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JPMorgan beendet Bankbeziehung zu Polymarket im Jahr 2025

vor 3 Stunden
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Beendigung der Bankbeziehung zwischen JPMorgan Chase und Polymarket

JPMorgan Chase hat im Oktober 2025 seine Bankbeziehung mit dem Prognosemarkt Polymarket aufgrund regulatorischer Bedenken beendet und das Unternehmen aufgefordert, einen neuen Bankpartner zu finden, berichtete die Financial Times am 14. August. Polymarket hat seitdem einen nicht näher benannten Bankpartner gefunden. Die Schließung des Kontos führte jedoch nicht zu einem vollständigen Abbruch aller Geschäfte zwischen den beiden Unternehmen. Polymarket teilte der FT mit, dass es „eine enge, aktive Beziehung zu JPMorgan über mehrere Einheiten, betriebliche Integrationen und die wesentliche Handhabung von Kundenmittelströmen“ aufrechterhält. JPMorgan lehnte eine Stellungnahme ab, und die Beschreibung des Unternehmens über die verbleibende Beziehung wurde nicht unabhängig öffentlich detailliert.

Regulatorische Herausforderungen

Die Beendigung der Bankbeziehung war auf regulatorische Bedenken zurückzuführen, da Polymarket noch dabei war, seine regulatorische Position in den USA zu festigen. Eine Anordnung der CFTC aus dem Januar 2022 verlangte von Blockratize, dem Unternehmen hinter Polymarket, eine zivilrechtliche Geldstrafe von 1,4 Millionen Dollar zu zahlen und Märkte abzuwickeln, die nicht den bundesstaatlichen Derivategesetzen entsprachen. Bis Oktober 2025 hatte das Unternehmen QCX und QC Clearing übernommen und einen CFTC-Mitarbeiterbrief erhalten, der eine enge No-Action-Erleichterung bei bestimmten Berichts- und Aufbewahrungspflichten gewährte. Das CFTC-Register listet derzeit QCX LLC, die unter dem Namen Polymarket US tätig ist, als benannten Vertragsmarkt. Die Kommission änderte im November ihre Bezeichnung, um die Vermittlung durch Futures Commission Merchant zuzulassen.

Das regulatorische Umfeld bleibt unklar. Die FT berichtete im Juni, dass die CFTC eine weitere Untersuchung gegen Polymarket eingeleitet hatte, wobei eine mit der Materie vertraute Person zitiert wurde. Der Regulierer hatte die Untersuchung nicht öffentlich bestätigt, und sowohl die CFTC als auch Polymarket lehnten eine Stellungnahme zu ihrem Fokus ab. Auch die staatliche und lokale Überprüfung hat weiterhin stattgefunden. In einem verwandten Bericht gewannen Polymarket US und Kalshi am 27. Juli vorläufigen Rechtsschutz gegen das Verbot des Prognosemarktes in Minnesota. Das Bundesgericht betonte, dass seine vorläufige einstweilige Verfügung keine endgültige Entscheidung über die Sachlage darstellt.

Untersuchungen und zukünftige Pläne

Am 12. August kündigte auch der Stadtrat von New York City eine Untersuchung des Marketings von Prognosemärkten an und forderte Informationen von Polymarket und drei anderen Plattformen an. Die FT berichtete, dass JPMorgan den CEO von Polymarket, Shayne Coplan, eingeladen hatte, auf einer privaten Banken-Konferenz in Miami im Februar zu sprechen. Die Bank soll auch an einer Underwriting-Rolle interessiert sein, falls Polymarket schließlich einen Börsengang anstrebt. Ein öffentlicher IPO-Antrag wurde jedoch nicht angekündigt.

Die fortdauernde Beziehung zwischen JPMorgan und Polymarket macht die Situation komplexer als einen vollständigen Unternehmensbruch. Sie fällt auch in eine breitere Debatte in den USA über das Thema Debanking. Das Office of the Comptroller of the Currency erklärte in seiner Überprüfung im Dezember, dass es neun große nationale Banken, darunter JPMorgan, untersucht habe und bei jeder Bank Richtlinien gefunden habe, die einige rechtmäßige Branchen einschränkten oder sie intensiven Überprüfungen unterzogen. Das OCC erklärte, dass seine umfassendere Arbeit weiterhin im Gange sei.

Finanzierungspläne und Marktposition

Polymarket befindet sich separat in frühen Gesprächen, um rund 1 Milliarde Dollar bei einer Bewertung von über 20 Milliarden Dollar zu sammeln, berichtete Reuters am 4. August unter Berufung auf Bloomberg. Reuters konnte den Bericht nicht unabhängig überprüfen, während Polymarket auf die Anfrage nach einem Kommentar nicht reagierte. Die Zahlen bleiben daher gemeldete Ziele und nicht eine abgeschlossene Finanzierung. Wie crypto.news zuvor berichtete, könnten die gemeldeten Gespräche über die 1 Milliarde Dollar Fundraising-Pläne die Plattform auf über 20 Milliarden Dollar bewerten. ICE, die Muttergesellschaft der New Yorker Börse, investierte zunächst 1 Milliarde Dollar im Oktober 2025 und kündigte am 27. März 2026 eine weitere direkte Investition von 600 Millionen Dollar an.

Der unmittelbare regulatorische Weg von Polymarket wird teilweise von der gemeldeten CFTC-Untersuchung und den laufenden staatlichen Verfahren abhängen. Die einstweilige Verfügung in Minnesota schützt derzeit seine bundesstaatlich regulierte Börse vor dem Verbot dieses Staates, aber die Rechtsstreitigkeiten über die bundesstaatliche Derivateautorität und die staatlichen Glücksspielbefugnisse haben noch kein endgültiges Urteil erreicht. Die Pläne für die Kapitalmärkte sind weniger sicher. Das gemeldete Interesse von JPMorgan an zukünftigen Underwritings bedeutet nicht, dass ein IPO stattfinden wird, und es wurde keine öffentliche Registrierungsanmeldung identifiziert. Die vorgeschlagene Fundraising-Runde von 1 Milliarde Dollar bleibt ebenfalls in Diskussion. Offizielle Unternehmensankündigungen oder Wertpapiermeldungen würden die nächsten überprüfbaren Meilensteine darstellen.

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