Crypto Prices

Monaco plant Überarbeitung der Krypto-Regeln mit einem an MiCA angepassten Rahmenwerk

vor 1 Stunde
2 minuten gelesen
2 ansichten

Einführung des neuen Krypto-Regulierungsrahmens in Monaco

Die Regierung von Monaco hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, um das Krypto-Regulierungsregime von 2022 durch ein neues Lizenzierungsrahmenwerk zu ersetzen. Dieses soll Krypto-Asset-Dienstleister unter strengere Genehmigungs-, Governance- und Compliance-Anforderungen stellen. Der Gesetzentwurf Nr. 1131 wurde am 6. August offiziell dem Nationalrat von Monaco vorgelegt und zielt darauf ab, die Krypto-Regeln des Fürstentums näher an die Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) der Europäischen Union sowie an die Standards der Financial Action Task Force (FATF) anzupassen.

Wesentliche Änderungen und Anforderungen

Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde es wesentliche Teile des Systems ersetzen, das unter dem Gesetz Nr. 1.528 im Juli 2022 eingeführt wurde. Zudem würde der Finanzaufsichtsbehörde von Monaco eine größere Rolle bei der Genehmigung und Überwachung von Unternehmen, die Krypto-Dienstleistungen anbieten, zukommen. Der Vorschlag erfolgt vor dem Hintergrund einer verstärkten Überprüfung Monacos hinsichtlich seiner Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche. Die FATF führt das Fürstentum weiterhin unter den Jurisdiktionen, die einer erhöhten Überwachung unterliegen, auch bekannt als die FATF-Graue Liste.

Nach dem vorgeschlagenen Rahmen müssten Unternehmen, die regulierte Krypto-Asset-Dienstleistungen anbieten möchten, zuvor eine Genehmigung von der Commission de Contrôle des Activités Financières (CCAF) einholen. Der Gesetzentwurf definiert genau, welche Krypto-Dienstleistungen in Monaco angeboten werden können, und führt Anforderungen an die Unternehmensführung, prudenzielle Sicherheitsvorkehrungen sowie das berufliche Verhalten ein. Unternehmen würden somit regulatorischen Prüfungen nicht nur hinsichtlich der angebotenen Dienstleistungen, sondern auch hinsichtlich der Organisation und des Betriebs ihrer Geschäfte unterzogen.

Genehmigungsprozess und Aufsicht

Bevor eine Lizenz erteilt werden kann, müssten die Anträge auch Prüfungen durch zwei weitere monegassische Behörden durchlaufen. Die Autorité Monégasque de Sécurité Financière würde relevante finanzielle Sicherheitsfragen bewerten, während die Agence Monégasque de Sécurité Numérique an der Überprüfung der Anforderungen an die Cybersicherheit teilnehmen würde.

Neben ihrer Genehmigungsfunktion würde die CCAF unter dem Gesetzentwurf zusätzliche Aufsichts- und Durchsetzungsbefugnisse erhalten. Die Regierung von Monaco hat die zusätzlichen Kontrollen mit dem Ziel verknüpft, die Compliance zu stärken und die Exposition gegenüber Geldwäsche und anderen illegalen finanziellen Aktivitäten zu verringern.

Vergleich mit der EU und MiCA

Das Modell würde Monaco näher an den genehmigungsbasierten Ansatz bringen, der unter MiCA verwendet wird, obwohl das Fürstentum kein Mitgliedstaat der Europäischen Union ist. Nach dem EU-Rahmen müssen Krypto-Asset-Dienstleister eine Genehmigung einholen, bevor sie regulierte Dienstleistungen anbieten, und die Anforderungen an Governance, Kundenschutz, prudenzielle Kontrollen und Verhalten einhalten.

Die Lizenzierungskomponente ist besonders wichtig geworden, seit die Übergangsregelungen von MiCA diesen Sommer endeten. Wie zuvor von crypto.news berichtet, endete die Übergangsfrist der EU am 1. Juli, was dazu führte, dass Krypto-Unternehmen nun den vollständigen Lizenzanforderungen für Krypto-Asset-Dienstleister der EU unterworfen sind.

Regulatorische Herausforderungen und internationale Überwachung

Die vorgeschlagene Überarbeitung erfolgt auch, während Monaco weiterhin international überwacht wird, aufgrund von Schwächen in seinem Rahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Die FATF setzte Monaco im Juni 2024 auf ihre Liste der Jurisdiktionen unter erhöhter Überwachung. Eine Graue-Liste-Bezeichnung bedeutet, dass eine Jurisdiktion sich verpflichtet hat, identifizierte strategische Mängel innerhalb vereinbarter Fristen zu beheben, während sie weiterhin der erhöhten Überwachung der FATF unterliegt.

Die Regierung von Monaco hat die stärkere Aufsicht und die Genehmigungsanforderungen im Gesetzentwurf Nr. 1131 als Teil ihrer Bemühungen präsentiert, die regulatorische Compliance zu verstärken und Geldwäsche sowie andere illegale finanzielle Aktivitäten zu verhindern. Detaillierte technische und operationale Anforderungen für Krypto-Unternehmen würden durch Implementierungsregelungen festgelegt, nachdem der Nationalrat den gesetzlichen Rahmen genehmigt hat.

Beliebt