zentralbank Irans unter dem Druck von US-Sanktionen und finanziellen Blockaden in den letzten Monaten stillschweigend die Devisenkontrollen gelockert und Exporteure ermutigt, zurückzuführen. Diese Regelungen verringern die Abhängigkeit der Exporteure vom offiziellen Devisensystem Irans, das traditionell erforderte, dass Unternehmen ausländische Einnahmen über staatlich überwachte Kanäle zurückführen, oft zu Wechselkursen, die unter denen des offenen Marktes lagen.

Der Bericht der Financial Times beschreibt eine Verschiebung in der Durchsetzung und nicht ein veröffentlichtes Gesetz oder eine formelle Direktive der Zentralbank. Kein öffentliches Dokument der Zentralbank Irans hat bestätigt, dass Kryptowährung jetzt eine autorisierte Zahlungsmethode für jeden Exporteur ist. Diese Unterscheidung ist wichtig, da die Toleranz von Beamten nicht unbedingt den Unternehmen rechtliche Sicherheit bietet.

Finanzielle Rückflüsse und Krypto-Nutzung

Iranische Beamte suchen auch die Rückführung von Exporterlösen, die außerhalb des Landes gehalten werden. Mehr als 20.000 Einzelpersonen und Unternehmen haben angeblich versäumt, etwa 94 Milliarden Euro zurückzuführen, laut Zahlen, die von der Financial Times zitiert wurden. Diese Behauptung wurde nicht unabhängig durch eine Einreichung bei der Zentralbank überprüft.

TRM Labs schrieb etwa 9,9 Milliarden US-Dollar an Kryptowährungsvolumen dem Iran im Jahr 2025 zu. Ihr Krypto-Kriminalitätsbericht von 2026 maß sowohl eingehende als auch ausgehende Transaktionen, die mit iranischen Dienstleistungen und Einrichtungen verbunden sind. Die Gesamtzahl war niedriger als die etwa 11,4 Milliarden US-Dollar, die 2024 verzeichnet wurden.

Risiken und regulatorische Herausforderungen

Die inländische Akzeptanz von Krypto im Iran hebt nicht die ausländischen Sanktionen auf. Das US-Finanzministerium betrachtet iranische digitale Vermögensbörsen als iranische Finanzinstitute, deren Vermögenswerte blockiert werden müssen, wenn sie unter US-Rechtsprechung fallen. Eine offizielle OFAC-Mitteilung besagt, dass US-Personen im Allgemeinen nicht mit iranischen Krypto-Börsen transagieren können, es sei denn, eine Ausnahme oder Genehmigung gilt.

„Die gemeldete Toleranz Irans schützt einen ausländischen Geschäftspartner nicht vor Vermögenssperren, sekundären Sanktionen oder Durchsetzungen in einer anderen Gerichtsbarkeit.“

Die nächsten Entwicklungen hängen davon ab, ob die Zentralbank Irans die gemeldete Politik formell bestätigt, Abrechnungsregeln veröffentlicht oder spezifische Kanäle für Exporteure lizenziert. Bis dahin bleiben die Behauptungen, dass Krypto-Zahlungen „völlig normalisiert“ wurden, auf anonymen Quellen und Aussagen der Branche basieren.

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