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Mexiko beschlagnahmt 300 Krypto-Mining-Rigs, die illegal an ein Wasserkraftwerk angeschlossen waren

vor 3 Stunden
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Beschlagnahmung von Mining-Maschinen in Mexiko

Mexikanische Bundesstaatsanwälte, die Marine und die Polizei des Bundesstaates Puebla haben 300 Mining-Maschinen von einem Grundstück in der Sierra Norte beschlagnahmt, das illegal Strom aus einem bundesstaatlichen Wasserkraftkomplex bezog. Dies teilte das Ministerium für staatliche Sicherheit am Sonntag mit. Neben den Mining-Rigs nahmen die Beamten auch Transformatoren, Mittelspannungsanschlüsse und funktionierende Satelliten-Internet-Antennen von dem Standort in Tlaola, einer Gemeinde mit etwa 20.000 Einwohnern, mit. El País und Mexico News Daily berichteten, dass die beschlagnahmten Maschinen GPUs sind, was darauf hindeutet, dass es sich nicht um Bitcoin, sondern um Kryptowährungen handelt, die noch auf Grafikkarten abgebaut werden.

Vorbereitung einer Anklage wegen Stromdiebstahls

Obwohl das Mining in Mexiko legal ist, bereiten die Staatsanwälte eine Anklage wegen Stromdiebstahls vor. Mining „verbraucht eine große Menge Energie und erzeugt viel Lärm, weshalb Betreiber abgelegene und isolierte Standorte suchen. Das hat uns alarmiert“, sagte der Minister für staatliche Sicherheit, Francisco Sánchez, gegenüber Reportern. Die Ermittler hatten Berichte über illegalen Abbau in der Region verfolgt, da sich der Standort in der Nähe des Nuevo Necaxa-Staudamms befand. Sánchez fügte hinzu: „Es gab eine sehr große Stromverbindung.“

Ermittlungen und mögliche Geldwäsche

Er beschrieb den Standort als Teil eines Netzwerks, das die Wasserkraftinfrastruktur der Sierra Norte ausbeutet, und erklärte, dass ähnliche Aktivitäten auch in benachbarten Bundesstaaten stattfinden. Die Durchsuchungen werden auf nahegelegene Gemeinden ausgeweitet. Geldwäsche wird ebenfalls nicht ausgeschlossen. Forensische Buchhalter verfolgen, wer die Hardware finanziert hat, berichten lokale Medien. Die Staatsregierung prüft, ob die dort produzierten Vermögenswerte zur Geldwäsche von Verbrechensgewinnen verwendet wurden.

Beteiligung der mexikanischen Bundesstromkommission

Die mexikanische Bundesstromkommission ist ebenfalls an der Untersuchung beteiligt. Das Versorgungsunternehmen schätzte die nicht-technischen Verluste durch Diebstahl, Zählermanipulation und illegale Anschlüsse auf 6.346 Gigawattstunden zwischen Januar und Juli 2024, was etwa 13,8 Milliarden Pesos (817 Millionen US-Dollar) entspricht. Drei weitere Mining-Operationen wurden 2025 im Bundesstaat und im benachbarten Tlaxcala abgebaut. Eine Farm, die im vergangenen Jahr in der Nähe desselben Damms gefunden wurde, soll von Grundstücken des Gewerkschaftsverbands der Elektriker betrieben worden sein.

Globale Problematik des Stromdiebstahls durch Krypto-Miner

Mexiko ist nicht das einzige Land, das mit Stromdiebstahl durch Krypto-Miner zu kämpfen hat; ähnliche Razzien finden weltweit statt. Im vergangenen Jahr beschlagnahmten die malaysischen Behörden mehr als 75.000 Rigs wegen Stromdiebstahls, den ihr Versorgungsunternehmen auf 1,1 Milliarden US-Dollar schätzte. Auch die brasilianische Polizei schloss einen illegalen Betrieb in Rio de Janeiro.

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